Bundesnetzagentur genehmigt Netznutzungsentgelte für Strom

(vom 06.03.2007)

Die Regierung von Oberfranken hat am 22. Februar 2007 das Stromnetzentgelt der Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH rückwirkend zum 1. Oktober 2006 genehmigt.
Für Tarifkunden ergibt sich eine Senkung um durchschnittlich 17 Prozent für die Netznutzung. Dies entspricht einem Cent pro Kilowattstunde (kWh) und wird an die Tarifkunden weitergegeben. Aufgrund der gegenläufigen Entwicklung bei der Strombeschaffung mit den stark gestiegenen Großhandelspreisen im Jahr 2006 und den Mehrbelastungen aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) wird die Entlastung bei den Kunden zum großen Teil aufgezehrt. So wurde mit der Preisaufsicht vereinbart, dass der Arbeitspreis im Allgemeinen Tarif auf dem Niveau des Jahres 2006 festgeschrieben wird. Lediglich der Grundpreis wurde zum 1. März 2007 um 18 Euro im Jahr gesenkt. Die Abwicklung des Zeitraums vom 1. Oktober 2006 bis 28. Februar 2007 erfolgt durch die Absenkung des Grundpreises für vier Monate. Die neuen Konditionen gelten zunächst bis 30. Juni 2007. „Da bei den Tarifgenehmigungen für 2006 und 2007 die Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite und beim EEG nicht komplett anerkannt wurden, werden wir in den kommenden Monaten überlegen, ob wir unsere Tarifpreise zum 1. Juli 2007 anheben werden" so Klaus Rubach, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg.

„Die Genehmigung auf diesem niedrigen Niveau ist nach unserer Ansicht nicht gerechtfertigt. Wir werden deshalb prüfen, ob wir den Bescheid anfechten, da wir im Regulierungsverfahren deutlich höhere Kosten nachgewiesen haben" so Klaus Rubach weiter. „Da wir uns frühzeitig auf die Vorgaben des neuen Energiewirtschaftsgesetzes und die Forderungen der Bundesnetz­agentur eingestellt haben, werden wir durch interne Restrukturierungsmaßnahmen die Senkung langfristig teilweise auffangen können." so Klaus Rubach weiter.

„Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang nur, dass der Staat sich ergebende Kostensenkungspotentiale über die Erhöhung von Steuern und Abgaben sofort wieder abschöpft. Seit Beginn der Liberalisierung sind mit dem Stromsteuergesetz, dem Erneuerbare Energien Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz drei neue Gesetze verabschiedet worden. Diese schlagen für einen Hauhalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr 2007 mit circa 150 Euro zu Buche. Insgesamt ist der Staatsanteil am Strompreis in den vergangenen Jahren von 25 Prozent auf knapp 45 Prozent angestiegen. Wir werden aber weiter alles daran setzen, unsere Kunden kostengünstig und sicher mit Energie versorgen zu können" so Klaus Rubach abschließend.

Stadtwerke Bamberg

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