Stadtwerke Bamberg machen sich fit für die Zukunft

(vom 17.12.2008)

„Unser 10-jähriges Jubiläum der GmbHs haben wir nicht nur genutzt, um einen Rückblick zu wagen. Es gibt uns auch Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und Konsequenzen für die Zukunft auszuloten", so das Fazit des Stadtwerke-Geschäftsführers Klaus Rubach. Das Jahr 2009 werde viele Neuerungen bringen, die das Selbstverständnis der Stadtwerke als Energiedienstleister vor Ort noch deutlicher in die Öffentlichkeit tragen. „Gleichzeitig müssen wir auf die Folgen der im Januar 2009 beginnenden Anreizregulierung reagieren und uns wandeln, um weiterhin leistungsfähig zu bleiben", so Rubach weiter.

Das Jahr 2008 stand für die Stadtwerke unter keinem guten Stern. Brände und ein Wasserrohrbruch führten zu Stromausfällen, Wasserengpässen und Verkehrsbehinderungen. Schnelles Reaktionsvermögen war gefragt, um die Versorgung der Bürger schnellstmöglich wieder herzustellen. Das Jahr stand jedoch auch im Zeichen des Klima- und Umweltschutzes und der kontinuierlichen Serviceverbesserung. Ökologisches und wirtschaftliches Handeln zu verbinden, bleibt nach Aussage Rubachs auch bei künftigen Maßnahmen oberste Maßgabe. Gleichzeitig wollen die Stadtwerke ihre Dienstleistungen künftig noch attraktiver gestalten. Darunter fallen unter anderem die Modernisierung des ÖPNV- und Parkangebots, die Sanierung des Freibades in Gaustadt aber auch die Einstellung eines Energieberaters. Ihr soziales und ökologisches Engagement haben die Stadtwerke unter anderem durch die Förderung der Schulwegsicherheit sowie den Ausbau von regenerativen Energien bewiesen.

Umbau des ZOB und Maßnahmen zur Busbeschleunigung kommen voran
„Pünktlicher, schneller und komfortabler sollen die Kunden an ihr Ziel kommen", kommentiert Peter Scheuenstuhl, Leiter des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke Bamberg, die geplanten Veränderungen. Ins Auge wird dabei vor allem der Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) fallen. Künftig werden mitten auf dem ZOB die Abfahrtszeiten in Echtzeit auf großen Anzeigern dargestellt. Neue Sitzgelegenheiten machen den Aufenthalt am ZOB noch angenehmer. Aber nicht nur der ZOB soll moderner und funktionaler werden. Die Stadtwerke haben bereits seit Mitte dieses Jahres begonnen, die Schilder an vielen Haltestellen zu erneuern. Weitere Maßnahmen zur Busbeschleunigung, wie die Vorrangschaltung an Ampeln, werden im kommenden Jahr durchgeführt.
„Die Stadtwerke nutzen jede Gelegenheit, um Kosten zu sparen und trotzdem Service auf hohem Niveau anzubieten", so Scheuenstuhl. In diesem Sinne ist auch die Regelung für die Fahrten mit den Stadtbussen zu verstehen, die seit Oktober dieses Jahres gilt. Seitdem müssen die Fahrgäste vorne einsteigen und den Fahrschein vorzeigen. „Wir haben bereits eine deutliche Verminderung der Schwarzfahrerzahlen festgestellt", freut sich Scheuenstuhl. So können die Einnahmen zur Finanzierung des ÖPNV-Angebots langfristig gesichert werden. Daher konnten die Tariferhöhungen im Busverkehr in einem verträglichen Rahmen gehalten werden. „Um das Betriebskostendefizit im ÖPNV in Grenzen zu halten, kann eine Erhöhung der Fahrkartenpreise um durchschnittlich fünf Prozent jedoch nicht vermieden werden. Denn auch uns trifft die starke Verteuerung der Treibstoffkosten (trotz derzeit fallender Rohstoffpreise) und Instandhaltungskosten. Weiterhin rechnen wir durch die Tarifverhandlungen im kommenden Jahr mit einer Steigerung der Personalkosten", bedauert Scheuenstuhl.
Trotzdem sei Bus fahren sowohl in umwelt- als auch preistechnischer Hinsicht günstiger als mit dem Auto. „Jährlich legen die Stadtbusse circa 2,5 Millionen Kilometer zurück, die dabei 1,1 Millionen Liter Diesel verbrauchen. Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 16 Personen ergibt sich ein durchschnittlicher pro Kopf-Verbrauch von 2,75 Liter pro 100 Kilometer. Ein Auto verbraucht mindestens das Doppelte. Genauso günstig ist die CO2-Bilanz: Mit 56 Gramm pro Kilometer und Person schneidet der Stadtbus sehr viel besser ab als der PKW mit 148 Gramm pro Kilometer und Person", gibt Scheuenstuhl zu bedenken.

Schulwegsicherheit fördern
Seit diesem Jahr engagieren sich die Stadtwerke für mehr Schulwegsicherheit. Dazu suchen sie die Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei, der Kreisverkehrswacht und dem ADAC Nordbayern. Symbolisch wurde zu Schulbeginn ein Stadtbus gestaltet. „Kommendes Jahr werden wir eine gemeinsame Broschüre mit allen Angeboten der Partner herausgeben und für die Schülerinnen und Schüler einen Verkehrstrainingstag veranstalten", verrät Katarina Weidner, Sachgebietsleiterin Marketing bei den Stadtwerken Bamberg.
Für die Schülerinnen und Schüler aus dem Annaviertel haben die Stadtwerke eine neue Bushaltestelle eingerichtet. Scheuenstuhl erklärt diese Maßnahme: „Dadurch kommen die Schüler noch sicherer und direkter zur Trimberg- und Wunderburgschule."

Freibad Gaustadt in frischen Farben
Seit Herbst 2007 sanieren die Stadtwerke das Freibad Gaustadt. Nachdem im Frühjahr dieses Jahres der erste Bauabschnitt abgeschlossen wurde, werden im Winter die Becken saniert. Sofern es keinen Dauerfrost gibt, werden zur Eröffnung der Freibadesaison im kommenden Mai die Bauarbeiten komplett abgeschlossen werden. „Kundenfreundlich, funktional, modern und doch mit Charme" das waren die Anforderungen an das Familienbad am Michelsberger Wald. Nach Meinung der Badegäste erfüllt das Bad nach den Umbauarbeiten der Umkleiden, Sanitäranlagen und des Eingangs diese Kriterien. „Das gleiche hoffen wir auch mit dem zweiten Bauabschnitt zu erreichen", so Christoph Jeromin, Sachgebietsleiter Bäder bei den Stadtwerken Bamberg. „Neben den Investitionen für die Sanierung des Freibades, werden auch wir mit steigenden Energiekosten konfrontiert. Eine moderate Anhebung der Eintrittspreise in allen Bädern ist daher unumgänglich", so Christoph Jeromin. So erhöht sich beispielsweise der Preis für den Einzeleintritt in das Freibad Gaustadt zum 1. Januar von 2,10 Euro auf 2,70 Euro. Eine Einzelkarte für das Hallenbad kostet statt 2,10 Euro ab kommendem Jahr 2,20 Euro. „Damit gehören wir immer noch zu einem der günstigsten Bäderbetreiber in der Region. Auch geben wir nicht die kompletten Mehrkosten an unsere Kunden weiter, sondern achten darauf, dass Badespaß zu fairen Preisen für jeden möglich bleibt", versichert Jeromin.

Tiefgarage Zentrum Nord/Georgendamm nach Sanierung vollständig geöffnet
Zentrumsnahes und kostengünstiges Parken ist gerade in der Adventszeit ein wichtiger Standortfaktor für Städte. Nachdem 2005 und 2006 das Parkhaus Zentrum Süd saniert und modernisiert wurde, konnten die Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage Zentrum Nord/Georgendamm fristgerecht im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden. „Neben bautechnischen Veränderungen spielen Funktionalität und Kundenfreundlichkeit bei den Sanierungsarbeiten aller Parkhäuser eine große Rolle. Gleichzeitig wollen wir die Erreichbarkeit der Innenstadt sichern und stellen unseren Parkraum mit 3048 Plätzen daher auch im kommenden Jahr zu gleich bleibend günstigen Preisen zur Verfügung", erklärt Scheuenstuhl.

Wasser zu fairen Preisen
Die zuverlässige und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung der Kunden ist eines der besonders wichtigen Anliegen der Stadtwerke Bamberg. Dazu muss der Energieversorger seine Brunnen und Hochbehälter ständig kontrollieren und überholen. Die 103 oberflächennahen Brunnen mit Tiefen von bis zu zwölf Metern werden fortlaufend regeneriert. Wichtiges Sanierungsprojekt des vergangenen und laufenden Jahres war die Auskleidung der beiden Wasserkammern des Hochbehälters Kunigundenruh mit effizienten und Kosten sparenden Folien. Im April dieses Jahres haben die Stadtwerke die zweite Wasserkammer des Hochbehälters nach der kompletten Sanierung in Betrieb genommen. Die Kosten für die Auskleidung der beiden Wasserkammern mit einer Folie beliefen sich auf insgesamt 1,4 Millionen Euro. „Auch wir können uns von den steigenden Strompreisen nicht abkoppeln, deshalb müssen wir für unseren eigenen Bedarf mit deutlich höheren Kosten kalkulieren. Die Anlagen der Wasserversorgung benötigen sehr viel Energie. Für unsere Wasserwerke und Pumpen brauchen wir circa 2,8 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Hinzu kommen Preissteigerungen in anderen Betriebsbereichen, die wir ebenfalls nicht allein tragen können", erklärt Jeromin die Preiserhöhung. Die Wasserpreise werden daher ab 1. Januar von 1,55 Euro auf 1,71 Euro je Kubikmeter erhöht. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 150 m3 bedeutet die Erhöhung um 16 Cent Mehrkosten von 24 Euro pro Jahr. Jeromin gibt zu bedenken, dass in anderen Städten Oberfrankens die Kunden sehr viel tiefer in die Tasche greifen müssten. Auch nach der Preisanpassung seien die Stadtwerke Bamberg einer der günstigeren Anbieter.

Ökologisches Bewusstsein stärken
Seit fast einem Jahr bieten die Stadtwerke ihren Kunden das Ökostromprodukt BestNatur als Alternative zum herkömmlichen Strom. „Die Resonanz ist gut. Wir freuen uns, dass trotz der steigenden Energiekosten viele Bürger bereit sind, für CO2-freien Strom aus Wasserkraft mehr zu zahlen", so Horst Ziegler, Abteilungsleiter Vertrieb und Marketing bei den Stadtwerken Bamberg. Die Stadtwerke betätigen sich selbst als „Sonnenstromer". Auf dem Dach des Nebengebäudes am Margaretendamm wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Geplant ist eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach des von den Stadtwerken betriebenen Heizwerks der Bamberger US-Garnison.
Im Herbst dieses Jahres haben die Stadtwerke einen Energieberater eingestellt. Dieser berät Kunden über Energieeinsparmöglichkeiten, nimmt Energiemessungen und -analysen vor Ort vor, gibt Informationen über Fördermöglichkeiten und erstellt Energieausweise. Auch bieten die Stadtwerke günstige Thermographie-Aufnahmen von Immobilien. Dabei werden energetische Schwachstellen aufgedeckt.
Seit 2006 haben die Stadtwerke 125 Besitzer erdgasbetriebener Fahrzeugen gefördert. Auch in Zukunft wollen die Stadtwerke umweltfreundliches Fahren belohnen. Sie fördern deshalb ab 1. Januar nicht nur Neufahrzeuge, sondern auch den Kauf eines gebrauchten Erdgasautos sowie die Umrüstung auf Erdgasantrieb mit Tankgutscheinen im Wert von 40 Euro. Ihren eigenen Fuhrpark stellen die Stadtwerke ebenfalls nach und nach auf Erdgasfahrzeuge um. Mittlerweile befinden sich 16 Erdgasautos im Besitz der Stadtwerke.

STWB Stadtwerke Bamberg GmbH

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