Grüne Wärme in Bamberg

Fernwärme aus Biogas für den Stadtteil Gereuth

Funktionsweise Fernwärme Gereuth

 Kein Transport, keine Lagerung
2   Extra dicke Lärmschutzwände
3   Biogasproduktion aus regionaler Biomasse
4   Drei Pufferspeicher à 15.000 Liter
5   Wärme und Strom für über 500 Haushalte
6   Keine Geruchsbelästigung wie z. B. bei einer Ölheizung
7   50 % weniger CO2-Belastung pro Jahr (550 Tonnen)

 


Von außen ein unscheinbares, betongraues Gebäude, innen geballte grüne Energie: Das Heizwerk im Stadtteil Gereuth hat es in sich. Es versorgt mehr als 500 Haushalte umweltfreundlich mit Wärme und Strom aus Biogas.

 

Das Heizkraftwerk verbrennt nachhaltig erzeugtes Biogas in Erdgasqualität aus der Region. Auf in Monokulturen angebauten Mais verzichten unsere Lieferanten weitgehend.

Über eine unterirdische Leitung gelangt das Gas zur Anlage. Damit entfallen Transportverkehr und Lagerflächen. Durch extradicke Betonwände fügt sich das Kraftwerk fast geräuschlos in den Stadtteil ein.

Ein kleines Effizienzwunder sind die großen Pufferspeicher. Unabhängig vom aktuellen Wärmebedarf kann das Heizwerk damit gleichmäßig viel Strom und Wärme aus Biogas produzieren.

Ist der Wärmebedarf tagsüber gering, lässt sich das heiße Wasser in den drei 15.000-Liter-Puffertanks speichern. In den Hochlastzeiten am Abend und am Morgen stehen diese Reserven dann zur Verfügung. Es ist kaum noch zusätzliches Erdgas nötig, um Spitzenlasten abzufangen.

550 Tonnen weniger CO2

Das Blockheizkraftwerk in der Gereuth versorgt seit 2016 über 500 Haushalte mit umweltfreundlicher Wärme und Strom. Der jährliche CO2-Ausstoß im Stadtteil Gereuth ist um 59 Prozent oder 550 Tonnen gesunken.

Wo alles begann: Fernwärme für die „Mayersche Gärtnerei“

Mitte der 90er Jahre wurden die ehemaligen Anbauflächen der Mayerschen Gärtnerei in Flächen für Wohnbebauung umgestaltet. Die Wohnsiedlung Mayersche Gärtnerei entstand.

Von vorn herein war eine ökologische und regenerative Wärmeversorgung mittels eines Nahwärmenetzes zentraler Bestandteil der Erschließungsplanungen.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, vereinbarte der Bauherr, die Joseph Stiftung, eine Kooperation mit den Stadtwerken Bamberg. Die Fernwärme Bamberg GmbH war geboren.

In unmittelbarer Nähe des neuen Wohngebiets wurde 1997 das Heizwerk „Weidendamm“ errichtet, das ihre Kunden mit Abwärme aus dem naheliegenden Müllheizkraftwerk in der Rheinstraße versorgt. Zur Abdeckung der Spitzenlast verfügt das Heizwerk über Heißwasserkessel, die sowohl mit Erdgas als auch mit Heizöl betrieben werden können.

2009 wurde das Versorgungsgebiet der Fernwärme Bamberg GmbH um einen weiteren Versorgungsstrang erweitert. Über eine Fernwärmeleitung in der Europabrücke, die über den Margaretendamm, die Königstraße bis zur Berufsschule II in der Dr.-v.-Schmitt-Straße führt, sind bis heute über 60 Liegenschaften an das Fernwärmenetz angeschlossen. Darunter auch mehrere Hotels, Geschäftshäuser und die Berufschule II.

Seit Beginn der 90er Jahre wurde das Versorgungsgebiet der Fernwärme stetig ausgebaut, so dass man im Jahr 2012 aus Gründen der Versorgungssicherheit das Heizwerk „Weidendamm“ um einen dritten Spitzenlastkessel erweitert hat.

Um die Bedeutung der Geschäftsfelder Energieerzeugung, Abwärmenutzung und Wärme im Konzern der Stadtwerke weiter hervorzuheben, wurde die „Fernwärme Bamberg GmbH“ 2017 in die „Stadtwerke Bamberg Wärme und Energieerzeugungs GmbH“ umbenannt. 

Heute beliefern wir 360 Kunden mit Fernwärme. Die Anschlussleistung liegt hier bei über 19 Megawatt.


Wärme für den "Föhrenhain" (Pines) kommt zu 70 Prozent aus erneuerbaren Energien

Bezahlbarer Wohnraum für Familien und die nachhaltige klimafreundliche Energieversorgung eines ganzen Wohnviertels – im Quartier „Am Föhrenhain“ setzen die Stadttöchter gleich zwei der obersten städtischen Ziele um.

Mittlerweile leben auf dem Gelände viele Familien, mehrere Senioren-WGs und pro Haus eine Familie anerkannter Asylsuchender. Ihr warmes Wasser und Ihre Heizwärme erhalten Sie über das effiziente Heizkraftwerk auf dem Gelände.

Das quartierseigene Blockheizkraftwerk kommt äußerlich eher schlicht - in Form eines weißen Gebäudes in der Größe einer Doppelgarage - daher. Die massive Bauweise und zusätzliche Schallschutzmaßnahmen sorgen dafür, dass kaum Geräusche nach außen dringen. Das Herz der Energiezentrale im Inneren besteht aus einem effizienten Vier-Zylinder-Motor, der mit Biogas betrieben wird. Er produziert jährlich 350.000 kWh Strom, der ins Netz der Stadtwerke eingespeist wird. Die dabei erzeugte Wärme (1.100 MWh pro Jahr) versorgt die anliegenden Wohnungen mit heißem Wasser für Dusche und Heizung. Höchste Versorgungssicherheit auch in Hochlastzeiten bietet ein zusätzlicher Erdgaskessel. 


ERBA-Insel

Den Anschein einer grünen Insel macht das ERBA-Gelände seit der Landesgartenschau 2012 nicht nur von oben. Auch unter der Erde pocht grüne Energie. Über eine eigene Trasse werden alle Standorte auf der ERBA-Insel mit regenerativer Wärme aus dem Heizwerk „Weidendamm“ versorgt. Damit werden sowohl der Universitätsgebäude als auch die gesamten Studentenwohnungen umweltfreundlich beheizt.

Erba Insel

Holzhackschnitzel beheizen Passivhaushallenbad

Unser Familien- und Sportbad Bambados versorgen wir zu rund 65 Prozent durch ein eigenes Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme. Das Blockheizkraftwerk am Bambados nutzt den nachwachsenden Rohstoff Holz, den wir im Wasserschutzgebiet selbst anbauen. Lediglich zu Spitzenlastzeiten schalten wir Erdgas-Heizkessel zu.

Durch das Kraftwerk reduzieren wir den CO2-Ausstoß um etwa 1.525 Tonnen pro Jahr.


Interesse an Fernwärme? – Die Vorteile liegen auf der Hand:

 

  • Kein Platzbedarf für Heizungsanlagen und Brennstoffe
  • Wartungsfreier Betrieb
  • Ohne Vorfinanzierung von Anlagen und Brennstoffen
  • Umweltfreundlich
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