Spatenstich für P+R Anlage in der Brennerstraße
(vom 06.12.2010)
Mit der Demontage von Weichenheizungen haben am Bamberger Bahnhof die Bauarbeiten für die Verlängerung des Bahnhofstunnels und die P+R-Anlage Brennerstraße begonnen. Bis zum Beginn der Landesgartenschau soll der Bahnhof von der Brennerstraße aus zugänglich und der Umstieg vom Auto oder vom Rad auf Öffentliche Verkehrsmittel bequemer werden. „Das Bus- und Bahnfahren gewinnt dadurch an Attraktivität", lobte Oberbürgermeister Andreas Starke am Donnerstag beim offiziellen ersten Spatenstich das Projekt, das auch unter städtebaulichen Aspekten von besonderer Bedeutung ist: „Nach der jahrelangen Diskussion um den Bahnhofstunnel freue ich mich über diese guten Nachrichten für Bamberg-Ost und alle, die den Stadtbus und die Bahn nutzen", so Starke.
Die Freimachung der Eisenbahnbetriebsflächen durch die Deutsche Bahn ist der erste Bauabschnitt des insgesamt 6,0 Millionen Euro teuren Gesamtprojekts. Im März beginnen sowohl die Tunnelarbeiten als auch die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes an der Brennerstraße, welches zukünftig ein Fahrradparkhaus mit 364 Stellplätzen beherbergen wird und Anfang Januar 2012 seinen Probebetrieb aufnehmen soll. Im Mai starten die Bauarbeiten an dem P+R-Platz. Er liegt nördlich des Bahnhofstunnels in Richtung Zollnerstraße und bietet Platz für 15 Motorräder und 119 Fahrzeuge - inklusive fünf Behindertenparkplätzen. Im Rahmen der Bauarbeiten wird der Gehwegbereich der Brennerstraße entlang des P+R-Geländes saniert, mit einer behindertengerechten Bushaltestelle ausgestattet und um eine Überquerungshilfe ergänzt.
„Unser Ziel ist es, den Wechsel zwischen den Fortbewegungsmitteln so bequem wie möglich zu machen", so Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach am Donnerstag. Als Mobilitätsdienstleister sei es Aufgabe der Stadtwerke, den Individualverkehr und den ÖPNV so geschickt miteinander zu verbinden, dass die Attraktivität von Bus und Bahn für die Kunden weiter steige: „Gute Taktzeiten und günstige Preise sind dabei ebenso wichtig wie haltestellennahe Parkplätze, wie wir sie heute schon an der Breitenau und am Heinrichsdamm bieten."
Zweites Fahrradparkhaus zwischen Atrium und Bahnhof
Über ein zweites Fahrradparkhaus können sich die Bamberger Radler auf der Westseite des Bahnhofs freuen. Es entsteht zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Atrium, bietet zusätzlich 196 Fahrradabstellplätze und gewährleistet auch hier den Radlern, dass ihre Räder bei Wind und Wetter trocken und sicher stehen: „Möglich wird das durch eine 24-Stunden-Video-Überwachung die wir in allen Anlagen einbauen werden", so Peter Scheuenstuhl, Leiter des Verkehrsbetriebs bei den Stadtwerken Bamberg. Sie ist in den
Anlagen ebenso selbstverständlich wie das vom ADFC getestete komfortable und platzsparende doppelstöckige Parksystem, das dank einer Gasdruckfeder leicht zu bedienen sein wird. Der 24-Stunden-Betrieb wird in beiden Fahrradparkhäusern, wie in den Tiefgaragen der Stadtwerke auch, vollkommen automatisch durch eine Durchgangsschleuse kontrolliert und über einen Ticketautomaten abgerechnet. Die Kosten sind überschaubar und werden voraussichtlich bei 50 Cent pro Tag liegen. Die Monatskarte wird mit voraussichtlich sieben Euro, das Jahresticket mit voraussichtlich 70 Euro zu Buche schlagen.
6-Millionen-Euro-Projekt: Wichtige Infrastruktur für Bamberg
Die Gesamtkosten für die P+R-Anlage, die Verlängerung des Bahnhofstunnels sowie die beiden Fahrradparkhäuser liegen bei rund 6,0 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Summe wird von öffentlichen Fördergebern finanziert. Allein der Zuschuss vom Freistaat Bayern aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beträgt rund 1,9 Millionen Euro, aus dem Finanzausgleichsgesetz zusätzlich 380.000 Euro. Darüber hinaus wird das Projekt durch Mittel aus der Städtebauförderung gefördert. Wichtige Partner sind ebenso die Oberfrankenstiftung und die Landesstiftung Denkmalschutz.
Die P+R-Anlage an der Brennerstraße wird die achte Anlage sein, mit der die Stadtwerke Bamberg rund um die Uhr zu günstigen Tarifen citynahe Parkmöglichkeiten bietet. Die Zahl der Parkplätze wird damit auf über 3.300 steigen. Derzeit sind in Betrieb:
- Parkhaus Zentrum Süd/Schützenstraße (473 Parkplätze)
- Tiefgarage Konzert- und Kongresshalle (354 Parkplätze)
- Tiefgarage Zentrum Nord/Georgendamm (461 Parkplätze)
- Tiefgarage am Luitpoldeck (100 Parkplätze)
- Park + Ride-Anlage Heinrichsdamm (809 Parkplätze)
- Park + Ride-Anlage Breitenau (925 Parkplätze)
- Hallenbad Margaretendamm (88 Parkplätze)
