Tochter und Vater in Gärtnernei
Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Wir machen die Energiewende erlebbar

Über die sogenannte Energiewende diskutiert die Welt schon lange. Erste Schritte sind mit dem (absehbaren) Ende der Atomkraft in Deutschland bereits getan.

Doch damit die Energieversorgung auch ohne fossile Brennstoffe und Atom-Energie langfristig stabil bleibt, braucht es noch mehr Anstrengung. Nur, wenn wir alle unseren Teil beitragen, werden wir in einigen Jahrzehnten vollkommen unabhängig von den „alten“, umweltschädlichen Energieträgern sein.

Als Energieversorger sehen wir uns schon heute in der Pflicht, Strom aus regenerativen Quellen bereitzustellen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.

In Zukunft werde alle Ihre Anstrengungen noch intensivieren müssen. Private Haushalte und Unternehmen können bereits heute einen Beitrag dazu leisten: Indem wir Stromverbrauch reduzieren, muss weniger Energie produziert werden und die Umwelt wird geschont.

Wie kann also die Energiewende gelingen? Wir haben unsere Ideen realisiert:

100 % Ökostrom

17 %

der Energie in Deutschland kommt aus regenerativen Quellen (2018) 

1825

wurde die erste Wasserturbine zur Stromgewinnung erfunden. 

50 %

der regenerativen Energie stammt aus Windkraft (2018) 

Die beliebtesten Arten von Erneuerbarer Energie

Die Kraft des Windes nutzt vor allem der Norden Deutschlands (u.A. auch Offshore in der Nordsee). Zudem sind Windparks in den Höhenlagen in der Mitte und im Süden Deutschlands lohnend.

Solaranlagen auf privaten Dächern können den Energieverbrauch einzelner Haushalte decken. Zusätzlich sind Photovoltaik-Anlagen auf Industrieanlagen oder ganze Solarparks für die Energiegewinnung im größeren Stil geeignet. Vor allem in den Sommermonaten entsteht so viel Energie.

Unsere PV-Anlagen 

Die Verbrennung von Biogas, Hackschnitzeln, Biomethan oder anderen Bio-Brennstoffen kann ebenfalls zur Energiegewinnung genutzt werden. Der Vorteil: Viele der dafür benötigten Rohstoffe wachsen schnell nach und sind damit potentiell unendlich, z.B. Gras oder andere Pflanzen.

Obwohl Energie aus Wasser schon seit 5000 Jahren genutzt wird, stellt sie den kleinsten Anteil an regenerativen Energien in Deutschland. Der Grund dafür ist einfach: Nicht jedes Gewässer eignet sich für die Gewinnung von Energie. Moderne Kleinkraftwerke können aber aus fast jedem Fluss Energie gewinnen ohne die Lebewesen im Fluss zu gefährden.

Unser Ökostrom aus Wasserkraft

In 100 Metern unter der Erdoberfläche herrschen durchgehend Temperaturen von 10°C. Bohrt man anschließend noch tiefer, steigt die Temperatur pro 100 Meter um 3°C an. Unter der Erdoberfläche schlummern also große Energiereserven, die bisher kaum genutzt werden. Privathaushalte können diese Energie mit einer Wärmepumpe nutzen, z.B. um ihr Haus zu heizen. Fernwärme bringt die Wärme der Erde aus größerer Tiefe in die Stadt

Jahr für Jahr erzeugen wir mehr Strom aus erneuerbaren Energien.

Stromerzeugung aus Sonnenkraft
Infogram
Wasserkraftwerk Viereth

Energieerzeugung vor den Toren Bambergs

Übrigens: Bei den Stadtwerken Bamberg stellen wir hauptsächlich Energie aus Wasserkraft bereit.

Ein wichtiger Lieferant ist dabei das Wasserkraftwerk Viereth vor den Toren Bambergs, das jährlich rund 30 GWh nachhaltigen Strom für Bamberg und Umgebung produziert.

Mehr darüber lesen Sie hier

Mikro-Kraftwerke als Trend

Energie mitten in der Stadt produzieren

Ein häufiger Kritikpunkt bei regenerativen Energiequellen ist der Platz, der für Windenergieparks, große Photovoltaik-Anlagen und Biogas-Anlagen benötigt wird. Diesen Raum benötigen wir aber gleichzeitig auch, um die Wohnungsknappheit zu reduzieren und die Versorgung der Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten sicherzustellen.

Wollen wir also den Anteil an erneuerbaren Energien steigern, muss sich die Energiegewinnung nahtlos ins Stadtbild integrieren. Die Lösung: Teilweise weg von großen Anlagen - hin zu Mikro-Anlagen, die je nur wenige Haushalte versorgen können. Viele kleine Anlagen in Wohnortnähe können ebenso gut eine sichere Versorgung gewährleisten wie eine große Anlage fern von der Stadt.

Im Moment befinden sich viele Projekte noch in der Erprobung. Zudem muss die Netzstruktur in Deutschland an diese neuen Gegebenheiten angepasst werden: Anstelle weniger großer Strom-Lieferanten müssen künftig viele kleine Quellen koordiniert werden. Doch Experten sind zuversichtlich, dass dieser Umbruch mit etwas Entwicklungsarbeit gelingen kann.

Kleine Kraftpakete in Bamberg

Die Stadtwerke Bamberg setzen bereits seit einiger Zeit auf hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in verschiedenen Teilen Bamberg und sparen dort bis zu 50 Prozenz Primärenergie ein. 

Unsere KWK-Erzeugung

Wie kann die Energiegewinnung mitten in der Stadt aussehen?

Photovoltaikanlagen

Auf Dächern von Häusern, Unternehmen und Hallen

Windkraftanlagen

Auf den Dächern hoher Gebäude und im Umland der Stadt

Wasserkraftanlagen

In Flussläufen auch innerhalb der Stadt

Erdwärme

Großflächig als Heizenergie nutzen

Hier kannst Du Deinen Ökostromtarif berechnen

Spare in der Zeit, hast du in der Not

Wie Strom gespeichert werden kann

Die Herausforderung, erneuerbare Energiequellen ins Stadtbild zu integrieren, lässt sich also recht einfach lösen. Ein anderes Problem ist jedoch schwerwiegender: Die meisten regenerativen Energien sind nicht rund ums Jahr bzw. Tag und Nacht verfügbar. Mal gibt es tagelange Windstille, dann wieder Sturm. Nachts und im Winter scheint die Sonne seltener. Dennoch haben die Menschen auch während der Windstille und im Winter denselben Strombedarf wie im Sommer oder bei Sturm.

Eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist die Speicherung von Strom. Die bisherigen Speichermöglichkeiten reichen noch nicht, um eine größere Menge an regenerativen Energien zu speichern, weshalb bisher in Spitzenzeiten Strom aus Atomkraft oder fossilen Brennstoffen den Mangel ausgleicht. Zudem wirken derzeitige Speicher oft nur kurzfristig (z.B. über Nacht), nicht aber langfristig (z.B. um im Sommer für den Winter Strom einzulagern). Deshalb ist hier noch viel Forschung notwendig.

Ansätze zur Speicherung von regenerativem Strom

  • Elektrochemische Speicherung: Dieses Prinzip findet bei Batterien Anwendung. Große Akkus könnten Strom zwischenspeichern.
  • Chemische Speicherung: Durch die Umwandlung von Windstrom in Wasserstoff und / oder Methan kann Strom gespeichert werden.
  • Thermische Speicherung: Nicht benötigter Strom erwärmt Wasser. Dadurch kann Heizwärme entstehen oder wieder Strom erzeugt werden.
Strom intelligent verteilen

Smart Meter Technologie

Strom kurzfristig für Nachfragespitzen zu speichern, ist ein Weg. Was wäre aber, wenn das gar nicht nötig wäre? Wenn Nachfragespitzen durch intelligente Geräte abgefangen werden?

Ein sogenannter Smart Meter versucht genau das: Die „intelligenten Zähler“ kommunizieren nicht nur den aktuellen Stromverbrauch direkt an den Stromversorger, sodass eine Ablesung nicht mehr notwendig wird. Sie haben auch den jeweils aktuellen Strompreis (bedingt durch die Nachfrage nach Strom) im Blick und geben dann bestimmten Haushaltsgeräten ein Signal. So läuft die strom-intensive Waschmaschine oder Spülmaschine nur dann, wenn gerade geringe Nachfrage nach Strom besteht.

Doppelter Vorteil: Für den Kunden bedeutet das bares Geld.

Wer in „günstigen“ Zeiten Strom bucht, wird auch weniger zahlen – Für den Anbieter bedeutet das, dass die Netzlast gleichmäßiger verteilt wird. Dadurch ist weniger Speicherung von Strom nötig und die Steuerung des Stromnetzes wird einfacher. Die Stadtwerke Bamberg verwenden bereits Smart Meter in ausgewählten Haushalten und in den kommenden Jahren werden mehr und mehr Kunden umgerüstet.

Mehr über Smart Meter erfahren

Tipps zum Energiesparen im Alltag von den Stadtwerken Bamberg
Energie sparen

Wie können wir alle unseren Stromverbrauch reduzieren?

Unbestritten eines der effektivsten Mittel, um die Energiewende zu erleichtern, ist es weniger Energie zu verbrauchen. Was nicht gebraucht wird, muss erst gar nicht produziert werden - egal, mit welcher Methode zur Energiegewinnung.

Dabei ist Strom sparen gar nicht so einfach: Denn wir sehen meist nicht, wie viel Strom ein Gerät verbraucht. Dazu geben Smart Meter einen ersten Ansatz. Auch manche Smart Home Geräte können eine intelligente Steuerung vornehmen, um den Stromverbrauch zu minimieren. Das betrifft vor allem die Heizung und Lüftung von Innenräumen.

In Zukunft wird der Energieverbrauch vielleicht noch besser sichtbar und auf einzelne Geräte zurückführbar sein: Testweise wurden solche Detektoren bereits in Smart Metern verbaut. Dann können Sie genau sehen, wo die „Stromfresser“ in Ihrem Haushalt lauern. Vielleicht wollen Sie dann einen Energiespar-Wettbewerb mit Ihren Nachbarn starten?

Tipps zum Energie und Geld sparen

  • Alte Geräte austauschen: Alte Waschmaschinen, Kühlschränke und Spülmaschinen sind oft wahre Stromfresser! Daher lohnt sich die Investition in neue, effiziente Geräte in jedem Fall.

  • Energiesparprogramm: Auch bei der Waschmaschine lässt sich mit einem Energiesparprogramm viel Strom und Wasser einsparen. Waschen Sie nur volle Maschinen, denn ein halb-voller Waschgang benötigt ebenso viel Energie wie eine volle Maschine.

  • Beleuchtung: Tauschen Sie Glühbirnen gegen effizientere LED-Beleuchtung. Da diese Lampen oft auch eine längere Lebensdauer haben, sparen Sie sich das regelmäßige Austauschen der Leuchtmittel und haben den höheren Anschaffungspreis in der mittleren Frist ausgeglichen.

  • Küchengeräte: Apropos Kühlschränke und Tiefkühltruhen: Selbst bei neuen Geräten können Sie eine Menge Strom sparen, wenn Sie diese regelmäßig abtauen. Denn dann funktioniert das Gerät wieder einwandfrei und benötigt weniger Strom.

  • Haushaltsgeräte: Verwenden Sie einen Trockner nur dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt (z.B. weil die Wäsche schnell fertig sein muss). Die Kraft der Sonne trocknet ebenso gut.

  • Standby beseitigen: Schließen Sie Elektrogeräte einfach an Mehrfachsteckdosen mit Ein- und Ausschalter an. So können Sie sicher sein, dass der Standby-Modus aus ist, wenn Sie die Geräte nicht benötigen.