Stadtwerke verbessern ÖPNV-Angebot

(vom 28.01.2008)

Zum 1. Februar verbessern die Stadtwerke Bamberg das ÖPNV-Angebot und schließen Angebotslücken. Die Änderungen auf einen Blick:

Auf der Linie 18 wird zusätzlich ein Anruf-Linien-Taxi (ALT) eingesetzt. Montags bis freitags fährt ein ALT um 18.55 Uhr ab Bug bis Klinikum. Kunden haben dann eine Weiterfahrts-möglichkeit mit der Linie 18 ab Klinikum und können so Veranstaltungen in der Innenstadt besser erreichen.

Auf der Linie 18 richten die Stadtwerke zusätzliche Haltestellen in der Waizendorfer Straße auf Höhe des REWE-Markts ein. Derzeitige Bedarfshaltestellen werden fest installiert („Buger Straße"). Damit bieten die Verkehrsbetriebe eine zusätzliche Möglichkeit zur Anbindung des Stadtteils Südwest mit einem Umsteigevorgang an der neuen Haltestelle. Wie funktioniert das? Jede zweite ab ZOB angebotene Fahrt der Linie 18 fährt nicht über Südwest sondern direkt über Klinikum nach Bug. Dadurch wird Südwest im 30-Minuten-Takt angebunden. Fährt der Bürger aus Südwest mit dem Buger Bus, so kann er an der Haltestelle Hohes Kreuz aussteigen, und zur neuen Haltestelle Buger Straße um die Ecke gehen. Dort kommt der Bus an, der vom Klinikum über Südwest zum ZOB fährt und damit eine Weiterfahrtmöglichkeit anbietet. Die Wartezeit an der Haltestelle Buger Straße beträgt 2 Minuten.

Darüber hinaus wird mit der neuen Haltestelle eine Anbindung von Südwest an die dortigen Einkaufsmöglichkeiten ermöglicht

In Südwest wird eine zusätzliche Vorverkaufsstelle am Babenberger Ring bei 3-2-1 Schreib-waren eingerichtet.

In Gaustadt installieren die Verkehrsbetriebe die bisherigen Bedarfshaltestellen auf der derzeitigen Umleitungsstrecke über die Breitäckerstraße fest. Die neuen Haltestellen Friedhof Gaustadt (in der Breitäckerstraße) und Krötleinstraße (in der Rothofer Straße) werden aufgrund der Baumaßnahme zur Hochwasserfreilegung in Gaustadt bis Ende 2009 eingerichtet. Die Busse verkehren über die Breitäckerstraße. Dieses Angebot verbessert den Busverkehr für die Buskunden in Gaustadt, die im Bereich Steinberg, Am Eicchorn wohnen und bisher bis zur Haltestelle Rothofer Straße gehen mussten .

„Zur weiteren Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs erneuern wir die Haltestellenausrüstung. Bereits im Dezember 2006 haben wir mit Einführung der neuen Aushangsfahrpläne im A3-Querformat mit besserer Kundeninformation begonnen. Das führen wir jetzt in diesem Jahr mit der Erneuerung der Haltestellenschilder und dem Aufstellen von Haltestellenstelen an wichtigen Systemhaltestellen im Innenstadtbereich konsequent weitert" erklärt Peter Scheuenstuhl, Leiter der Bamberger Verkehrsbetriebe.

Das bessere kenntlich machen der Haltestellen und der wesentlich höhere Informationsgehalt verbessern den Zugang zum ÖPNV in Bamberg, so Scheuenstuhl. Die komplette Umsetzung der Maßnahme ist bis Ende des zweiten Quartals 2008 geplant.

Ergänzt wird diese Aktion im Laufe des Jahres durch das Aufstellen von Dynamischen Fahrgastinformationsanzeigern.

So zeichnen sich die Stadtwerke Bamberg laut Scheuenstuhl im öffentlichen Personennahverkehr im Vergleich zu Städten ähnlicher Größe mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis aus. Und das werde trotz der für den 1. Februar geplanten Preisanpassung (nach drei Jahren Preisstabilität) so bleiben. Aufgrund der in den letzten Monaten stark gestiegenen Treibstoffkosten könne das Betriebskostendefizit im ÖPNV nur mit einer Erhöhung der Tarife um durchschnittlich fünf Prozent im Rahmen gehalten werden. Für die jährlich zurückgelegten rund 2,5 Millionen Kilometer benötigen die Busse der Stadtwerke etwa 1,25 Millionen Liter Diesel. Der Preis dafür ist in diesem Jahr von 900.000 Euro auf momentan 1,1 Millionen Euro geklettert und ein Ende der Entwicklung sei nicht abzusehen, so Scheuenstuhl. Durch die Tarifanpassung erwartet der Verkehrsbetrieb zusätzliche Einnahmen in Höhe von 150.000 Euro, „mit denen sich die Mehrkosten bei der Beschaffung teilweise ausgleichen lassen".

Neben den stark gestiegenen Kosten für Diesel mussten die Stadtwerke auch den Wegfall der Fördermittel für die Verkehrsgemeinschaft Bamberg (VGB) in Höhe von ca. 145.000 Euro ab dem Jahre 2004 verkraften. Mit diesen Mitteln war zuvor der kostenlose Umstieg von Regionalbussen aus dem Landkreis auf die Linien der Stadtbusse finanziert worden. Um die Verkehrssituation in Bamberg nicht zu verschärfen, „ersetzten wir die seit 2004 gestrichenen Fördergelder aus eigenen Mitteln", sag Scheuenstuhl. Ebenfalls ausgesetzt wurden die Investitionsfördermittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für die Anschaffung neuer Busse in den Jahren 2008 und 2009 - mit Folgen für die Stadtwerke, denn im kommenden Jahr müssen laut Scheuenstuhl zwei hauptsächlich auf der Linie 10 fahrende Midibusse ausgetauscht werden, was etwa 400.000 Euro kosten wird. Bisher seien bei der Busbeschaffung ca. 50 Prozent der Kaufsumme durch GVFG-Fördermittel gedeckt gewesen, nun jedoch „wird der volle Kaufpreis von uns aufzubringen sein".

„Die Stadt Bamberg leistet seit Jahren mit dem umfassenden und kostengünstigen ÖPNV-Angebot der Stadtwerke einen herausragenden Beitrag zur Reduzierung des Individualverkehrs in der Innenstadt", verwies Scheuenstuhl auf die Förderung der Lebensqualität durch die Stadtbusse. Aus gutem Grund wollen die Stadtwerke daher künftig Zeit- und Mehrfachkartenbenutzer noch stärker belohnen, indem Bartarife und Monatsfahrkarten beim Kauf am Automaten rabattiert werden. Eine Mehrfartenkarte für Erwachsene ist dann 10 Cent günstiger als beim Kauf im Kundencenter. „Damit erleichtern wir den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel", begründet Scheuenstuhl die Entscheidung. An allen Verkaufsautomaten können Kunden mit Münzgeld und Geldwertkarte bezahlen. Am ZOB, am Bahnhof und in der Kloster-Banz-Straße besteht zusätzlich die Möglichkeit, den Betrag mit Scheinen zu begleichen.

Stadtwerke Bamberg
Verkehrs- und Park GmbH

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