Bambados: „Wasser marsch“ zur Probe schon im Juli
(vom 23.06.2010)
Bambergs „karibischste Baustelle", das Bambados in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadionbad, liegt im Zeit- und Kostenplan. „Wir werden unser neues Familien- und Sportbad pünktlich im vierten Quartal 2011 eröffnen", freute sich Stadtwerke Geschäftsführer Klaus Rubach am Mittwoch bei einer Baustellenbesichtigung mit Oberbürgermeister Andreas Starke und Journalisten.
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- Bambados-Projektleiter Christoph Jeromin, Oberbürgermeister Andreas Starke und Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach machen sich vor Ort selbst ein Bild von dem Stand der Bauarbeiten des Bambados.
Derzeit werden die Wände der Kellergeschosse erstellt, die Betonierung des Tiefhofs an der Energiezentrale ist bereits abgeschlossen. Eines der Herzstücke des neuen Bambados, das 50-Meter-Schwimmerbecken, steht kurz vor der Fertigstellung: „Ab der nächsten Woche werden hier die Hydraulikstempel für den Hubboden und die Hubwand eingebaut", so Bambados-Projektleiter Christoph Jeromin. Ende Juli soll das Bambados-Schwimmerbecken erstmals mit Wasser befüllt werden - freilich nur zur Probe. „Das Wasser wird über einige Wochen im Becken stehen, wir wollen damit die Dichtigkeit testen, um rechtzeitig etwaige Nachbehandlungen des Betons vornehmen zu können", erklärt Jeromin. Auch die Konturen der Lehrschwimmbecken, beide mit jeweils mehr als 130 Quadratmeter Wasseroberfläche, seien bereits zu erkennen. „Bei uns geht es jetzt Schlag auf Schlag", so Jeromin. Augenfällig wird auch die Tribüne sein, von der aus die Besucher des Bambados bei Wettkämpfen eine optimale Sicht auf die acht 50-Meter-Bahnen haben werden. Die großen Tribünenelemente werden installiert, bevor die Holzelemente der Dachkonstruktion - jedes mehrere Tonnen schwer und bis zu 40 Meter lang - angeliefert und montiert werden. „Unser Ziel ist es, das Bambados bis zum kommenden Sommer errichtet zu haben und dann mit dem Probebetrieb zu beginnen", so Jeromin.
Höchste Energierichtlinien fürs Bambados
Das Familien- und Sportbad wird als erstes Hallenbad in Europa nach den strengen Vorgaben des Passivhaus-Standards gebaut und gehört damit zu den energieeffizientesten Bädern überhaupt. „Damit dient das Projekt über die Grenzen Deutschlands hinaus als Vorbild für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit", so Stadtwerke-Geschäftsführer Rubach. Die energieeffiziente Bauweise stelle sicher, dass der Wärmeausstoß des Bambados über die Gebäudehülle im Vergleich zur Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 um weit mehr als 50 Prozent reduziert werde. Durch eine intelligente Anlagentechnik innerhalb des Bades werde bei der Wärmerückgewinnung ein Rückwärmegrad von bis zu 90 Prozent erzielt. Zudem sollen künftig zwei Drittel der im Bambados benötigten Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Rubach: „Insgesamt erreichen wir mit der Bauweise nach dem Passivhaus-Standard und der Energieerzeugung durch Biomasse eine Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes um etwa 80 Prozent." Nach derzeitigen Abschätzungen werden so Jahr für Jahr mehr als 1.500 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases eingespart.
Regionaler Mittelstand profitiert
Der Bau des „Bambados" wird 31,8 Millionen Euro kosten, ein Großteil des Geldes wird in der Region bleiben. Drei Viertel der Aufträge konnten bisher an Unternehmen vergeben werden, deren Sitz in einem Radius von 50 Kilometern um Bamberg liegt; rund jeder fünfte für den Bambados-Bau vergebene Euro fließt direkt zurück in die Stadt und den Landkreis. In den kommenden zwei Monaten sollen weitere Vergaben erfolgen und die Stadtwerke gehen davon aus, dass diese in weiten Teilen an mittelständische Unternehmen in der Region vergeben werden.
Stadtwerke Bamberg
Bäder GmbH
