Bei Anruf - Vertragsabschluss

(vom 02.05.2008)

Stadtwerke Bamberg warnen vor dubiosen Postkarten und Werbeanrufen

Die Werbetaktiken einiger Stromwettbewerber werden immer gewiefter. Kaum noch kann der Stromkunde zwischen Werbung und seriösen Anschreiben des eigenen Stromanbieters unterscheiden. So nutzen immer mehr Anbieter die Tatsache aus, dass ein Vertrag auch mündlich am Telefon geschlossen werden kann. Ein leichtfertiger Rückruf unter einer Servicenummer endet daher schnell mit dem unbeabsichtigten Abschluss eines neuen Stromliefervertrages. Die Stadtwerke Bamberg warnen daher vor unseriösen Postwurfsendungen und Rückrufaufforderungen.

Schon Anfang dieses Jahres warnten die Stadtwerke und andere Energiedienstleister vor dubiosen Preisausschreiben der „Energie-Umfrage-Gewinnzentrale" aus Lohne. „Wir bekommen immer wieder Anrufe von verärgerten Kunden, die bei einem Gewinnspiel teilgenommen haben. Die Aufmachung der Gewinnspielkarte verleitet zu der Annahme, es handele sich um ein seriöses Gewinnspiel aus unserem Haus. Das ist ein großes Ärgernis für die Kunden und uns", empört sich Jürgen Düthorn, Sachgebietsleiter Vertrieb bei den Stadtwerken Bamberg. Die Teilnehmer erhalten eine Gewinnbenachrichtigung mit einer Einladung zur offiziellen Gewinnübergabe. Dabei handelt es sich jedoch laut Erfahrungsbericht um eine Verkaufsveranstaltung. „Wir haben nichts mit diesen Gewinnspielen zu tun und distanzieren uns ausdrücklich von dieser Aktion. Gewinnspiele und Gewinnbenachrichtigungen der Stadtwerke Bamberg tragen immer das STWB-Logo und die vollständige Adresse und einen Ansprechpartner für Rückfragen", erklärt Düthorn.

Andere Kunden der Stadtwerke Bamberg berichten von telefonischen Rückrufaufforderungen und seriös wirkenden Postkarten in ihren Briefkästen. Dabei werden sie aufgefordert, sich unter einer kostenlosen Rufnummer wegen einer wichtigen Informationen zu ihrem Strom-Anschluss zu melden. Wer dort anruft, landet aber nicht bei dem eigenen Stromanbieter, sondern bei einem Callcenter, das für einen günstigen Stromtarif wirbt. Wer sich auf das Gespräch einlässt, hat schnell und unbemerkt einen Stromvertrag abgeschlossen. Das Einverständnis holt sich der Wettbewerber mit dem Versprechen, dass der angebotene Tarif garantiert günstiger ist als der des eigenen Stromanbieters. Düthorn rät den Verbrauchern deshalb: „Der Gefahr entgeht man am einfachsten, indem man sich erst gar nicht auf das Gespräch einlässt. Auf jeden Fall sollte man aber auf Angaben zu Adresse und Kontodaten verzichten. Handelt es sich um einen seriösen Anbieter, wird er gerne ein Angebot in schriftlicher Form vorlegen. Darauf sollte man immer bestehen." Denn nur die wenigsten wissen, dass man auch am Telefon rechtskräftige Verträge abschließen kann. Überschreitet der Vertrag einen Wert von 200 Euro, kann der Vertragspartner innerhalb von 14 Tagen schriftlich Widerspruch einlegen. Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Bamberg in der Theatergasse 4 unterstützt Betroffene beim Verfassen geeigneter Widersprüche und hilft bei rechtlichen Fragen.

„Generell gilt bei jedem Anbieterwechsel: Bevor Sie sich dazu entschließen, den Energiedienstleister zu wechseln, sollten Sie die Konditionen und Tarife verschiedener Anbieter genau prüfen und vergleichen", rät Düthorn. Dafür ist auch ein Blick ins Internet sinnvoll. Auf www.energieverbraucherportal.de werden die Angebote der günstigsten Versorger gegenübergestellt. Dort wird vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis unter die Lupe genommen. In die Bewertung fließen neben dem Strompreis auch das Engagement des Versorgers für die Region, die Umwelt und soziale Projekte sowie Serviceleistungen vor Ort in die Bewertung ein.

Stadtwerke Bamberg
Energie- und Wasserversorgung GmbH

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