Vom „Bambados“-Bau profitiert der regionale Mittelstand

(vom 26.01.2010)

Beim Bau des Freizeit- und Sportbads „Bambados" konnten bisher rund 76 Prozent der Aufträge an Unternehmen vergeben werden, deren Sitz in einem Radius von rund 50 Kilometern um Bamberg liegt. „Die Quote der bisher in Stadt und Landkreis Bamberg beauftragten Bausumme liegt bei 21 Prozent", so Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach am Dienstag in Bamberg.

Derzeit laufen weitere EU-weite Ausschreibungen sowie die beschränkten Ausschreibungen für Maler-, Tischler- und Schlosserarbeiten: „Das Gesamtvolumen dieser drei Gewerke befindet sich im Hohen sechsstelligen Bereich und wir gehen davon aus, dass auch diese an mittelständische Unternehmen aus der Region vergeben werden. Das sorgt für einen zusätzlichen Schub", so Rubach.

Bereits im Vorfeld der Planungen haben sich die Stadtwerke Bamberg bewusst gegen eine Realisierung des „Bambados" mit einem Generalunternehmer entschieden und im Interesse der mittelstandsfreundlichen Vergabe die Anzahl der Vergabeeinheiten von ursprünglich 39 auf 59 Loseinheiten ausgedehnt. „Da das „Bambados" mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, ist bei dieser hohen Bausumme eine EU-weite Ausschreibung zwingend erforderlich", so Rubach, der in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit der Vergabestelle der Stadt Bamberg lobt, welche die Vergaben öffentlich submittiert.

Die Stadtwerke haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bis zu 20 Prozent der Auftragssumme im Rahmen eines beschränkten Wettbewerbs zu vergeben, der regional in der Stadt und dem Landkreis Bamberg durchgeführt wird. „Die Vorgehensweise, die gewählten Gewerke und die in Frage kommenden Firmen wurden eng mit dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken, Horst Eggers, abgestimmt", sagte Rubach. Der Stadtwerke-Geschäftsführer stellte das Projekt in eine Reihe mit weiteren Maßnahmen, mit denen die Stadtwerke bewusst auf die Interessen des Mittelstands eingehen, beispielsweise die Sanierung des Stadtwerke-Zentralgebäudes am Margaretendamm oder die Freibad-Sanierung in Gaustadt.

Mit rund 14 Millionen Euro wurde bis jetzt mehr als die Hälfte der für das „Bambados" kalkulierten Vergabesumme von rund 24 Millionen Euro vergeben: 10,8 Millionen Euro an Unternehmen aus der Region im Radius von rund 50 Kilometern, davon mehr als 2,9 Millionen Euro an Unternehmen aus Stadt und Landkreis Bamberg.

Jan Giersberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg, erinnerte in diesem Zusammenhang an die 2008 veröffentlichte Untersuchung des Hannoveraner Eduard Pestel Instituts für Systemforschung. Das Institut hatte bescheinigt, dass in Vergleich zu überregional tätigen Unternehmen bei den Stadtwerken Bamberg ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Wertschöpfung in der Region verbleibt.

Stadtwerke Bamberg GmbH