Hallenbad als Standortvorteil

(vom 21.01.2009)

Stadt und Stadtwerke informieren über „Bambados"

Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Bamberg GmbH Andreas Starke sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach und Projektleiter Christoph Jeromin haben Vertreter von Schulen, Vereinen und der Universität über den aktuellen Sachstand zum Projekt Hallenbadneubau informiert. Gleich mehrere gute Gründe sprächen für einen Hallenbadneubau, so der Oberbürgermeister. Der wohl Bestechendste sei, dass „uns das alte Hallenbad vermutlich schon sehr bald sehr viel teurer kommen wird als das Neue". Das läge zum einen an den deutlich steigenden Betriebskosten, die bei einem Neubau im Niedrigenergiestandard sehr viel geringer seien, aber auch am völlig unkalkulierbaren Risiko bald erforderlicher Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach.

„Das Hallenbad ist kein Luxus für Bamberg", so Starke, sondern ein elementar notwendiger Standortvorteil. Derzeit bestünde eine drastische Unterversorgung an Wasserfläche für den Schulsport und die Bedürfnisse der Vereine und der Universität. Auf jeden Einwohner Bambergs kommen nur 0,006 Quadratmeter Wasserfläche. Damit sei Bamberg beinahe Schlusslicht in der Bundesrepublik, so Starke. Sporttreibende Vereine müssten im Winter bis nach Würzburg und weiter fahren um zu trainieren: „Das ist ein unhaltbarer Zustand". Durch den Hallenbadneubau würde der Bestand um ca. 400 Prozent gesteigert und würde den Bedarf zumindest annähernd decken. Am alten Hallenbad ist kein Platz zur Erweiterung der Sportflächen.

„Die Stadtwerke sind wirtschaftlich und organisatorisch für den Neubau des Hallenbades gut gerüstet und können das Projekt sehr wohl schultern, bestätigte auch Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach. In einer umfangreichen Präsentation stellte er den aktuellen Bearbeitungsstand des Projektes Neubau Hallenbad vor. Bestandteil war auch eine aktuelle Abschätzung von Investitions- und Betriebskosten, die „den augenblicklichen Stand von Kostenschätzung und Förderzusagen beinhalten", so Rubach. Ausführlich ging Rubach auf die bisherige Faktenlage ein. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Prozess bis zur Beschlussfassung des Stadtrates am 25. Juli 2007 mit den Voruntersuchungen und der öffentlichen Beteiligung.

Christoph Jeromin, „Bambados"-Projektleiter stellte die architektonische Fortentwicklung im Projekt Neubau Hallenbad vor. Diese ist Bestandteil des Bauantrages, den die Stadtwerke Bamberg am 16. Dezember 2008 eingereicht haben. Wesentliche Änderung gegenüber dem dem Stadtrat vorgelegten Konzept ist die Errichtung des Gebäudes in Passivhausstandard. „Dies verschafft dem Bamberger Bad ein absolutes Alleinstellungsmerkmal", so Jeromin. Wesentliche Forderung des Passivhausinstitutes ist es, die komplette Rutschenanlage in das Gebäudeinnere zu integrieren, um Wärmeverluste über den Rutschenturm zu vermeiden. Ebenso hat das Planungsbüro pbr Rohling AG, Osnabrück die Fassade weiterentwickelt. Angelehnt an den Namen „Bambados" entspricht die Fassade dem Konzept „Palmenblatt". „Mit Gelb- und Grüntönen, die dem Farbkonzept für das neue Bad im Karibikflair entsprechen, hat das Planungsbüro eine vertikal angeordnete Vorhangfassade vorgesehen. Vor die eigentliche Betonwand wird dabei ein so genannter Vorhang gesetzt.
Mit der fröhlich anmutenden Fassade verknüpfen die Planer Palmenblätter, die ein Spiel von Licht und Schatten, Frische, Dynamik, Lebenslust und Spaß widerspiegelt", stellte Jeromin den Entwurf vor.

Auf dem Dach sind Sheddächer, die ebenfalls vom Passivhausinstitut gefordert werden, im Bereich der Sport- und Freizeitwasserflächen integriert. Diese ergeben ein Lichtspiel auf der Freizeitwasserfläche, da die Fenster nach Süden ausgerichtet sind. So entstehen Lichtreflektionen, die das Karibikflair weiter unterstützen. Im Sportbereich sind die Fenster nach Norden ausgerichtet und bewirken eine indirekte Beleuchtung in Schwimmerbecken, die bei Wettkämpfen nicht stört. In die südliche Seite der Fenster wird eine Photovoltaikanlage integriert.

„Ganz besonders stolz sind wir auf unser Warmwasseraußenbecken auf der Dachterrasse. Dies ist ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal, was kein Bad im Umland vorweisen kann. Im Sommer können unsere Badegäste dann die Bar nutzen und auf der Sandliegefläche, im Strandkorb oder im Wasser in einer Linie mit der Brüstung den Blick ins Grüne genießen" freute sich Jeromin.

Stadtwerke Bamberg
Bäder GmbH

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