Meilenstein zur „Passivhaus“-Zertifizierung erreicht: Bambados-Gebäudehülle ist luftdicht
(vom 26.04.2011)
Beim Bau des Familien- und Sportbads Bambados haben die Stadtwerke Bamberg einen wichtigen Meilenstein erreicht: Zum Abschluss der Hochbauarbeiten hat das Darmstädter Passivhaus-Institut dem Bambados beim so genannten „Blower Door Test" eine luftdichte Gebäudehülle bescheinigt. Damit sind die Stadtwerke Bamberg ihrem Ziel einen wesentlichen Schritt näher, das Bambados im Herbst als erstes „Passivhaus-Hallenbad" in Europa zu eröffnen.
Bei dem Blower-Door-Test wird mit großen Ventilatoren Luft in das Gebäude gepresst und gemessen, wie sich nach Abschaltung der Ventilatoren der Luftdruck in dem Gebäude verändert. „Sinkt er übermäßig wieder ab, ist das Gebäude nicht luftdicht", so „Bambados" -Projektleiter Christoph Jeromin am Donnerstag in Bamberg. Anders beim Bambados: Hier hat der zertifizierte Prüfer vom Darmstädter Passivhaus-Institut eine Luftwechselrate bescheinigt, die weit unter der Hälfte der strengen Passivhaus-Vorgaben und mehr als 95 Prozent unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) für Neubauten liegt.
In Verbindung mit der starken Gebäudedämmung ist die luftdichte Gebäudehülle des Bambados dafür verantwortlich, dass möglichst wenig Energie aus dem Gebäude nach außen dringt. Dieses ist eine wesentliche Voraussetzung, um die geplante Energieeffizienz des Bambados zu erreichen: „Unser Ziel ist es, nur ein Fünftel der Kohlendioxidemissionen auszustoßen, die nach der Energieeinsparverordnung erlaubt wären", so Jeromin. Für diese vorbildliche Gebäudeplanung sind die Stadtwerke Bamberg bereits 2009 von der Forschungsinitiative EnOB des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ausgezeichnet worden.
Das europaweit einmalige Hallenbad auf höchstem ökologischen Standard ist nur eines von vielen Projekten, mit denen sich die Stadtwerke aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz in der Region einsetzt. „Für uns hat oberste Priorität, dass Energie erst gar nicht verbraucht wird", unterstreicht Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. In einem zweiten Schritt sei es wichtig, Energie sicher und ressourcenschonend zu gewinnen. Deshalb setzen die Stadtwerke Bamberg auch beim Bambados auf regenerative Energien und generieren zwei Drittel der benötigten Energie (Strom und Wärme) aus nachwachsenden Rohstoffen. Darüber hinaus engagieren sich die Stadtwerke beim Ausbau der Photovoltaiktechnik, auch auf dem Bambados wird eine Solaranlage installiert. Zudem sind die Stadtwerke an einem Windpark in der Oberpfalz beteiligt. Derzeit verhandeln sie über die Beteiligung an zwei weiteren Windparks.
