Klinikum produziert noch mehr eigenen Strom in neuem Blockheizkraftwerk

(vom 14.07.2016)

Gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg weitet die Sozialstiftung Bamberg die umweltfreundliche Energieversorgung ihres Klinikums am Bruderwald aus. Das Herzstück des vor 10 Jahren geschlossenen Erfolgsgarantie­vertrags, das Blockheizkraftwerk, wurde jetzt durch ein leistungsfähigeres ersetzt und produziert seit wenigen Tagen einen noch größeren Teil des benötigten Stroms sowie Wärme, Kälte und Dampf im Klinikum selbst.

„Den Weg, den wir vor zehn Jahren gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg beschritten haben, gehen wir konsequent weiter. Damit stellen wir auch in Zukunft die optimale Versorgung der Patienten sicher“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Sozialstiftung Bamberg, Xaver Frauenknecht. 2006 haben die Stiftung und die Stadttochter einen Erfolgsgarantievertrag geschlossen: Der Bamberger Energiedienstleister hat darin zugesichert, durch umfassende Sanierungsmaßnahmen an den technischen Anlagen den Energieverbrauch und damit auch den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen deutlich zu verringern. Sie haben die Planung, einen großen Teil der Finanzierung und Umsetzung der Einsparmaßnahmen übernommen, die Anlagen werden von ihnen instand gehalten und überwacht und der Betrieb zusammen mit SPIE Energy Solutions GmbH optimiert, um weitere Einsparpotenziale zu nutzen. Das Klinikum hat sich im Gegenzug für die Vertragslaufzeit an die Stadtwerke Bamberg als Energiedienstleister gebunden. Die Früchte dieser Kooperation konnte das Klinikum schon nach kurzer Zeit ernten. Über die gesamte Vertragslaufzeit sind fast 11.000 Tonnen CO2 eingespart worden. Das Ergebnis resultiert einerseits daraus, dass durch Energiesparmaßnahmen der Strombezug um circa 54,7 Prozent gesunken ist und 35,2 Prozent des Strombedarfs im eigenen Blockheizkraftwerk erzeugt wurden.

Zusammenarbeit beim Klimaschutz verlängert

Den Erfolgsgarantievertrag aus dem Jahr 2006 haben die Stadtwerke und die Sozialstiftung Anfang des Jahres verlängert. Mit der Nachtragsvereinbarung wurde einerseits die Basis für weitere zehn Jahre der Zusammenarbeit gelegt, andererseits die Erneuerung des BHKW am Klinikum auf den Weg gebracht. Das alte Blockheizkraftwerk das rund 40 Prozent des Strom- und rund 60 Prozent des Wärmebedarfs sowie Dampf für die Sterilisation und Krankenhausküche produziert hat, hätte für eine große Revision demontiert werden müssen. Stattdessen hat sich das Klinikum dazu entschlossen, ein neues leistungsstärkeres Kraftwerk zu installieren und noch mehr Strom selbst zu produzieren. Zur Betriebsoptimierung des BHKW kommt außerdem eine Absorptionskältemaschine zum Einsatz. Sie wandelt im Sommer die überschüssige Wärme in Kälte um. In der zweiten Juliwoche ist das „kleine Kraftwerk“ mit einer Leistung von 1.067 KW ans Netz gegangen. Die Stadtwerke Bamberg prognostizieren, dass der Anteil an eigener Stromerzeugung auf circa 55 Prozent und an der Wärmeerzeugung auf circa 65 Prozent steigt und so eine CO2-Reduzierung um 1.749 Tonnen pro Jahr realisiert werden kann.

 

Daten und Fakten zum alten BHKW

 Das alte BHKW hat 60.000 Betriebsstunden hinter sich.

Vergleicht man das mit der Laufleistung eines PKW, so hätte er mit konstant 100 km/h 6 Millionen Kilometer zurückgelegt und damit knapp 150 Mal die Erde am Äquator umrundet.

 In dieser Zeit hat es mit einer Leistung von 830 KW insgesamt knapp 50.000.000 Kilowattstunden erzeugt. Damit könnten mehr als 14.000 Standardhaushalte mit einem Durchschnittsjahresverbrauch von 3.500 kWh versorgt werden.

 Pro Kilowattstunde wird der CO2-Ausstoß um 220 g reduziert. Auf die gesamte Laufzeit hat die Strom- und Wärmeerzeugung über das dezentrale BHKW gegenüber einer zentralen Stromerzeugung im Großkraftwerk die Umwelt um 10.956 Tonnen Kohlendioxid entlastet.

 

Daten und Fakten zum neuen BHKW

 Das neue BHKW hat 30 Prozent mehr Leistung und wird durch einen Absorber ergänzt, der in den Sommermonaten die Motorabwärme zur Kälteerzeugung nutzt.

 Mit einer Leistung von 1.067 KW kann es jährlich knapp 7.950.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Hochgerechnet auf die erwartete Lebensdauer von 80.000 Betriebsstunden sind das mehr als 84.800.000 kWh. Das entspricht dem Verbrauch von mehr als 24.200 Haushalten.

 Pro Kilowattstunde wird der CO2-Ausstoß um 220 g reduziert. Die Strom- und Wärmeerzeugung über das neue BHKW entlastet die Umwelt gegenüber der „herkömmlichen“ Stromerzeugung (bundesdeutscher Strommix) daher um 1.749 Tonnen Kohlendioxid bzw. auf die gesamte Laufzeit um 18.655 Tonnen.

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