Stadtwerke Bamberg weiten Service im Stadtbusverkehr aus

(vom 09.12.2009)


Ab 13. Dezember gilt ein neuer Fahrplan

Die Stadtwerke Bamberg nehmen zum 13. Dezember einen Fahrplanwechsel vor. Anlass dafür gab einerseits der Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) am 1. Januar 2010. Andererseits überarbeitet der Verkehrsbetrieb den alten Fahrplan jedes Jahr, um den Fahrtablauf und den Service für die Kunden zu optimieren. Dabei werden zahlreiche Anregungen und Wünsche der Kunden berücksichtigt. Seit 04.12.2009 ist der neue Fahrplan für 1 Euro an allen Verkaufsstellen, im Kundencenter am ZOB sowie beim Fahrpersonal der Verkehrsbetriebe erhältlich.

Neue Liniennummern
Die auffälligste Neuerung, die mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag in Kraft tritt, ist die neue Nummerierung der Busse. Diese ist Folge des VGN-Beitritts. „Orientieren Sie sich einfach an den letzten beiden Stellen. Denn die bisherigen Nummern werden größtenteils lediglich um 900 erweitert", rät Scheuenstuhl. Aus der Linie 1 wird beispielsweise die Linie 901, aus Linie 12 wird 912. Die Nachtlinien bekommen künftig ebenfalls Ziffern: Statt der Bezeichnung A, B, C und D gelten künftig die Nummern 935, 936, 937 und 938. Auch die Busshuttle von den P+R-Plätzen Breitenau und Heinrichsdamm werden neu nummeriert: Aus der Linie 50 wird die Linie 930 und aus der Linie 51 wird 931.
An den Haltestellen werden die neuen Liniennummern ab Januar sukzessive aufgebracht, denn bei 380 Haltestellen kann dies nicht an einem Tag erfolgen.

Wo fährt welche Linie
Am ZOB Bamberg finden täglich ca. 800 Abfahrten statt. Gut 30.000 Fahrgäste steigen hier an einem normalen Werktag ein und aus. Um den Verkehrsablauf an dieser bedeutenden Haltestelle im Liniennetz der Stadtwerke Bamberg zu optimieren, wurde den Stadtbus-Linien 907, 911, 917, 918, 927, 928 und 931 (bisherige Linien-Nr. 7, 11, 17, 18, 27, 28 und 51) eine neue Abfahrtsposition zugeordnet. Die neuen Abfahrtpositionen sind sowohl auf der ersten Umschlagseite im Fahrplanheft aufgeführt als auch in der Infovitrine am ZOB.

Abends länger aufbleiben
Eine Befragung der Fahrgäste im Rahmen einer Kundenzufriedenheitsanalyse ergab, dass viele Fahrgäste sich am Wochenende ein erweitertes Nachtbusangebot wünschen. Diesen Wunsch erfüllt der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Bamberg zum Fahrplanwechsel. Ab 13. Dezember drehen die Nachtlinien freitags und samstags zusätzlich um 0:50 Uhr und 1:30 Uhr eine Extra-Runde durch die Stadt. Die Abfahrt erfolgt wie gewohnt vom ZOB Bamberg. Außerdem führen die Stadtwerke mit Fahrplanwechsel einen Nachtstopp ein. Auf allen Linien der Bamberger Stadtbusse können die Fahrgäste ab 20 Uhr auch zwischen zwei Haltestellen aussteigen. Ein kurzer Hinweis an das Fahrpersonal genügt. Damit es nicht zu Verspätungen kommt, ist der außerplanmäßige Zwischenstopp nur einmal zwischen zwei Haltestellen möglich; aber auch nur dort, wo es zu keiner Gefährdung des Verkehrs kommt und die Kunden sicher aussteigen können. „Durch die Ausweitung des Nachtangebots und den Nachtstopp wird es möglich, auch nachts ohne Auto mobil zu bleiben und sicher nach Hause zu kommen. Wir wollen damit zur Sicherheit der Bürger beitragen und den Bus als echte Alternative zum Auto etablieren", so Scheuenstuhl über den Service. Deshalb bieten die Stadtwerke gemeinsam mit der Bamberger Taxigenossenschaft auch das Anruf-Linien-Taxi auf Linien und zu Tageszeiten mit geringer Nachfrage. „Da der Einsatz eines Busses erst bei einer bestimmten Fahrgastzahl sinnvoll ist, bieten wir unseren Kunden seit fast 20 Jahren die Möglichkeit, bei Bedarf mit einem Anruf-Linien-Taxi in die Stadt und nach Hause zu kommen", erläutert Scheuenstuhl. Der Fahrtwunsch muss mindestens 30 Minuten vor der im Fahrplan festgelegten Abfahrtszeit telefonisch bei der Bamberger Taxigenossenschaft angemeldet werden (Telefonnummer 0951-14443). Der Einstieg und der Ausstieg erfolgen grundsätzlich nur an einer Haltestelle.

Das Fahrrad darf mit
Neu ist auch, dass in allen Bussen Fahrräder gegen Vorlage eines Kinderfahrscheins mitgenommen werden, sofern Platz vorhanden ist. Diese Regelung tritt am 01.01.2010 in Kraft. „Fahrgäste mit Kinderwagen oder Gehhilfen haben jedoch absoluten Vorrang. Deshalb bitten wir alle Fahrradfahrer schon jetzt um Rücksichtnahme. Wir bitten außerdem um Verständnis, dass kein Anspruch auf Fahrradmitnahme besteht", so Scheuenstuhl. Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten (Mo - Fr 6 bis 9 Uhr, 12 bis 15 Uhr und 16 bis 18 Uhr) kann nicht mit der Mitnahme von Fahrrädern gerechnet werden. Darüber hinaus gilt: Der Ein- und Ausstieg mit Fahrrad ist nur an der 2. Tür des Busses möglich.

Schwarzfahren wird teurer
Wer ohne gültigen Fahrausweis mit dem Bus fährt, muss ab 13. Dezember tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtwerke erhöhen das sog. erhöhte Beförderungsgeld für Schwarzfahrer auf 40,- Euro. „Seit Oktober letzten Jahres dürfen unsere Fahrgäste nur noch vorne beim Fahrer einsteigen und müssen unaufgefordert den Fahrschein zeigen. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der Schwarzfahrer mehr als halbiert werden konnte. Um die Hemmschwelle für das fahrkartenlose Fahren zu vergrößern und unseren ehrlichen Kunden gerecht zu werden, setzen wir das erhöhte Beförderungsgeld von 20 auf 40 Euro hinauf", erklärt Scheuenstuhl.

Beitritt zum VGN ab 1. Januar 2010
Für Fahrgäste, die den Bus nur im Stadtgebiet Bamberg nutzen, gilt in einem fünfjährigen Übergangszeitraum bis zum 31. Dezember 2014 der bisherige Tarif der Stadtwerke Bamberg zunächst weiter. „Ohne diese Übergangsregelung wären unsere Kunden bei einigen Tarifen in dieser Tarifzone von zu hohen Preiserhöhungen auf einen Schlag betroffen gewesen", so Scheuenstuhl. In der Übergangsphase gleichen die Stadtwerke Bamberg ihre „Stadttarife" kontinuierlich an die VGN-Tarife an. Die bisherige Tarifzone 1 heißt künftig „Tarifzone Bamberg".
Mit der Tarifumstellung gilt im Landkreis Bamberg und bei Fahrten darüber hinaus ausschließlich der VGN-Tarif. Gleichzeitig werden das Bayern-Ticket, das Schönes-Wochenende-Ticket, das Bayern-Böhmen-Ticket und Fahrkarten mit dem Aufdruck „Bamberg + City" sowie die BahnCard 100 ab 1. Januar in allen Stadtbussen sowohl in der Stadt als auch im Landkreis anerkannt.

Bewährte Fahrkarten bleiben erhalten
„Besonders wichtig bei der Entscheidung zum VGN war uns, dass das Gute am Verbund und das Beste am bisherigen Tarifsystem für unsere Fahrgäste nutzbar gemacht werden. Deshalb bleiben neben dem Fahrkartensortiment des VGN Bambergs beliebteste Fahrkarten erhalten", verspricht Scheuenstuhl. Die Bamberger Einkaufskarte, die Familienkarte, das Semesterticket und das P+R-Angebot werden auch weiterhin angeboten werden.

Stadtwerke Bamberg
Verkehrs- und Park GmbH

 

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