25 neue Reisemobilstellplätze am Heinrichsdamm

(vom 11.01.2012)

Stadt und Stadtwerke Bamberg eröffnen gemeinsam neuen Wohnmobilplatz

 

Die LKW-Stellplätze auf dem P+R-Platz Heinrichsdamm haben sich in den vergangenen Jahren unter Wohnmobilreisenden zum echten Geheimtipp entwickelt. Um den Besuchern noch mehr Komfort, Platz und Service zu bieten, haben die Stadtwerke Bamberg jetzt eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut und die Stellplätze um 15 auf 25 erweitert. Am Dienstag, 10. Januar, haben Oberbürgermeister Andreas Starke, Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach und Verkehrsbetriebsleiter Peter Scheuenstuhl den Reisemobilstellplatz Heinrichsdamm offiziell eröffnet und für die Öffentlichkeit freigegeben.

 

Ursprünglich als reine Abstellmöglichkeit gedacht, ist der nördliche Teil der Park- und Ride-Anlage trotz fehlender Ver- und Entsorgungseinrichtungen schnell zum beliebten Übernachtungsplatz für Wohnmobilreisende avanciert. Denn die Nähe zur Innenstadt und zum Hain, die unmittelbare Lage am rechten Regnitzarm, die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das überörtliche Verkehrsnetz machen den Stellplatz zum optimalen Ausgangsort für den Ausflug in die Innenstadt, ins Grüne und ins Bamberger Umland. „Die Idee einen richtigen Reisemobilstellplatz mit entsprechender Infrastruktur zu errichten, entstand im Zusammenhang mit dem Auftrag, die verkehrliche Erschließung der Landesgartenschau 2012 sicher zu stellen, zu optimieren und zu ergänzen“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. „Durch den Ausbau sahen wir eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, die Anlage deutlich aufzuwerten und noch beliebter zu machen.“ Die Potenziale, Möglichkeiten und Wirtschaftlichkeit des Vorhabens wurden in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Nach einer eingehenden Situationsanalyse des Standortes, der Befragung aller Projektbeteiligten, einer Prüfung der technischen Machbarkeit und der Bedarfs- und Potenzialanalyse sprachen sich die Experten für den Ausbau des Reisemobilstellplatzes auf 20 bis 30 Stellplätze mit entsprechender Infrastruktur aus. „Dieser Empfehlung sind wir gefolgt und haben im vergangenen September mit den Baumaßnahmen begonnen“, erklärt Scheuenstuhl.

 

Als Vorteil erwies sich, dass sowohl die Anschlüsse für die Wasser- und Stromversorgung als auch die Abwasserentsorgung bereits vorhanden waren, so dass das Projekt innerhalb von drei Monaten kostengünstig (400.000 Euro) umgesetzt werden konnte. Dazu wurde eine Ver- und Entsorgungsstation eingerichtet, Stromsäulen installiert sowie eine Anlage für die Müllentsorgung errichtet. Da die vorhandenen Stellplätze um 15 erweitert werden sollten, ohne die Parkmöglichkeiten für die LKW der Marktbeschicker einzuschränken, wurde die Anlage nach Norden hin vergrößert. Mitte Dezember sorgte der Fund einer Sprenggranate für eine Schrecksekunde, die die Bauarbeiten kurzzeitig unterbrach, aber nicht verzögerte. Die restlichen Arbeiten fanden dann unter der Beobachtung eines Sprengstoffexperten statt. Munition wurde jedoch nicht mehr gefunden. Ende Dezember und damit vor Beginn der Landesgartenschau und der Reisesaison konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.

 

„Mit der Erweiterung und dem Umbau bieten wir nicht nur Wohnmobilreisenden mehr Service. Wir bringen auch die Interessen der Marktkaufleute und der Pendler mit „unter einen Hut““, erläutert Verkehrsbetriebsleiter Peter Scheuenstuhl. Neben der Erweiterung sorgt eine klare Beschilderung für eine bessere Übersicht und verhindert Konflikte zwischen PKW-, LKW- und Wohnmobilverkehr. Nicht zuletzt erhoffen sich die Stadtwerke auch eine Entschärfung der Parksituation im benachbarten Wohngebiet. Denn besonders in den Sommermonaten, in denen die vorhandenen Plätze hoch frequentiert waren, wichen die Wohnmobilbesitzer auf die Seitenstraßen des Hainviertels und die Parkplätze hinter der Bauverwaltung der Stadt Bamberg am Leinritt aus, um dort zu nächtigen.

 

Auch die Stadt begrüßt die Erweiterung und sieht sie vor allem unter touristischen Gesichtspunkten positiv. „Die Nachfrage nach Reisemobilstellplätzen außerhalb des Campingplatzes ist in der jüngsten Vergangenheit stetig gestiegen. Diese Entwicklung begrüßen wir natürlich sehr. Mit der Erweiterung und Aufwertung der Stellplätze vergrößern die Stadtwerke nicht nur die Kapazitäten und kommen der steigenden Nachfrage entgegen. Mit diesem neuen Angebot, erhalten wir erstmalig die Möglichkeit, uns als Reiseziel für anspruchsvolle Wohnmobiltouristen zu positionieren“, freut sich Oberbürgermeister Andreas Starke.

 

Als Konkurrenz zu bestehenden Campingplätzen sehen sich die Stadtwerke nicht. „Wir sprechen eine andere Zielgruppe an als Campingplatzbetreiber. Zu uns kommen vor allem Besucher, die lediglich zum Übernachten oder höchstens zwei Tage in Bamberg bleiben und dann mit ihrem Wohnmobil weiterreisen. Touristen, die sich in Bamberg länger aufhalten und vor allem Wohnwagenreisende bevorzugen hingegen den Campingplatz“, erklärt Scheuenstuhl.

 

Bei der Preisgestaltung hat sich der Verkehrsbetrieb an den Gebühren anderer Stellplätze orientiert. Für einen Preis von 12 Euro können Reisende ihr Wohnmobil 24 Stunden lang abstellen, alle Ent- und Versorgungsanlagen nutzen und von dort aus die Stadt erkunden, egal ob sie den knapp zehnminütigen Fußweg wählen oder direkt in den P+R-Shuttle steigen.

 

Stadtwerke Bamberg

Verkehrs- und Park GmbH