Hochbehälter Kunigundenruh wird saniert

(vom 08.03.2007)

„Die Sanierung der Wasserkammer eins des Hochbehälters Kunigundenruh wird Mitte April abgeschlossen sein" freut sich Christoph Jeromin, Sachgebietsleiter in der Wasserversorgung. „Nach 36 Betriebsjahren waren Materialuntersuchungen im Behälter und am Baukörper notwendig" erinnert sich Christoph Jeromin an die Bestandsaufnahme zurück.

Nach eingehenden Materialuntersuchungen durch ein Ingenieurbüro im vergangenen Jahr wurde dem Baukörper an sich eine gute Qualität beschieden. Im Bereich der Folienabdichtungen innerhalb der Wasserkammer war jedoch eine umfangreiche Sanierung angezeigt.
Im ersten Bauabschnitt, der im Oktober 2006 begann, wird die Wasserkammer eins saniert. „Die Fertigstellung der Sanierung im April ist nicht zufällig gewählt" erklärt Christoph Jeromin. „Der Wasserverbrauch steigt im Frühjahr erfahrungsgemäß stark an und somit auch der Spitzenverbrauch an einzelnen Tagen. Wir müssen die Versorgungssicherheit der Stadt jederzeit gewährleisten" so Jeromin weiter und freut sich über die nahe Fertigstellung.
Der zweite Bauabschnitt beginnt im Herbst dieses Jahres und endet im Frühjahr 2008. Dann wird die zweite Wasserkammer saniert.
Bautechnische Gegebenheiten und wirtschaftliche Gründe sprechen dafür, die Wasserkammern mit einer Folienauskleidung abzudichten. Hierfür entstehen den Stadtwerke Kosten von rund 1,4 Millionen Euro.

Der 1968 in Betrieb gegangene Hochbehälter ist am Ostrand der Stadt Bamberg gelegen und hat ein Fassungsvermögen von insgesamt 12.000 Kubikmetern. Er wurde gebaut, um den damaligen Versorgungsengpass zu entzerren. So wurden an verbrauchsreichen Tagen starke Druckabfälle im städtischen Verteilernetz der östlichen Stadtteile festgestellt. Kurzfristige Störungen in den Gewinnungs- und Aufbereitungsanlagen konnten nicht kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund wurde 1967 mit den Arbeiten am Hochbehälter begonnen. Der Behälter ist einer von zehn Trinkwasserbehältern, die für die Versorgung der Stadt Bamberg benötigt werden. Er ist vom Volumen der mit Abstand größte Trinkwasserspeicher in Bamberg. Als Durchlaufbehälter bezieht die Stadt über eine Übergabestation der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) eine Jahresmenge von 1,9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die über den Hochbehälter Kunigundenruh in das Versorgungsnetz der Stadt eingespeist werden. Dieses Fernwasser wird über eine Fernleitung aus dem Donau-Lech Gebiet bei Genderkingen bis nach Bamberg transportiert.

Der Wasserspiegel im Behälter liegt bei circa 310 Meter über Normal-Null und somit rund 70 Meter über dem Versorgungsgebiet. So ist der Speicher über eine Fallleitung mit der Nennweite von 700 Millimetern an das Stadtgebiet angebunden.
„Mit dieser Sanierung wird die Versorgung des Stadtostens mit dem Lebensmittel Nummer eins für die nächsten Jahrzehnte in Qualität und Quantität sichergestellt sein" erklärt jeromin abschließend.

Stadtwerke Bamberg
Energie- und Wasserversorgungs GmbH

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