„Bambados“-Grundstein gelegt

(vom 21.01.2010)

Bad wird 2011 pünktlich fertig - Kostenrahmen wird gehalten. Das „Bambados" nimmt Gestalt an: Weniger als sechs Monate nach dem ersten Spatenstich konnten an diesem Donnerstag, 21. Januar 2010, Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke und Klaus Rubach, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg, gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft den Grundstein für das neue Freizeit- und Sportbad legen.

Den geistlichen Beistand spendeten Pfarrer Günter Höfer von den katholischen Bamberger Kirchengemeinden St. Heinrich, St. Anna und St. Kunigund sowie Pfarrer Günther Schardt von der evangelischen Erlösergemeinde. Das Freizeit- und Sportbad wird als erstes Hallenbad in Europa nach den strengen Vorgaben des Passivhaus-Standards gebaut und gehört damit zu den energieeffizientesten Bädern. Es soll im Herbst 2011 eröffnet werden und erwartet jährlich mehrere hunderttausend Besucher.

„In anderen Städten werden Hallenbäder aus Kostengründen geschlossen oder Badegäste mit Wassertemperaturen konfrontiert, die selbst ein Frühstücks-Ei erzittern ließen", so der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Bamberg und Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Andreas Starke, bei der Grundsteinlegung: „In Bamberg gehen wir einen anderen Weg: Wir bauen ein neues, ein attraktiveres und vor allem ein umweltbewusstes Hallenbad, das ein Gewinn für die ganze Region werden wird. Schulen, Familien, Vereine, Universität - jung und alt werden davon profitieren", so Starke.
Mit der Eröffnung des „Bambados" können sich die Bürger auf ein 50 Meter langes Sportschwimmbecken, zwei Lehrschwimm- und ein Freizeitbecken freuen, zudem als Attraktionen eine Reifenrutsche und einen Wildwasserkanal. „Vor allem mit unserer Saunalandschaft auf zwei Geschossebenen im Innenbereich, sowie einer großzügigen Außenanlage mit einem Badeteich setzen wir in der Region neue Maßstäbe", so Projektleiter Christoph Jeromin. Das „Bambados" entsteht in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Freibad und wird gemeinsam mit diesem als Kombibad betrieben: „Im Sommer werden unsere Gäste erst im Freibad ihre Bahnen ziehen und dann auf der Liegewiese entspannen können, bevor sie im Freizeitbereich des neuen Bads noch zum Rutschen gehen", freut sich Jeromin.

Nicht nur das Sport- und Freizeitangebot des „Bambados" ist einmalig für die Region - mit seiner ökologischen Bauweise dient das Freizeit- und Sportbad sogar als Vorbild für Projekte in ganz Europa. Bereits im vergangenen Mai war das „Bambados" für sein ökologisches Konzept vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ausgezeichnet worden. Im Herbst hatte das BMWi zugesagt, die anspruchsvolle Bauweise des Projekts mit maximal 1,2 Millionen Euro zu fördern: „Wir unterstützen damit auch die Forschung und Entwicklung neuer Technologien, die nicht vom Himmel fallen", so Dr. Knut Kübler, Referatsleiter „Energieforschung" im BMWi, am Donnerstag in Bamberg. Aufgrund der extremen raumklimatischen Verhältnisse im Schwimmbad stehe das „Bambados" vor einer besonderen Herausforderung, um den anspruchsvollen Passivhausstandard zu erreichen. Weiter unterstütze das BMWi innovative Lösungen zur Optimierung der Lüftungsanlagen, der Wasser führenden Systeme sowie ein umfassendes Monitoring der Betriebsabläufe.

Auch Boris Schlörb vom Osnabrücker Planungsbüros Rohling lobte die vorbildliche energiesparende Bauweise des neuen Sport- und Freizeitbades: „Dieses Gebäude ist nicht nur Impuls und Anregung zur Nachahmung, es steht beispielhaft für den Willen, komplexe Bauten in Ressourcen schonendem Betrieb zu realisieren", so Schlörb. Bisher seien für das „Bambados" rund 55.000 Kubikmeter
Erdreich bewegt worden. In der bis zu acht Meter tiefen Baugrube wurden während der vergangenen Monate 480 Bohrpfähle in den Untergrund gebohrt, die die Lasten des Gebäudes abtragen sollen. Die Bodenplatte des Tiefkellers ist bereits gegossen, in den nächsten Wochen folgen Wände und die Bodenplatte des eigentlichen Kellergeschosses. Schon im Frühjahr wird das „Bambados" in die Höhe gewachsen sein.
Der Bau des „Bambados" wird 31,8 Millionen Euro kosten und durch Fördermittel in Höhe von insgesamt 3,8 Millionen Euro unterstützt. Der größte Posten kommt von der Regierung von Oberfranken: 2,2 Millionen Euro aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) zur Förderung des Schulsports, für die Oberbürgermeister Starke am Donnerstag dem anwesenden Regierungspräsidenten, Wilhelm Wenning, besonders dankte.

Darüber hinaus unterstützt neben dem Bundeswirtschaftsministerium auch das bayerische Umweltministerium den Bau des „Bambados". Im Rahmen des Programms für CO2-Minderungsmaßnahmen fließen 400.000 Euro nach Bamberg. Staatssekretärin Melanie Huml unterstrich während der Grundsteinlegung die Bedeutsamkeit des Klimaschutzes und lobte die vorbildliche Gebäudeplanung, derzufolge das „Bambados" pro Jahr lediglich 387 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) emittieren wird. Damit liegen die Kohledioxid-Emissionen rund
80 Prozent unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung von 2007.

„Wir liegen im Zeit- und Kostenplan und sind uns aktuell sicher, diese Planungen auch bis zur Eröffnung einhalten zu können", so Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach bei der Feierstunde. Bis zum Sommer des kommenden Jahres dominieren die Bauarbeiter das Bild auf der Baustelle an der Pödeldorfer Straße: „Dann übernehmen unsere Leute", so Rubach: „Neben Probeläufen für die Technik und die Einrichtungen werden wir die Zeit nutzen, um unsere Mitarbeiter intensiv zu schulen und mit der Infrastruktur vertraut zu machen. In unserem neuen Bad wollen wir auch beim Service für unsere Kunden erstklassige Leistungen bieten."

Stadtwerke Bamberg
Bäder GmbH