Venezuela ade - Auf nach Finnland

(vom 11.08.2010)

Stadtwerke Bamberg fördern Auslandsaufenthalt für Schülerinnen und Schüler

Ein Schuljahr fern der Heimat zu verbringen, ist für viele Schülerinnen und Schüler eine unvergessliche und prägende Erfahrung. Da dieses Vorhaben nicht nur Mut und die Offenheit für fremde Kulturen, sondern auch das nötige Kleingeld erfordert, vergibt die gemeinnützige Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnung e.V. in Kooperation mit verschiedenen privaten Spendern, Stiftungen, öffentlichen Trägern und Unternehmen Teil- oder Vollstipendien. Die Stadtwerke Bamberg unterstützen die Organisation regelmäßig und ermöglichen bereits zum vierten Mal einer Schülerin, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Bei einem Treffen mit zwei Austauschschülerinnen hat sich Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach und AFS-Mitarbeiterin im Bereich Sending Kerstin Petermann über deren Erfahrungen und Erwartungen unterhalten.

Während Eva Amon die vergangenen zehn Monate bei einer Gastfamilie in Venezuela verbracht hat und sich seit Ende Juli wieder an den deutschen Sommer gewöhnen muss, hat Natalie Morich alles noch vor sich. Sie wird am 20. August ihre Reise nach Finnland antreten, um dort das kommende Schuljahr zu absolvieren. „Ich bin wahnsinnig gespannt, was dort auf mich wartet. Ich hoffe, viele neue Freundschaften zu knüpfen, viel vom Land zu sehen und die Sprache zu lernen", so die Stipendiatin des AFS. Neugierig fragt sie, wie Eva Amon die ersten Tage fern der Heimat erlebt hat: „Am Anfang ist alles neu und unbekannt, aber die Gastfamilie hat mich so herzlich empfangen und stand mir mit Rat und Tat bei Seite, so dass ich mich schnell heimisch gefühlt habe und mir der Abschied vor wenigen Wochen sehr schwer gefallen ist. Ich bin wirklich froh über die Möglichkeit, diese tolle Erfahrung im Ausland machen zu können."

 

Beide Schülerinnen haben sich vorher mit ihren Plänen an die Austauschorganisation AFS gewandt. Diese organisiert den kompletten Auslandsaufenthalt und greift etwa 30 Prozent der Austauschschüler mit Hilfe von verschiedenen privaten Spendern, Stiftungen, öffentlichen Trägern und Unternehmen wie den Stadtwerken Bamberg mit Teil- oder Vollstipendien finanziell unter die Arme. „Ein Jahr im Ausland weit entfernt von Eltern und vertrautem Umfeld, ist ein wichtiger Schritt im Leben von Heranwachsenden. Um jungen Menschen in Bamberg und der Region solche Aufenthalte zu ermöglichen, unterstützen wir die Arbeit des AFS. Denn wir sehen es als unsere Aufgabe als lokales Unternehmen die Bürgerinnen und Bürger in unserem Versorgungsgebiet auch in solchen Belangen zur Seite zu stehen", erklärt Rubach. Petermann vom Komiteevorstand des AFS Bamberg bestätigt: „Ein Auslandsaufenthalt ist sehr teuer. Damit die Erfahrungen nicht nur Wohlbetuchten vorbehalten bleiben, sind wir auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Förderern angewiesen. Ich freue mich sehr, dass die Stadtwerke nun schon zum vierten Mal dazu beitragen, dass wir einer Schülerin finanzielle Hilfestellung leisten können."