„Sonnenscheine“ für Eigentümer aus dem Welterbe
(vom 14.04.2010)
Noch vor der Jahresmitte wird die zweite Bürgersolaranlage der Stadtwerke in Bamberg in Betrieb gehen. Sie wird auf dem Dach des Eichendorff-Gymnasiums errichtet und hat eine Spitzenleistung von 68 Kilowatt. „Damit erreichen wir eine Stromausbeute von rund 60.000 Kilowattstunden im Jahr", so Projektleiter Klaus Wagner. Besonderheit an der zweiten Bürgersolaranlage der Stadtwerke: Sie wird in Kooperation mit dem Zentrum Welterbe Bamberg (ZWB) errichtet - und ist für einen bestimmten Zeitraum für Eigentümer eines Gebäudes innerhalb des Stadtdenkmals reserviert. „Das soll Bamberger Bürgern, die wegen des Denkmalschutzes selbst keine Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren lassen können, die Möglichkeit eröffnen, sich am CO2-Reduzierungsprogramm zu beteiligen", erklärt die Leiterin des ZWB, Dr. Karin Dengler-Schreiber.
Die Beteiligung an der Anlage ist in Form eines Darlehens von mindestens 1.000 und maximal 20.000 Euro möglich. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 15 Jahre, fünf Jahre nach Abschluss werden jährlich zehn Prozent der Darlehenssumme getilgt. Dafür garantieren die Stadtwerke den Darlehensgebern eine Verzinsung in Höhe von 4,15 Prozent. „Abhängig vom Anlagenertrag schütten wir dazu noch eine Überschussbeteiligung aus", so Projektleiter Wagner, der alle Interessierten zu einer Infoveranstaltung einlädt. Sie findet am Dienstag, den 20. April, um 18 Uhr bei den Stadtwerken am Margaretendamm statt.
Die Stadtwerke planen weitere Bürgersolaranlagen, an denen sich alle Kundinnen und Kunden der Stadtwerke beteiligen können. „Unser Ziel ist es, unsere Kunden auf vielfältigste Art und Weise bei der Erreichung der persönlichen Klimaschutzziele zu unterstützen", so Klaus Rubach, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg: „Beispielsweise durch unseren Ökostrom BestNatur, die ÖPNV Angebote in einer der modernsten Busflotten Bayerns oder unsere Angebote zur effizienten Wärmeversorgung", so Rubach. Mit den Bürgersolaranlagen schaffe man eine ökologisch wie ökonomisch interessante Form der Kapitalanlage für die Bürger. Im vergangenen Winter hatten die Stadtwerke die erste Bürgersolaranlage in betrieb genommen. Sie wurde am Margaretendamm auf dem Dach der Werkhalle Stadtwerke errichtet. Die „Sonnenscheine" für die erste Anlage waren binnen weniger Tage ausverkauft.
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