Steuern, Abgaben und Entgelte belasten bayerische Stromkunden besonders stark

(vom 15.11.2016)

Zum Jahreswechsel steigen in Deutschland die staatlichen Steuern, Abgaben und Entgelte auf Strom in neue Rekordhöhe. Bayerische Stromkunden sind besonders betroffen: Wegen der massiv steigenden Netznutzungsentgelte des Übertragungs-netzbetreibers Tennet summieren sich die Mehrbelastungen für die Kunden im Freistaat auf 2,59 Cent pro Kilowattstunde. Auch die Stadtwerke Bamberg sind gezwungen, ihren Kunden diese staatlichen Mehrbelastungen weiter zu verrechnen.

Umlagen, Steuern und Abgaben sowie die staatlich regulierten Netzentgelte machen mittlerweile rund 75 Prozent der Stromrechnung aus. Ein Drei-Personen-Haushalt mit jährlichem Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden zahlt im kommenden Jahr mit der Stromrechnung rund 13 Euro mehr EEG-Umlage als im laufenden Jahr. Die Erhöhung der Netzentgelte belastet die bayerische Stromrechnung im kommenden Jahr mit mehr als 42 Euro.  

„Mit der erneuten Erhöhung von Steuern, Abgaben und Umlagen sowie der TenneT-Netzentgelte wird Strom für immer mehr unserer Kunden zu einem Luxusgut“, sorgt sich Dr. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg: „Die Energiewende ist zwingend nötig. Wir sind uns einig, dass dafür smarte Stromnetze ausgebaut und neue Technologien integriert werden müssen. Doch die hohen Kosten hierfür sind ungerecht verteilt. Aufgrund von unzureichenden politischen Rahmenbedingungen fallen die Kosten für die Bürgerinnen und Bürger noch höher aus als nötig.“ Erschwerend komme hinzu, dass die privaten Haushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen über ihre Stromrechnung mit einem mehrstelligen Milliardenbetrag belastet würden, während besonders energieintensive Unternehmen von diesen Kosten verschont bleiben, kritisiert Fiedeldey.

Gemeinsam mit 13 weiteren nordbayerischen Stadtwerken haben die Stadtwerke Bamberg deshalb die Initiative „Energiewende bezahlbar“ gegründet und fordern die Bundesregierung und die bayerische Staatsregierung auf, dass die Kosten für die Energiewende reduziert und solidarisch auf alle Stromkunden verteilt werden. Stadtwerke-Kunden können sich auf der Webseite www.energiewende-bezahlbar.de an einer Online-Petition an den Deutschen Bundestag beteiligen und die Forderungen nach günstigeren Strompreisen unterstützen.


Stadtwerke helfen beim Stromsparen

Die Stadtwerke Bamberg helfen ihren Kunden beim Stromsparen. Die Energieberater der Stadtwerke beraten die Kunden, wie sie Stromverschwender erkennen und ihren Verbrauch reduzieren können. In den meisten Fällen ist diese Beratung kostenlos. Besonders effektiv ist der Wechsel auf energiesparende LED-Lampen. „Der Kauf einer solchen Lampe lohnt sich schon nach wenigen Monaten, weil sie im Durchschnitt nur ein Zehntel des Stroms einer normalen Glühbirne verbrauchen“, weiß Stadtwerke-Beleuchtungsexperte Matthias Windfelder. Wer beispielsweise eine 60-Watt-Glühbirne gegen eine gleich helle LED-Lampe austausche, könne jährlich mehr als 20 Euro Stromkosten sparen. Im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms belohnen die Stadtwerke die Treue ihrer Kunden mit einer kostenlosen LED-Lampe. Den Gutschein hierfür erhalten die Stromkunden in diesen Tagen per Post.

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