Stadtwerke Bamberg gehen mit fünfter Bürgersolaranlage weiteren Schritt Richtung Atomausstieg
(vom 06.05.2011)
Die Stadtwerke Bamberg bauen ihre Kapazitäten zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien weiter aus. Im Juni werden sie ihre nächste Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen. Stadtwerke-Kunde können sich mit einem Darlehen an der fünften Bürgersolaranlage beteiligen. Die Stadtwerke garantieren ihnen hierfür eine jährliche Verzinsung von 3,9 Prozent.
Die Bürgersolaranlage entsteht im niederbayerischen Ort Schöfweg im Landkreis Freyung-Grafenau. Mit einer Spitzenleistung von 622 kWp ist sie die größte der fünf von den Stadtwerken initiierten Bürgersolaranlagen. Die neue Anlage produziert pro Jahr Strom für etwa 160 Vier-Personen-Haushalte und reduziert den Kohlendioxidausstoß um etwa 300 Tonnen.
Stadtwerke-Kunden können sich ab sofort finanziell an der Bürgersolaranlage beteiligen. Zweckgebundene Darlehen an die Stadtwerke sind mit Beträgen zwischen 1.000 und 25.000 Euro möglich. Diese Beteiligungs-Darlehen werden mit einem garantierten Satz von 3,90 Prozent jährlich verzinst. Nach den ersten fünf Jahren ohne Tilgung zahlen die Stadtwerke diese Darlehenssumme über zehn Jahre hinweg in gleichen Beträgen zurück. Darüber hinaus profitieren die Anleger von einem möglichen Bonus, der bei gutem Anlagen-Ertrag ausgeschüttet wird. Die Rahmen- und Vertragsbedingungen der neuen Bürgersolaranlage gibt es auf der Internetseite der Stadtwerke Bamberg unter www.stadtwerke-bamberg.de. Unter der Rubrik „Bürgersolaranlage" befindet sich neben einer ausführlichen FAQ-Liste die „Beteiligungs-Zusage und Dahrlehensvergabe-Erklärung", mit der sich Interessenten für die Beteiligung an der neuen Anlage bewerben können. Die Unterlagen sowie weitere Informationen sind auch im Servicezentrum am ZOB erhältlich.
Die Stadtwerke rechnen damit, dass die sogenannten Beteiligungs-„Sonnenscheine" an der neuen Bürgersolaranlage ebenso schnell vergeben sein werden wie bei den ersten vier seit 2009 realisierten Projekten: „Durch die Atomdiskussion wurde das Interesse der Bürger an regenerativer Energieerzeugung noch verstärkt", beobachtet Projektleiter Klaus Wagner.
Rubach: „Klimaschutz ist Gemeinschaftsaufgabe"
Der schnelle Ausstieg aus der Atomenergie ist eines der erklärten Ziele der Stadtwerke Bamberg. „Deshalb bauen wir schon seit Jahren kontinuierlich den Anteil der erneuerbaren Energien an unserem Strommix aus und investieren gezielt in den Bau neuer Anlagen zur Gewinnung von Ökostrom", so Stadtwerke- Geschäftsführer Klaus Rubach. „Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Deshalb investieren wir nicht nur selbst, sondern bieten allen unseren Kunden über die Bürgersolaranlagen die Möglichkeiten, selbst nachhaltig zu handeln." Schon heute engagieren sich die Stadtwerke Bamberg deutlicher als konventionelle Ökostrom-Vermarkter für den Klimaschutz, so Rubach: Dazu gehören nicht nur die hohen Investitionen in neue Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung, sondern auch der Ausbau der Verteilnetze zur Sicherstellung der Stabilität bei dezentraler Stromeinspeisung. Mit über 80 Projekten setzt sich der Bamberger Energiedienstleister außerdem für eine effiziente Energieverwendung ein. Für dieses Nachhaltigkeitsengagement sind die Stadtwerke Bamberg im März 2011 mit der Mitgliedsurkunde des „Umweltpakts Bayern" ausgezeichnet worden.
