Contracting Award für die außergewöhnliche Steigerung der Energieeffizienz und Umweltentlastung im Klinikum am Bruderwald in Bamberg

(vom 14.05.2009)

Internet Contracting Award 2008

Umweltfreundliches und wirtschaftliches Handeln schließen sich schon lange nicht mehr aus. Durch langfristige Einsparverträge, beispielsweise in Form eines Energie-Einsparcontractings, profitieren nicht nur die Vertragspartner, sondern auch die Umwelt. Denn je effizienter die Energie genutzt wird, desto weniger Kosten entstehen und desto mehr wertvolle Ressourcen werden geschützt. Um umfangreiche Maßnahmen im Klinikum am Bruderwald für langfristige Energieeinsparungen zu realisieren, haben die Stadtwerke Bamberg mit der Sozialstiftung Bamberg 2006 einen Erfolgsgarantievertrag geschlossen. Die festgelegten Einsparvorgaben wurden bereits im ersten Betriebsjahr nach Umsetzung der Energieeffizienz steigernden Maßnahmen zu fast 100 Prozent erfüllt. Für die Planung, Projektierung und Umsetzung der energiesparenden Maßnahmen wurde Hochtief Energy Management jetzt mit dem Contracting Award ausgezeichnet.

„Wir arbeiten stets daran, unseren Kunden innovative und umweltfreundliche Lösungen zu bieten. Dazu suchen wir uns qualifizierte Partner wie die Hochtief Energy Management GmbH. Wir freuen uns, dass dieser jetzt mit dem „Oscar" der Branche, dem Contracting Award 2008, ausgezeichnet wurde. Damit würdigt eine unabhängige Jury die Maßnahmen zu Steigerung der Energie-Effizienz im Klinikum am Bruderwald. Gleichzeitig bestätigt diese Auszeichnung auch uns in unserer Arbeit", so Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. Die Jury lobte vor allem das umfassende und übergreifende Konzept der realisierten Verbesserungsmaßnahmen, die kurze Umsetzungszeit und die hohe CO2-Reduzierung. Verliehen wurde der Preis durch den Energieeffizienz-Verband AGFW, der BVT Holding, der Deutschen Energie-Agentur dena und dem Verlag Energie & Management. Die Auszeichnung wurde am 2. April 2009 im Rahmen der AGFW-Mitgliederversammlung in Leipzig überreicht.

Ziel des Vertrages zur Energieeinsparung und der darin enthaltenen Maßnahmen ist es, durch gezielte Sanierungsarbeiten an den technischen Anlagen den Strom-, Gas- und Wasserverbrauch und damit die Schadstoff-Emissionen sowie Energiekosten des Klinikums zu verringern. „Wir sind sehr stolz, dass wir für die Sozialstiftung seit Vertragsbeginn 98 Prozent der zugesicherten Einsparungen erreichen konnten.", erklärt Rubach.
Der CO2-Ausstoß des Krankenhauses reduzierte sich um etwa 40 Prozent. Das sind circa 8.100 Tonnen weniger Kohlendioxidemissionen pro Jahr - das entspricht etwa dem Verbrauch von 770 Standard-Haushalten im Jahr oder dem jährliche CO2-Ausstoß einer Stadt wie Buttenheim.

Auch der Projektleiter der HOCHTIEF Energy Management GmbH, Dipl. Ing. Thomas Knorr, ist stolz auf das gelungene Projekt: „Ohne die gute Kooperation und konstruktive Partnerschaft mit den Stadtwerken Bamberg und dem gemeinsamen Kunden, der Sozialstiftung Bamberg, hätte sich das Projekt nicht so positiv entwickelt. Das gute Zusammenwirken und Einbringen der jeweiligen Kompetenzen hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf das Gelingen eines solchen Projekts, bei dem im laufenden Betrieb fast alle technischen Gewerke saniert und optimiert wurden." Deshalb gebühre sowohl dem Partner als auch dem Kunden ein nicht unwesentlicher Anteil an diesem Preis. Seinem Dank an die Stadtwerke und die Sozialstiftung verlieh Knorr durch die Weitergabe der Urkunde zum Contracting Award Ausdruck.

Um die Zielvorgaben zu realisieren, wurde innerhalb eines dreiviertel Jahres zahlreiche technische Anlagen saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Modernisiert wurden beispielsweise die zentralen Lüftungsanlagen inklusive der Ventilatoren und deren Antriebe, die jetzt stufenlos am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden. Eine Wärmerückgewinnung sorgt an dieser Stelle außerdem dafür, dass die in der Abluft enthaltene Wärme optimal genutzt wird.
Ein Blockheizkraftwerk und ein neuer Niedertemperaturkessel verbessern die Energieeffizienz bei der Wärmeerzeugung. Ein großer Teil der benötigten Heizwärme und etwa die Hälfte des Stromes werden nun in Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Gesamtwirkungsgrad von etwa 90 Prozent erzeugt.

Für die Kälteversorgung wurde eine alte Kältemaschine durch eine hocheffiziente neue Kältemaschine mit hoher Leistungsziffer ersetzt, die speziell im häufigen Teillastbereich eine sehr gute Leistungsziffer aufweist, um damit mit möglichst wenig Strom die Kälte für die Klimaanlagen zu erzeugen.

Weiteres Einsparpotenzial wurde durch „kleinere" Maßnahmen wie beispielsweise die Teil-Modernisierung der Beleuchtung erschlossen. Im Klinikum wurden dazu rund 2.000 Leuchtmittel durch energiesparende Leuchtmittel mit entsprechenden Adaptern ersetzt. Sie erreichen eine höhere Lichtstärke als die alten Leuchten und sparen trotzdem rund 40 Prozent des Energiebedarfs ein. „Das zeigt zum wiederholten Mal, dass Komfort und Energie sparen sich nicht ausschließen", ergänzt Rubach.

Wesentliche Unterstützung bei der effizienten Energienutzung kommt aus der Gebäudeautomation - hier laufen die Fäden aus allen technischen Anlagen zusammen. Im Bamberger Klinikum wurde diese erweitert und optimiert, so dass alle Energieerzeuger und haustechnischen Anlagen daran angeschlossen sind. Mit dem entsprechenden Knowhow können die Anlagen optimal an die Anforderungen angepasst werden. Hochtief hat für das Projekt darüber hinaus eine intelligente Regelungs- und Steuerungstechnik programmiert, die sich beim Bereitstellen von Kälte, Wärme und Luft am tatsächlichen Bedarf des Krankenhauses orientiert. Das System wertet dazu beispielsweise unter anderem online übermittelte Wetterdaten und meteorologische Prognosen aus und steuert damit die Kälteerzeugung.

Die Zusammenarbeit der Stadtwerke mit der Sozialstiftung endet nicht mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen, sondern erstreckt sich über weitere zehn Jahre. Die Stadtwerke überwachen und optimieren zusammen mit Ihrem Partner HOCHTIEF Energy Management den Anlagenbetrieb ständig, um die geplanten und zugesicherten Einsparungen umzusetzen und weitere Einsparpotenziale zu erkennen. Die Finanzierung der Maßnahmen sowie die Instandhaltung der neuen Anlagen werden von den Stadtwerken übernommen.

Stadtwerke Bamberg
Energie- und Wasserversorgungs GmbH

Nach oben

Stadtwerke Bamberg auf  facebook Youtube

Wir bewegen Bamberg