Standfestigkeit der Straßenlaternen wird mit Ultraschall geprüft

(vom 15.07.2016)

1.500 Lichtmasten in ganz Bamberg werden im Laufe der kommenden sechs Wochen einem Ultraschalltest unterzogen. Mit der jährlichen Standprüfung der Beleuchtungsmasten sorgt die Stadt Bamberg in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bamberg für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Laternenmasten sind im Laufe ihres Lebens einer Vielzahl von Einflüssen ausgesetzt: Streusalz, Hunde-Urin, elektrische Kriechströme und aggressive Bodenverhältnisse beanspruchen den Mast vor allem im Erdeintrittsbereich. Da eine Materialschwäche an dieser Stelle mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist, der Schaden durch einen umstürzenden Mast jedoch groß sein kann, lassen die Stadtwerke Bamberg die Straßenlaternen regelmäßig von einer Fachfirma prüfen. Sie kümmern sich im Auftrag der Stadt Bamberg um die Wartung und Instandhaltung der Straßenbeleuchtung. Dieses Jahr nehmen sie sich vor allem Masten aus Aluminium vor. Anders als Stahl- oder Gussmaste ist Aluminium zwar gegen Korrosion durch z. B. Hunde-Urin beständig, durch den Kontakt mit im Boden enthaltenen Metallen wie Eisen und Kupfer und mit dem durch ihn fließenden Strom wird der Mast im Boden jedoch angegriffen und verliert dadurch mit der Zeit seine Standsicherheit.

Ultraschallsonde statt Rüttelmaschine

Bei der turnusgemäßen Prüfung der Lichtmasten wird dieses Jahr nicht gerüttelt, sondern Ultraschall eingesetzt. Statt mit einer Maschine Druck und Zug auf den Mast auszuüben, bringen die Prüfer einen Prüfkopf von ca. 10 x 15 cm an. Diese Sonde erzeugt in der Mastwand eine Ultraschallwelle, die sich als Impuls bis ins Erdreich ausbreitet und die gesamte Wanddicke erfasst. Liegt ein Materialschaden oder eine Schwachstelle vor, wird ein Teil der Ultraschallenergie zum Prüfkopf reflektiert und als Echosignal registriert. Diese Signale werden schließlich im Computer verarbeitet und zeigen ein Abbild vom Zustand des Mastes. Je nach Befund können dann entprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Innovative Technik für den Klimaschutz und die Sicherheit

„Im Bereich der Straßenbeleuchtung testen wir immer wieder neue Technologien und Verfahren, um einerseits die Umweltverträglichkeit und Effizienz zu verbessern (z. B. LED-Leuchten), andererseits die Sicherheit zu optimieren. Deshalb haben wir uns 2016 bei der Standsicherheitsprüfung für die Firma ZWP und den sog. Zerstörungsfreien LIMA-Test entschieden“, erklärt Matthias Windfelder, Sachgebietsleiter Beleuchtungs- und Signalanlagen bei den Stadtwerke Bamberg. Das Unternehmen kommt ursprünglich aus der Leitungs- und Rohrprüfung von Kernkraftwerken; das Verfahren wurde mit dem Fraunhofer Institut IZFP in Saarbrücken und dem TÜV Saarland entwickelt.

 

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