Neue Ausrüstung der Stadtbusse und Haltestellen macht Bus fahren schneller, komfortabler und informativer

(vom 08.08.2008)

Wer oft mit dem Bus unterwegs ist, dem sind die Neuheiten an den Bushaltestellen sicher schon ins Auge gefallen. Neue Haltestellenschilder und Fahrpläne geben seit kurzer Zeit Auskunft über die Buslinien, deren Richtung und Abfahrtzeiten. Auffällige Stelen mit Digitalanzeigen werden bald an wichtigen Haltestellen, wie beispielsweise den Umsteigepunkten, folgen. Die Veränderungen, die zur Busbeschleunigung notwendig sind, werden voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Funktionalität und den Informationsgehalt der Haltestellenausstattung sowie den Fahrkomfort für die Fahrgäste zu erhöhen, ist Ziel aller Maßnahmen.

Die neuen Fahrpläne hängen seit nunmehr Dezember 2006 im A3-Querformat an allen Haltestellen. Sie sind wesentlich besser lesbar und enthalten mehr Informationen als ihre Vorgänger. Vor allem ortsfremde und ältere Menschen können sich nun im Stadtbusnetz leichter orientieren. In den vergangenen Wochen wurden bereits die ersten Haltestellenschilder ausgetauscht. Bis Ende September sollen alle Haltestellen im Bamberger Stadtgebiet mit der neuen Ausrüstung bestückt sein. „Diese Maßnahmen ergreifen wir nicht, um die Haltestellen zu verschönern, sondern um unseren Kunden die Orientierung vor Ort noch leichter zu machen", erläutert Peter Scheuenstuhl, Leiter des Verkehrsbetriebes bei den Stadtwerken Bamberg.

Dynamische Fahrgastinformation
An wichtigen Haltestellen - wie am Bahnhof, im Bereich der Fußgängerzone oder am ZOB - werden bis Ende des Jahres 2008 so genannte dynamische Fahrgastinformationsanzeiger (DFI) angebracht. Diese besitzen eine digitale Anzeige, die über die Abfahrtszeit des nächsten Busses sowie eventuelle Verspätungen informiert. Die erforderlichen Informationen und Daten erhalten die Anzeiger aus dem Betriebsleitsystem der Verkehrsbetriebe. Am ZOB werden künftig die tatsächlichen Abfahrtszeiten auf einer 18-zeiligen Tafel abzulesen sein.

„Die Fahrgäste werden durch die Umstellung von der statischen zur dynamischen Anzeige deutlich besser und aktueller informiert - und das sogar bei Reisen über die Stadtgrenze hinaus", kommentiert Scheuenstuhl die Veränderungen. Das neue Betriebsleitsystem ITCS sorgt bei solchen Reisen frühzeitig für Auskunft über Verspätungen, indem es Informationen in Echtzeit an einen Zentralrechner weiterleitet. Bamberg nimmt für die Umsetzung dieses Vorhaben am bayernweiten Informationssystem DEFAS („Durchgängiges Elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungssystem) teil, das sich gerade im Aufbau befindet. Auf einem Internetportal kann sich der Fahrgast über die tatsächliche Fahrzeit informieren und sich gegebenenfalls eine Alternativroute berechnen lassen. Voraussichtlich 2010 sollen die Fahrgäste die aktuellen Abfahrtzeiten auch über das Internet oder Handy abrufen können. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Umsetzungszeitpunkt des bayernweiten Informationssystems DEFAS ab.

Busbeschleunigung
„Pünktlich wie der Stadtbus" - so könnte die neue Definition der Pünktlichkeit heißen. Unter dem Stichwort Busbeschleunigung verbirgt sich eine Ampelvorrangschaltung für Busse. Damit greifen die Busse gezielt für eine längere Grünphase oder die Umschaltung auf Grün in die Steuerung der Lichtsignalanlagen ein. So gelangen die Busgäste nicht nur schneller, sondern auch entspannter zu ihrem Ziel. Grund: Die Busfahrer müssen nicht ständig bremsen und anfahren, sondern kommen wesentlich flüssiger durch den Verkehr.
Die Stadtbusse werden dafür mit einem modernen Bordrechner ausgestattet, der den Ampelanlagen bei Anfahrt an die Kreuzung ein Zeichen gibt. Bereits in den letzten Monaten wurde mit der Aufrüstung der Steuergeräte der Signalanlagen begonnen, damit diese die Signale der Busse empfangen und nach Möglichkeit auf „Grün" schalten können.

Sicherheit
Die sich im Aufbau befindende Betriebsleitzentrale der Verkehrsbetriebe sorgt für den Kontakt zu den Stadtbussen. So hat die Zentrale die Stadtbusse auf ihrer Route ständig im Auge und erkennt, ob sich der Bus zur richtigen Zeit am richtigen Ort befindet. Bei Unstimmigkeiten können schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Betriebsfunk
Da die Stadtbusse beweglich sind, können sie für die Kommunikation nicht über ein Kabelsystem angebunden werden. Ein neues Funksystem ist daher wesentliche Voraussetzung für den reibungslosen Informationsaustausch zwischen Stadtbus, Leitstelle, Ampeln und dynamischen Fahrgastinformationssäulen. Dafür werden drei alte Funkanlagen der Stadtwerke durch eine neue Funkanlage ersetzt, die unter anderem eine größere Flächenabdeckung besitzt und derzeitige Funklücken in einigen, vom Stadtbusnetz erschlossenen Gemeinden schließt. Die Bautätigkeiten für diesen Betriebsfunk werden Mitte August mit den Austausch bzw. Neubau von Funkantennen beginnen.

Auch für eine sichere Energieversorgung ist die Erneuerung der Funkanlagen unerlässlich. Der Betriebsfunk wird nicht von der Öffentlichkeit, sondern von den Stadtwerken genutzt, und ist unerlässlich, um insbesondere bei Stromausfall die Serviceeinheiten der Stadtwerke zu koordinieren.

Stadtwerke Bamberg
Verkehrs- und Park GmbH

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