Vorne-Einsteigen wird ab 1. Oktober zur Regel bei Fahrten mit den Stadtbussen

(vom 25.09.2008)

Ab 1. Oktober heißt es in allen Stadtbussen der Stadtwerke Bamberg: „Bitte beim Fahrer einsteigen und den Fahrschein vorzeigen!" Damit wollen die Stadtwerke etwas gegen Schwarzfahrer unternehmen und die Einnahmen sichern. Die Fahrgeldeinnahmen sind ein elementarer Bestandteil zur Finanzierung des ÖPNV-Angebotes, das in Bamberg anerkannt hoch ist.

Peter Scheuenstuhl, Leiter des Verkehrsbetriebes Bamberg erklärt: "Wir haben festgestellt, dass rund 98 Prozent der Kunden einen Fahrschein kaufen - der Rest fährt auf Kosten der ehrlichen Fahrgäste. Dies führt zu Einnahmeausfällen von jährlich circa 200.000 Euro, die wiederum von zahlenden Kunden aufgebracht werden müssen". Eine umfassende Fahrscheinkontrolle sei nur möglich, wenn alle Fahrgäste vorne einsteigen. So können die ehrlichen Stadtbusnutzer von den Schwarzfahrern unterschieden werden.

Andere Städte, wie Nürnberg oder Erlangen, in denen die Regelung bereits seit ein paar Jahren besteht, haben positive Erfahrungen damit gemacht. Die Hemmschwelle ohne oder mit ungültigem Fahrschein Bus zu fahren, ist dort deutlich gestiegen. Bei Fahrten nach 20 Uhr müssen die Fahrgäste der Bamberger Stadtbusse bereits seit längerem vorne einsteigen und den Fahrschein unaufgefordert zeigen. Nach Auskünften der Stadtwerke sind die Einnahmen seit der Einführung spürbar gestiegen.

Befürchtungen, dass die Pünktlichkeit darunter leide, tritt Scheuenstuhl entgegen: „In anderen Städten hat sich gezeigt, dass es kaum Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg gibt. Im Gegenteil: Dadurch, dass der Einstieg generell nur vorne erlaubt ist, der Ausstieg hinten erfolgt, wird das Zusteigen bequemer." Außerdem, so versichert Scheuenstuhl, werden bei großem Andrang oder absehbarer Verspätung auch die hinteren Türen zum Zusteigen geöffnet. Ausnahmen der neuen Regel werden auch bei starkem Regen und für Fahrgäste mit Kinderwagen, sperrigem Gepäck, Rollstuhl oder Gehhilfe gemacht. „Wir wollen die neue Regelung so flexibel wie möglich handhaben und die Fahrgäste damit nicht verärgern."

Stadtwerke Bamberg
Verkehrs- und Park GmbH

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