Hainbad bleibt vorerst ein Sonnen- und Freiluftbad

(vom 29.05.2009)

In der Stadtratssitzung am 27. Mai wurde deutlich, was in dem Fall „Badeverbot im Hainbad" der Kernpunkt ist: Die seit Jahren gehandhabte Praxis, das Baden in der Regnitz zu dulden, widerspricht geltendem Recht. Mit dem Stadtratsbeschluss am vergangenen Mittwoch, das Badeverbot im Hainbad in die zweite Lesung zu verweisen, wurde die Stadtverwaltung mit der Prüfung beauftragt, unter welchen Bedingungen die Verordnung über das Badeverbot in der Regnitz aufgehoben werden kann. Bis zum endgültigen Beschluss bleibt das Hainbad ein Luft- und Sonnenbad. Die Stadtwerke führen bis zur Entscheidung die Vorsaisonregelung ohne Aufsicht im Hainbad weiter und dehnen die Öffnungszeiten aus.

„Unser Handeln ist auf das Wohl der Bürger ausgerichtet. Durch unsere Dienstleistungen wollen wir die Lebensqualität in Bamberg erhöhen. Deshalb würden wir auch das Baden im Hainbad gerne erlauben und haben Verständnis für die Verärgerung der Gäste. Aber auch wir müssen selbstverständlich geltendes Recht beachten", erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. Das städtische Badeverbot besteht seit 37 Jahren. Achtet das Aufsichtspersonal im Hainbad nicht auf die Einhaltung des Verbots, drohen ihm im Fall eines Unfalls strafrechtliche Konsequenzen, gegen die es kein Versicherungsschutz gibt. Diesem Dilemma entgehen die Stadtwerke durch die Weiterführung der Vorsaisonregelung, in der der Zugang zum Bad über das Drehkreuz und die Toranlage möglich ist. Das Bad bleibt somit ohne Aufsicht. Das Badeverbot, auf das mit Hinweisschildern aufmerksam gemacht wird, ist weiterhin gültig. „Ohne Aufsichtspersonal können wir das Planschbecken leider nicht in Betrieb nehmen. Aber auf Wunsch der Gäste verlängern wir die Zutrittszeiten zum Hainbad bis 19 Uhr. Die Gäste können dann bis 20 Uhr im Luft- und Sonnenbad verweilen. Die Dauerkabinen können vom 2. bis 5. Juni in der Zeit von 9 bis 12 Uhr im Hallenbad angemietet werden", so Rubach.

Historie des Badeverbots in der Regnitz

10. Mai 1972: Beschluss des Stadtrates: Nach § 3 Abs. 1 der Landesverordnung über Badeanstalten vom 20.12.1967 muss das Badewasser so beschaffen sein, dass es die menschliche Gesundheit nicht schädigen kann, insbesondere durch Krankheitserreger. Nach verschiedenen Prüfungen durch das Gesundheitsamt wurde das Baden verboten. Der Zugang zum Fluss wurde geschlossen und ein Badeverbot verhängt. Im Beschluss wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Hainbad den Charakter eines Licht-, Luft- und Sonnenbades bekommt.
21. August 1981: Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Baden an bestimmten Orten sowie das Betreten und Befahren von Eisflächen in der Stadt Bamberg. Durch diese Änderung wurde das bestehende Badeverbot auf die gesamte Regnitz, insbesondere auf die beiden Regnitzarme, ausgeweitet. Das Hainbad war damit ebenfalls erfasst.
13. Juli 1994: Verordnung der Stadt Bamberg über das Baden an bestimmten Orten sowie das Betreten und Befahren von Eisflächen in der Stadt Bamberg: Paragraph 1 der Verordnung erwähnt explizit das Badeverbot im Hainbad.

Alle Regelungen wurden eingeführt, als das Hainbad noch direkt der Stadt Bamberg unterstand. Erst 1997 übertrug die Stadt die Betriebsverantwortung der Bäder und Anlagen auf die Stadtwerke Bamberg.

Stadtwerke Bamberg

Bäder GmbH

Nach oben

Stadtwerke Bamberg auf  facebook Youtube

Wir bewegen Bamberg