Neue Fernwärmeleitung Königstraße geöffnet

(vom 19.09.2009)

Eine umweltbewusste Heizung für die Hausbesitzer

Meilenstein für eine umweltfreundliche Heizversorgung an der Königstraße: Am 17. September 2009 haben die Stadtwerke Bamberg in Kooperation mit der Fernwärme Bamberg GmbH ihre dortige Fernwärmeleitung offiziell in Betrieb genommen. Rund 120 Gebäude liegen an der neuen Trasse und können kostengünstig an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Die neue Leitung ist 1,4 Kilometer lang und verläuft vom Heizwerk an der Mayerschen Gärtnerei über die Europabrücke, den Margarethendamm, die Äußere Löwenstraße sowie die Untere und Obere Königstraße bis zum Luitpoldeck. Ihre Leistung von 7 Megawatt reicht aus, rund 1750 Wohnungen damit zu beheizen. „Die ersten Objekte werden schon über die neue Leitung versorgt", berichtet Klaus Rubach, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg, stolz. Welche weiteren Gebäude an die neue Leitung angeschlossen werden können, darüber informiert das Unternehmen die Eigentümer in den nächsten Wochen persönlich.

Die Fernwärme ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz: sie wird über Kraft-Wärme-Kopplung produziert. Gegenüber der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom in konventionellen Kraftwerken führt dieses hocheffiziente Verfahren zu einer deutlichen Einsparung bei Einsatz der Primärenergie. Die Erzeugung der Fernwärme trägt so zu einer erheblichen Reduzierung von klimaschädlichen CO2-Emissionen bei.

Hausbesitzern bringt die Fernwärme viele Vorteile: sie ist komfortabel und platzsparend - Öltanks und Heizkessel werden nicht benötigt. Auch hinsichtlich der verschärften Umweltgesetze sind die Fernwärmekunden auf der sicheren Seite: Die Beheizung mit Fernwärme erfüllt die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWG). Dieses sieht vor, dass ab dem kommenden Jahr bei Neubauten mindestens 20 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt sein müssen, bei bestehenden Gebäuden mindestens 10 Prozent. Rechtlich ist die Fernwärme den erneuerbaren Energien gleichgestellt, weshalb sich Fernwärmekunden um diese „Ökopflicht" keine Sorgen machen müssen.

Ähnliches gilt bei der in diesem Herbst novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV): Gebäude müssen beim Energieverbrauch wesentlich sparsamer sein als bisher. Der Gesetzgeber schreibt einen durchschnitt 30 % sparsameren Energieeinsatz vor als noch vor zwei Jahren. Rubach: „Unter diesen Rahmenbedingungen gibt die Entscheidung für eine Fernwärmeheizung den Eigentümern beim Wärmeschutz mehr Freiheitsgrade".

Der Energieberater der Stadtwerke Bamberg, Peter Palatzky, informiert über den Einsatz von Fernwärme. Er ist unter der Rufnummer 0951 77-6141 erreichbar.

Stadtwerke Bamberg

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