Europaweit einzigartig - Hallenbad Bambados wird Passivhaus

(vom 01.08.2008)

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat in seiner gestrigen Sitzung zwei wichtige Weichen für das neue Hallenbad am Volkspark gestellt.

Mit dem Beschluss, das Hallenbad in Passivhausbauweise zu bauen, gehen die Stadtwerke neue Wege und setzen konsequent die Planungsvorgabe „ökologisch" um. Der Passivhausstandart beim Hallenbad reduziert den Energieverlust über die Gebäudehülle um circa 49%. In enger Zusammenarbeit mit dem Passiv Haus Institut (PHI) in Darmstadt entwickelten die Stadtwerke die Grundlagen für dieses Planungskonzept.
Die wesentlichen Unterschiede gegenüber einem Hallenbad in Standart-Bauweise liegen zum einen in der dichteren und gedämmteren Gebäudehülle. Zum anderen helfen unterschiedlich temperierte Badzonen (Zwiebelschalensystem) und ein gesteuertes Luftaustauschsystem, Wärmeenergie einzusparen.
Darüber hinaus verringern Schleusen zwischen den Bad-Bereichen und dem Außenbereich den Wärmeverlust. Abgesehen von der Süd-Seite werden bei der Fassade transparente Flächen auf ein nutzungsverträgliches Mindestmaß reduziert. Je nach Sonneneinstrahlung hemmt in den Sommermonaten ein stabiles Sonnen-Schutzsystem das Gebäude gegen Überhitzung. In den Wintermonaten dagegen wird aufgrund des niedrigeren Sonnenstandes der Wärmeeintrag durch die Sonne genutzt.

Elementar ist das Vermeiden von Kondenswasser. Zur Verringerung der Wasserverdunstung werden die Wasserflächen im Nachtbetrieb mittels Planen und Hochfahrens des Hubbodens abgedeckt. Ebenso werden nachts die Ablaufrinnen sowie das Planschbecken entleert. Zusätzlich entstehendes Kondenswasser im Schwimmerbeckenbereich wird über spezielle kaltwasserdurchströmte Metallwandplatten aufgefangen und dem Beckenkreislauf wieder zugeführt.

Die Passivhausbausweise ist jedoch nur ein Bestandteil des gesamten Ökologiekonzeptes vom Hallenbad. Zusätzlich wird die Abwärme des eingesetzten Blockheizkraftwerkes zum Beheizen der Raumluft und der Becken genutzt. Durch den Einsatz von Energiesparleuchten, optimierten Pumpen, mit reduzierten Umwälzleistungen in den Filtrationsanlagen und spezielle Lüftungsventilatoren werden die Stromkosten verringert. Eine geplante Photovoltaikanlage auf einer Teilfläche des Daches soll Strom in das städtische Netz einspeisen.

Neben diesem Beschluss haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrates in der Namensfrage für den Vorschlag „Bambados" entschieden. Zur Auswahl standen nach dem Internet-Voting die Namen: Bamare, Domreiterbad und Bambados. Die Entscheidung entspricht dem Votum der Stadtrats-Empfehlung vom 25. Juni.

Stadtwerke Bamberg
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