Junger Mann auf Waschmaschine, Symbolbild Stromverbrauch

Innovationskraft

Neues EU-Energielabel – Das müssen Sie beachten

Im März 2021 wurde in der ganzen Europäischen Union schrittweise ein neues Energielabel eingeführt. Wie zeigen Ihnen, was sich geändert hat und geben wertvolle Tipps, was Sie bei der neuen Kennzeichnung beachten sollten.

Im März 2021 wurde in der ganzen Europäischen Union schrittweise ein neues Energielabel eingeführt. Wie zeigen Ihnen, was sich geändert hat und geben wertvolle Tipps, was Sie bei der neuen Kennzeichnung beachten sollten.

Mit Sicherheit ist Ihnen das offizielle EU-Energielabel beim Kauf eines Haushaltsgerätes, wie einem Kühlschrank oder einer Spülmaschine, aber auch Lampen schon begegnet. Als Etikett, Aufkleber oder Anhänger findet es sich auf verschiedenen Elektrogeräten sowie Leuchtmittel und teilt Ihnen mit, welcher sogenannten “Energieeffizienklasse” ein Produkt angehört. Dank der Kennzeichnung können Sie schnell einen Überblick über wichtige Produkteigenschaften gewinnen, etwa Strom- oder Wasserverbrauch, aber auch die Lautstärke eines Gerätes. Diese Kennzeichnung wird sich nun ändern.

Junge Frau kocht in moderner Küche – Symbolbild für Nachhaltigkeit durch energieeffizienten Geräte

Warum gibt es ein neues Energielabel?

Besonders in den letzten Jahren haben sich viele Hersteller erfolgreich bemüht, Geräte deutlich stromsparender zu entwickeln. Das hat teilweise bewirkt, dass fast alle Geräte in einer Produktgruppe mittlerweile unter die besten Effizienzklassen fallen. Für Sie als Verbraucher macht das den Vergleich von Geräten entsprechend schwierig.

Abbildung eines deutschen Energielabel – Quelle Wikipedia

Welche Geräte bekommen ein neues Energielabel?

  • Kühl- und Gefrierschränke sowie Weinlagerschränke
  • Spülmaschinen bzw. Geschirrspüler 
  • Waschmaschinen und Trockner 
  • Elektronische Bildschirme wie Fernseher oder Monitore 
  • Beleuchtungen (ab September 2021)
  • weitere Produktgruppen (bis spätestens 2030)

Was ist anders beim neuen Energielabel?

Die alte Kennzeichnung kannte folgende Klassen:

  • A+++
  • A++
  • A+
  • A
  • B
  • D

Die „Plus-Klassen“ entfallen, stattdessen gibt es eine einfache Abstufung von „A“ bis „G“. Ein Problem ist jedoch, dass sich die alten und die neuen Klassen nur bedingt miteinander vergleichen lassen. 

Verbessert wurde auch die Art und Weise der Berechnung und Messungen, nach der ein Produkt einer bestimmten Effizienzklasse zugeordnet wird. Der angegebene Energieverbrauch bildet jetzt besser als zuvor die echte Nutzung von Geräten durch Verbraucher ab. Das bedeutet aber auch: genauso, wie sich alte und neue Effizienzklassen nicht miteinander vergleichen lassen, lässt sich daher auch der angegebene Stromverbrauch von alten und neuen Labels nicht direkt miteinander vergleichen. 

Bei Spülmaschinen werden wegen der neuen Messmethoden zum Beispiel die angegebenen Kilowattstunden deutlich niedriger ausfallen als auf dem alten Label, bei Kühlschränken verhält es sich genau anders herum. 

Warum es zunächst kaum Geräte in den Klassen A oder B geben wird

Energiesparen ist ein so großes Thema wie noch nie zuvor und Geräte werden immer stromsparender konstruiert. 

Bei der Planung des neuen Labels wurde das entsprechend berücksichtigt und “Luft nach oben” gelassen. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Fernseher, der bisher unter “A+++” eingestuft wurde, in den neuen Klassen unter “B” oder gar “C” fallen könnte. Manche Experten erwarten sogar, dass die meisten heutigen “A+++”-Kühlschränke nur noch die neue Klasse C erreichen werden. 

Kurzfristig sollten Sie sich also nicht überraschen lassen, wenn Sie kaum Geräte in den Klassen A oder B finden – diese gibt es schlicht noch nicht. 

Seit wann gilt die neue Regelung?

Seit 19. März finden Sie nur noch die neue Version vor. In Zukunft und bis spätestens 2030 alle weiteren Geräteklassen folgen.

Ab 1. September 2021 gibt es ein neues Label für Lichtquellen

Bei Einführung der Energieeffizienzkennzeichnung mussten zunächst nur Lampen ein Label zur tragen, jetzt sind es alle Lichtquellen – also Lampen, LED-Module und Leuchten, bei denen die Lichtquelle nicht zerstörungsfrei entnommen werden kann.

Auch hier wird die Energieverbrauchskennzeichnung auf die Klassen A bis G gesetzt. Für die Label mit Plus-Zeichen gilt eine Übergangsfristen von 18 Monaten. So lange hat der Handel Zeit zum Umetikettieren. Ab 1. März 2023 müssen dann alle Lichtquellen das neue Label führen. Sie werden also für eine gewisse Zeit noch beide Ausführungen im Handel vorfinden.

Quelle: https://www.licht.de/de/lichtthemen/oekodesign-welche-lichtquellen-bleiben/energielabel-ab-2021/

So ist das Leuchtmittel künftig gekennzeichnet

Licht.de hat beispielhaft eine Verpackung "auseinandergenommen":

Auf der Verpackungsseite, die dem Käufer zugewandt ist, müssen mindestens folgende Informationen ersichtlich sein:

  • Nutzlichtstrom
  • Ähnlichste Farbtemperatur
  • Halbwertswinkel (bei Lichtquellen mit gerichtetem Licht)
  • Angabe zu Sockel- oder Steckverbindung
  • Art der Stromversorgung

Außerdem gibt es weitere Angaben auf der Verpackung:

  • Lebensdauer bei LED, OLED
  • Leistungsaufnahme in Watt
  • Stand-by in Watt
  • Vernetzte Bereitschaft in Watt
  • Farbwiedergabeindex (Ra)
  • Weitere Besonderheiten

Noch mehr Transparenz per QR-Code

Die neuen EU-Labels tragen einen QR-Code, den Sie mit einem Smartphone scannen können. Über ihn gelangen sie zu weiteren (nicht gewerbliche) Produktinformationen wie z. B. Produktvergleiche oder Berechnungen der Amortisationszeit. Sie sollen noch mehr Transparenz über die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit des Produkts schaffen und Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern.

Junge Frau steht am offenen Kühlschrank – Symbolbild für Stromverbrauch

Warum das Energielabel und Stromsparen gerade in Deutschland so wichtig ist

Etwa 80 % aller Verbraucher berücksichtigen bei ihrer Kaufentscheidung das Energielabel. Es ermöglicht einen schnellen, einheitlichen und übersichtlichen Vergleich zwischen mehreren Modellen und Herstellern. Viele Käufer achten mittlerweile darauf, weil sie selbst nachhaltig leben wollen. Besonders die Kombination aus energieeffizienten Geräten, sauberem Öko-Strom und zusätzlichen Energiesparmaßnahmen kann sich für Mensch und Umwelt nachhaltig lohnen! Wir geben Ihnen wichtige Tipps zum Energiesparen und zeigen Ihnen, wie wir zu einer gelungenen Energiewende beitragen.

Anderen Verbrauchern geht es vor allem darum, ihre Stromrechnung so gering wie möglich zu halten. Dies ist auch verständlich, denn mit energieeffizienten Produkten können Sie deutlich bei den jährlichen Stromkosten sparen! Gerade in Deutschland kann sich das finanziell richtig lohnen, da Strom hierzulande wegen hoher Steuern und der EEG-Umlage im europaweiten Vergleich relativ teuer ist. In ganz Europa werden die deutschen Strompreise nur in Dänemark übertroffen.  

Wenn auch Sie sich unnötige Stromkosten ersparen wollen, beraten wir Sie gerne. Mit unserer Energieberatung haben wir schon vielen Kunden dabei geholfen, viel Geld zu sparen.

FAQ zum EU-Energielabel

Das EU-Energielabel findet sich auf verschiedenen Elektrogeräten und gibt unter anderem Auskunft über darüber, welcher “Energieeffizienzklasse” ein Produkt angehört.

Viele Geräte auf dem Markt sind mittlerweile so energieeffizient, dass sie fast ausschließlich unter die höchste Energieeffizienzklasse fallen. Vergleiche sind so kaum mehr möglich. 

Seit 19. März 2021 gibt es bei Haushaltsgeräten wie Kühl- und Gefrierschränke sowie Weinlagerschränke, Spülmaschinen bzw. Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner und elektronische Bildschirme wie Fernseher oder Monitore nur noch die neue Kennzeichnung.

Ab 1. September 2021 (und spätestens bis 1. März 2023) folgt die Umettiketierung von Lichtquellen (Lampen, LED-Module und Leuchten, bei denen die Lichtquelle nicht zerstörungsfrei entnommen werden kann).

Bis spätestens 2030 werden alle relevanten Produktgruppen folgen. 

Die alten Klassen werden ersetzt durch eine Abstufung von “G” (schlechteste Effizienz) bis “A” (beste Effizienz).

Weil solche Produkte bisher kaum auf dem Markt sind. Der Trend zeigt, dass Elektrogeräte immer effizienter werden. Die EU hat also “Luft nach oben” für die kommenden Jahre gelassen. 

80 % der Verbraucher achten auf die Kennzeichnung beim Kauf eines Geräts. Besonders in Deutschland kann ein energieeffizientes Produkt Verbrauchern sehr viel Geld sparen.

Horst Ziegler

Vertriebsleiter

Behält die Energie-Börsenpreise genauso im Blick wie Trends in der Energieversorgung und kümmert sich gemeinsam mit einem breitaufgestellten Experten-Team um die sichere und zuverlässige Energieversorgung der Kunden.