Auch Pettstadt surft demnächst über das eigene Glasfasernetz

(vom 10.05.2016)

  • Mehr als 60 Prozent der Bürger wollen das BürgerNet
  • Baubeginn ist im Sommer
  • Folgen weitere Gemeinden dem Vorzeigemodell aus Altendorf, Butten heim und Pettstadt?

Auch die Gemeinde Pettstadt wird ein eigenes, zukunftssicheres Glasfasernetz bauen. Bei einem Bürgervotum hatten sich bis zum Montagabend mehr als 60 Prozent der Haushalte und Unternehmen für das kommunale BürgerNet entschieden. Schon zu Beginn des Jahres 2017 sollen die ersten Pettstadter schneller und sicherer im Internet surfen, telefonieren und auch fernsehen können.

„Mit dem Bau des eigenen Netzes werden wir unabhängig von den großen Anbietern“, freute sich Pettstadts Bürgermeister Jochen Hack am Montagabend. Für den Bau des Glasfasernetzes investiert die Gemeinde rund zwei Millionen Euro. Die Kosten werden durch monatliche Pachtzahlungen refinanziert. Pächter wird die Stadtnetz Bamberg GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Bamberg. Die Stadtnetz Bamberg wird den Kunden die Telefon-, TV- und Multimediadienste mit Downloadgeschwindigkeiten ab garantierten 100 bis aktuell 500 Megabit pro Sekunde liefern. Im Gegensatz dazu sieht das von vielen anderen Kommunen realisierte Ausbaukonzept nur Höchstgeschwindigkeiten von 50 Megabit vor. 

Möglich werden diese Höchstgeschwindigkeiten, weil beim BürgerNet das Glasfaserkabel bis in jedes Haus verlegt wird: „Vorausschauend verzichten wir komplett auf das langsame Kupferkabel – somit ist gewährleistet, dass unser Glasfasernetz auch in Jahrzehnten noch dem Stand der Technik entspricht“, so Hack am Montagabend bei der Bekanntgabe des historischen Bürgervotums.

 

Finden Altendorf, Buttenheim und Pettstadt Nachahmer?

Nach Altendorf und Buttenheim ist Pettstadt die dritte Gemeinde im Landkreis Bamberg, die ein kommunales Glasfasernetz bauen wird. Die Idee für das zukunftssichere Infrastrukturprojekt hatten die Gemeinden gemeinsam entwickelt: „So werden wir unabhängig von den Planungen der großen Telekommunikationsanbieter. Wir schaffen eine zukunftssichere Infrastruktur für die Bewohner und Unternehmen und sichern der Gemeinde langfristig Pachteinnahmen aus dem Betrieb des Netzes“, so Bürgermeister Hack zu den Gründen für den Beschluss, ein eigenes Netz zu bauen.

Es ist wahrscheinlich, dass das Vorzeigemodell BürgerNet Nachahmer in der Region  finden wird – auch, weil ein Förderprogramm der Bundesregierung Kommunen bei der Finanzierung von Beratungs- und Planungsleistungen für den Glasfaserausbau in jedes Haus (FTTB, „fibre to the building“) unterstützt. Medienberichten zufolge haben mittlerweile fast alle 36 Kommunen im Landkreis Bamberg einen Antrag auf diese Fördergelder von bis zu 50.000 Euro gestellt oder wollen diesen noch stellen.

 

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