Mehr Sicherheit am Sonderlandeplatz: Bauarbeiten für die Umzäunung gestartet

(vom 21.12.2018)

An der Bamberger Breitenau sind die Bauarbeiten für die Umzäunung des Sonderplatzes gestartet. Damit entsprechen die Stadtwerke Bamberg den Vorgaben des Luftamts Nordbayern zur Erhöhung der Sicherheit des Sonderlandeplatzes. Eine zweite Maßnahme zur Steigerung der Sicherheit ist bereits abgeschlossen: Die Windenschleppstrecke für Segelflugzeuge ragt jetzt nicht mehr in den zwingend notwendigen Sicherheitsstreifen entlang der Start- und Landebahn hinein.

Der 3.500 Meter lange Zaun sichert den Flugbetrieb vor Passanten, die unerlaubt den Sonderlandeplatz betreten. Der Zaum verläuft südlich des Wäldchens an der Kemmerstraße, so dass der Wald nach wie vor von den Kramersfelder Bürgern genutzt werden kann. Der Bau des Zaunes war bereits 2014 zur Ertüchtigung des Sonderlandeplatzes als Infrastruktureinrichtung für den Wirtschaftsraum beschlossen worden, als es noch keine Pläne gab, in Bamberg den Instrumentenflug für Flächenflugzeuge zu ermöglichen. Allerdings wäre eine entsprechende Genehmigung mit der Auflage verbunden, den Sonderlandeplatz einzuzäunen. Die Planung der Zauntrasse erfolgte in enger Abstimmung mit dem Umweltamt der Stadt Bamberg, der städtischen Forstverwaltung und der beauftragten Umweltgutachterin Dr. Beate Bugla. Auch bei der Verlegung der Windenschleppstrecke aus dem Sicherheitsstreifen entlang der Start- und Landebahn hatten die naturschutzfachlichen Auflagen eine hohe Bedeutung. Mit den Bauarbeiten war die Herstellung von Ausgleichsflächen verbunden.

Bürgerinformationsveranstaltung 2019

Im ersten Quartal des kommenden Jahres soll eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung zum Sonderlandeplatz stattfinden. Sie war ursprünglich für Dezember 2018 angekündigt worden, musste aber verschoben werden, weil das Lärmschutzgutachten noch nicht vorliegt. Oberbürgermeister Andreas Starke: „Uns ist eine transparente Information der Bürgerinnen und Bürger sowie der Umlandgemeinden sehr wichtig. Sobald alle Informationen der Gutachter vorliegen, werden wir unverzüglich einladen und offen informieren.“ 

Am Sonderlandeplatz Bamberg dürfen Motorflugzeuge und Hubschrauber bis 10 Tonnen Höchstabflugmasse starten und landen. Bereits im Winter 2015/2016 hatten die Stadtwerke Bamberg beim Luftamt Nordbayern die luftfahrtrechtliche Genehmigung des Instrumentenflugs für Helikopter beantragt. Im September 2017 hatte die bayerische Staatsregierung für eine so genannte „Kombilösung“ zwischen dem Bamberger Sonderlandeplatz und dem Verkehrslandeplatz Coburg-Brandensteinsebene geworben, um den Werksflugverkehr mit Geschäftsflugzeugen in der Region auch zukünftig sicher abzuwickeln. In diesem Zusammenhang soll in Bamberg das Instrumentenflugverfahren auch für Flächenflugzeuge ermöglicht werden, womit die Erhöhung der Flugsicherheit und die bessere Planbarkeit von Flügen am Standort Bamberg gegeben sei. Eine Änderung der Flugbetriebszeiten soll damit nicht verbunden sein.

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