Saisonlösung für Kinderplanschbecken im Hainbad gefunden

(vom 30.06.2009)

In einem Gespräch mit Vertreterinnen der Interessensgemeinschaft Hainbad, den Vorsitzenden des Vereins „Freunde des Hainbades Bamberg" und der Bäder GmbH haben die Stadtwerke Bamberg versucht, eine gemeinsame Übergangslösung für den Betrieb des Kinderplanschbeckens im Hainbad zu finden. Mit Zustimmung des Vereins werden die Stadtwerke nächste Woche Vorkehrung dazu treffen, dass das Planschbecken als Wasserspielplatz genutzt werden kann. Wichtig war allen Beteiligten, dass das Provisorium vollständig rückbaubar ist.

Der Stadtrat hatte in seinem Beschluss vom 24. Juni 2009 die Stadtwerke Bamberg Bäder GmbH damit beauftragt, verschiedene Betriebsvarianten für das Hainbad zu prüfen sowie alle haftungsrechtlichen Fragen zu klären. Darunter fällt auch der Weiterbetrieb des Planschbeckens. Dies ist kurzfristig nur mit der Überwachung des Badeverbotes umsetzbar. „Dafür gibt es weder in der Bevölkerung, noch im Stadtrat oder im Aufsichtsrat derzeit eine Mehrheit. Um dies nicht auf dem Rücken von Kindern und Familien auszutragen, haben wir aus dem Stadtrat den Auftrag erhalten, für die verbleibende Sommersaison eine Planschmöglichkeit für Kinder zu schaffen, die aus haftungsrechtlicher Sicht ohne Aufsichtspersonal betrieben werden kann. Wir wollten dies so transparent wie möglich und unter Einbeziehung von Verein und Interessengemeinschaft umsetzen", so Christoph Jeromin, Sachgebietsleiter Bäder bei den Stadtwerken Bamberg. Auf Einladung der Stadtwerke Bamberg stimmte sich daher der Bäderbetrieb am Montagmorgen mit Vertretern des Vereins „Freunde des Hainbades Bamberg" und Teilen der Interessensgemeinschaft Hainbad über mögliche Varianten für eine Nutzung des Planschbeckens ab.

Der Vorschlag der Stadtwerke sieht folgendermaßen aus: Das Planschbecken wird mit einem Geoflies ausgelegt und mit Sand befüllt. So kann das Regenwasser abfließen und der Sand nach der Saison leicht wieder entfernt werden, ohne das Becken zu beschädigen. Die Rutsche kann dann ebenfalls wieder genutzt werden. Die Durchschreiterinne wird mit Trinkwasser befüllt, das ständig ausgetauscht wird. Neben der bereits vorhandenen Schildkröte beschaffen die Stadtwerke weiteres kostengünstiges Wasserspielzeug. Für die Installation des Spielzeugs wird das Planschbecken nicht beschädigt. „Oberste Priorität hat für uns, dass alle Maßnahmen schnell umsetzbar sind, so dass die Kinder nicht mehr länger auf ihren Spielspaß im Wasser verzichten müssen und sich an heißen Sommertagen abkühlen können. Mit der vorgestellten Lösung ist sichergestellt, dass während der Zeit, die für die Bearbeitung der umfangreichen Prüfungsaufträge aus dem Stadtrat benötigt wird, eine möglichst kinderfreundliche Lösung umgesetzt wird und das kurzfristig. Gleichzeitig versichern wir, dass das Planschbecken nach der Klärung der juristischen Sachfragen wieder vollständig in Betrieb genommen werden könnte", erklärt Jeromin.

Bei der Diskussion mit den Vertretern des Vereins und der Interessensgemeinschaft über mögliche Alternativen wurde deutlich, dass aus juristischer Sicht kurzfristig keine andere Lösung umsetzbar ist. „Der Vorschlag ist zwar keine Ideallösung, aber auch wir sehen keine andere kurzfristig realisierbare Alternative. Deshalb sind wir mit dem Provisorium einverstanden", so Erich Bischof, 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde des Hainbades Bamberg. Die Vertreter der Interessensgemeinschaft machten deutlich, dass aus ihrer Sicht der Badecharakter im Hainbad unbedingt erhalten bleiben muss. Dem Kompromissvorschlag können sie daher nicht zustimmen, zumal das Badeverbot in der Regnitz nach wie vor bestehen bleibt. Sie erhoffen für das Hainbad eine „Premiumlösung" - ein Flussbad.

Ob und wie eine solche Lösung umsetzbar wäre, lassen die Stadtwerke Bamberg durch Gutachter in den kommenden Monaten untersuchen. Auch für die anderen Betriebsvarianten und Vorschläge haben sich die Beteiligten, Stadtwerke, Verein und Interessengemeinschaft zu weiteren Gesprächen verabredet. „Wir hoffen auch bei der Behandlung dieser Fragen auf ein konstruktives Miteinander mit den Vertretern des Vereins und der Interessensgemeinschaft und werden das weitere Verfahren so transparent wie möglich gestalten", so Jeromin.

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