Zukunftweisendes Modellprojekt zum Zugang zum High-Speed-Internet in Breitengüßbach

(vom 17.11.2009)

Firmen schließen sich zu einer privaten Breitbandinitiative zusammen

Für viele Betriebe ist ein Anschluss an das Breitband-Internet eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens. Doch gerade im ländlichen Raum gibt es noch viele weiße Flecken, die das Niemandsland für schnelle Datenübertragung ausweisen. „Ein untragbarer Zustand", dem vier Unternehmen im Industriegebiet West von Breitengüßbach, Landkreis Bamberg, erfolgreich den Kampf angesagt haben. In einer für die Region bisher wohl einmaligen Aktion haben sich Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen zusammengeschlossen, um sich einen Zugang zur Datenautobahn zu verschaffen. Und dieser Wille führte auf direktem Weg zur Stadtnetz Bamberg GmbH, denn ausgerechnet vor der Haustüre fand man die Lösung des Problems: Der Geschäftsführer der Stadtnetz Bamberg, Hans Jürgen Bengel schlug vor, eine Ausfahrt von der Datenautobahn, die zwischen Bamberg und Coburg an Breitengüßbach vorbei verläuft, zu bauen.
Damit stand dann auch die zweite Premiere innerhalb des Projekts an. Erstmals schloss die Stadtnetz mehrere Kunden gemeinsam an ihr Glasfasernetz an und realisierte damit das ihr erstes FTTB-Netz (= Fibre to the buliding, Glasfaseranbindung bis zum Gebäude) in einem Industriegebiet.
„Die High-Speed-Internetverbindungen in Breitengüßbach lassen sich keinesfalls mit DSL-Verbindungen vergleichen", erklärt Hans Jürgen Bengel. Glasfaserkabel bieten den Vorteil, dass Übertragungsraten von 10 Gbit/s und höher möglich sind. Den Gewerbekunden steht die volle Bandbreite in beiden Richtungen zur Verfügung. Durch die symmetrische Übertragungstechnik laufen Upstream und Downstream mit derselben Geschwindigkeit. Extrem hohe Sicherheit und Qualität der Datenverbindung sind garantiert." Gerade für Gewerbekunden ist das von entscheidender Bedeutung", so Bengel. Um die Kosten für die Kunden gering zu halten wurden die Internetzugänge zunächst mit jeweils 10 Mbit/s beschalten.
Den Anstoß für diese private Breitbandinitiative hatte die TeleSys Kommunikationstechnik GmbH gegeben, die einen breitbandigen Internetanschluss in Breitengüßbach dringend benötigte. Sie stellt auch den Raum für den Netzknoten zur Verfügung. Bislang drei weitere Unternehmen ließen sich an den Glasfaserring der Stadtnetz Bamberg GmbH anschließen und nutzen damit die in Breitengüßbach aktuell schnellste Übertragungstechnik.
Für den eigentlichen Zugang ins Internet sorgte die InFranken GmbH, die seit 2001 erfolgreich mit der Stadtnetz Bamberg kooperiert. „Der Abschluss in Breitengüßbach ist ein weiterer Meilenstein in der richtungsweisenden Zusammenarbeit mit der Stadtnetz und zeigt deutlich, wie leistungsfähig wir als regionale Anbieter vor Ort sind", so Walter Lorz von Infranken.
Die Anbindung des Industriegebietes wurde nicht nur von der Übertragungstechnik, sondern auch von der Bandbreite her zukunftsweisend ausgelegt, denn diese Kombination bietet viele Vorteile. So kann zum einen die aktuelle Übertragungsrate für die angeschlossenen Unternehmen je nach Bedarf mühelos erhöht werden. Zum anderen können auch andere Firmen in der Nachbarschaft an das Glasfasernetz und damit ans Internet angeschlossen werden. Weitere Firmen haben schon ihr Interesse an einem solchen High-Speed-Anschluss angemeldet.
Eine Entwicklung, von der sich auch Breitengüßbachs Bürgermeister Reiner Hoffmann begeistert zeigt. „Durch den Anschluss des Industriegebiets an den Glasfaserring hat sich die Standortqualität enorm erhöht. Und dies nicht nur für die bereits angesiedelten Unternehmen, sondern auch für zukünftige Interessenten", so Hoffmann.
Offiziell in Betrieb genommen wird die neue Hochleistungsinternetverbindung mittels einer Videokonferenz zwischen dem Geschäftsführer vom VAF Bundesverband Telekommunikation, Martin Bürstenbinder und den Geschäftsführern der beteiligten Firmen.
Mit dieser Breitbandanbindung steht die Basis für zukünftige Technik, wie z. B. Hostet PBX-Lösungen zur Verfügung. Das bedeutet zum Beispiel, dass über das Internet die Telefone an ein zentrales Kommunikationssystem angemeldet werden und der Kunde keine Telefonanlage mehr vor Ort braucht. Außerdem funktionieren alle Internetanwendungen schneller. „Was nützt es, wenn ich ein superschnelles Auto habe, aber keine Straße zum fahren", so Gerhard Förtsch, Geschäftsführer der TeleSys Kommunikationstechnik GmbH.


Am Projekt beteiligte Firmen:
Stadtnetz Bamberg Gesellschaft für Telekommunikation mbH: Glasfaserkabel, Übertragungstechnik
InFranken - Elektronische Medien GmbH & Co. KG: Internetzugang
Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH: Planung und Projektierung
Preißinger Bau GmbH: Tiefbau, Kabelverlegung und Kabeleinziehen
TeleSys Kommunikationstechnik GmbH: Stellt die Lokation für den Hauptknoten zur Verfügung

Firmenprofil:
Die Stadtnetz Bamberg Gesellschaft für Telekommunikation mbH ist ein 100%-ige Tochter der STWB Stadtwerke Bamberg GmbH. Wir bieten Telekommunikationsleistungen und hochleistungsfähige Datenverbindungen an.

Pressekontakt:
Regina Lobinger
Stadtnetz Bamberg Gesellschaft für Telekommunikation mbH
Margaretendamm 28
96052 Bamberg
Telefon: 0951-77-8010
Telefax: 0951-77-8090
regina.lobinger@stadtnetz-bamberg.de  

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