Gemeinsam für mehr Umweltschutz

(vom 14.09.2011)

Stadtwerke Bamberg und US-Army setzen auf erneuerbare Energien

Der US-Standort in Bamberg macht seinem Ruf als umweltfreundlichster US-Standort in Deutschland wieder einmal alle Ehre. Gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg wurde innerhalb von vier Monaten auf dem Gelände der Muna ein Holzhackschnitzelheizwerk projektiert und gebaut, das die umliegenden Gebäude künftig umweltfreundlich mit Heizenergie versorgt. Am Mittwoch, 14. September, wurde die Anlage feierlich eingeweiht.

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Bereits im Juni 2006 ist die US-Army an die Stadtwerke herangetreten, weil ein Austausch der bestehenden Ölheizung anstand. „Die Stadtwerke Bamberg sind seit jeher unser Partner in der Energieversorgung. Deshalb sind wir im vergangenen Jahr auch bei der Suche nach einer alternativen Heizungslösung direkt auf die Stadtwerke zugegangen", erklärt Dieter Gerber, Leiter der Betriebs- und Instandhaltungsabteilung der US-Garnison. Nach Abwägung verschiedener alternativer Beheizungsmethoden beauftragten die Amerikaner die Stadtwerke Bamberg schließlich damit, ein Konzept und Angebot für ein kleines Nahwärmenetz mit Holzhackschnitzelheizung zu erstellen. Nach kurzer Planungsphase und Ausschreibung konnten die Stadtwerke wenige Monate später mit dem Bau beginnen. Nach einem Viertel Jahr Bauzeit hat die Anlage Ende August ihren Probebetrieb aufgenommen und seit 14. September produziert sie umweltfreundliche Wärme für vier Gebäude.

Die neue Biomasseanlage ist sowohl für die in Deutschland stationierte US-Army als auch die Stadtwerke eine Premiere. Es ist die erste biomassebetriebene Heizung an einem europäischen US-Standort und das erste Holzhackschnitzelheizwerk, das die Stadtwerke selbst gebaut haben. „Wir verfügen über das Knowhow, um eine solche Anlage selbst zu planen und zu errichten und für die Amerikaner war das die kostengünstigste Variante. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass sie uns ihr Vertrauen geschenkt und uns sowohl mit der Konzeption als auch dem Bau der Anlage beauftragt haben", so Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. Das Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn schon vier Monate nach Baubeginn konnte die Anlage in Betrieb genommen werden. Über ein neu verlegtes Nahwärmenetz versorgt sie nun vier Gebäude an der Geisfelderstraße im Bereich Muna. Dabei weist das neue Heizwerk sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht eine günstigere Bilanz als die alte Anlage auf. Die US-Army spart circa 30.000 Euro pro Jahr und verringert den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um 300 Tonnen.

Die Stadtwerke und die US-Garnison sind bereits seit vielen Jahren Partner im Bereich nachhaltiger Energieversorgung. „Seit 2002 haben wir unsere Zusammenarbeit intensiviert und unser Engagement auf dem Gebiet Umweltschutz ausgedehnt. So wurde damals das Heizwerk in den Warner Barracks von Kohle auf Gas umgestellt. 2009 folgte dann die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Heizwerksdach und im vergangenen Jahr untersuchten die Stadtwerke im Auftrag der US Army, wo sich die Wärmeversorgung hinsichtlich der Energiekosten und des CO2-Ausstoßes weiter optimieren lässt", erklärt Rubach. Darüber hinaus haben die Stadtwerke mehrere kleinere Maßnahmen umgesetzt, um Einsparpotenzial bei der Energieversorgung der US-Kaserne zu realisieren. So werden Verluste bei der Wärmeerzeugung und Wasserversorgung durch die regelmäßige Wartung der Fernwärmeleitungen und Wasserrohre reduziert und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Leuchtmittel reduziert den Energiebedarf zusätzlich um 25 Prozent. „Gemeinsam sind wir kontinuierlich auf der Suche nach Energieeinsparpotenzial und haben bereits die nächsten Projekte im Visier, um den Umweltschutz durch nachhaltige Energieerzeugung und -nutzung voranzutreiben", so Rubach.