Unsere Energieerzeugung

So treiben wir mit unserer Energieerzeugung die Energiewende voran

Über die sogenannte Energiewende diskutiert die Welt schon lange. Erste Schritte sind mit dem (absehbaren) Ende der Atomkraft in Deutschland bereits getan.

Doch damit die Energieversorgung auch ohne fossile Brennstoffe und Atom-Energie langfristig stabil bleibt, braucht es noch mehr Anstrengung. Nur, wenn wir alle unseren Teil beitragen, werden wir in einigen Jahrzehnten vollkommen unabhängig von den „alten“, umweltschädlichen Energieträgern sein.

Als regionaler Energieversorger sehen wir uns schon heute in der Pflicht, Strom aus regenerativen Quellen bereitzustellen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern – in Bamberg direkt und außerorts.

Die beliebtesten Arten von Erneuerbarer Energie

In Zukunft werde alle Ihre Anstrengungen noch intensivieren müssen. Private Haushalte und Unternehmen können bereits heute einen Beitrag dazu leisten: Indem wir Stromverbrauch reduzieren, muss weniger Energie produziert werden und die Umwelt wird geschont.

Wie kann also die Energiewende gelingen? Wir haben unsere Ideen realisiert:

Die Kraft des Windes nutzt vor allem der Norden Deutschlands (u.A. auch Offshore in der Nordsee). Zudem sind Windparks in den Höhenlagen in der Mitte und im Süden Deutschlands lohnend.
Wir unterstützen den Bau von Windkraftanlagen und sind mittlerweile an vier Windparks beteiligt.

Windparks

Solaranlagen auf privaten Dächern können den Energieverbrauch einzelner Haushalte decken. Zusätzlich sind Photovoltaik-Anlagen auf Industrieanlagen oder ganze Solarparks für die Energiegewinnung im größeren Stil geeignet. Vor allem in den Sommermonaten entsteht so viel Energie.

Unsere PV-Anlagen 

Die Verbrennung von Biogas, Hackschnitzeln, Biomethan oder anderen Bio-Brennstoffen kann ebenfalls zur Energiegewinnung genutzt werden. Der Vorteil: Viele der dafür benötigten Rohstoffe wachsen schnell nach und sind damit potentiell unendlich, z.B. Gras oder andere Pflanzen.

Obwohl Energie aus Wasser schon seit 5000 Jahren genutzt wird, stellt sie den kleinsten Anteil an regenerativen Energien in Deutschland. Der Grund dafür ist einfach: Nicht jedes Gewässer eignet sich für die Gewinnung von Energie. Moderne Kleinkraftwerke können aber aus fast jedem Fluss Energie gewinnen ohne die Lebewesen im Fluss zu gefährden.

Unser Ökostrom aus Wasserkraft

In 100 Metern unter der Erdoberfläche herrschen durchgehend Temperaturen von 10°C. Bohrt man anschließend noch tiefer, steigt die Temperatur pro 100 Meter um 3°C an. Unter der Erdoberfläche schlummern also große Energiereserven, die bisher kaum genutzt werden. Privathaushalte können diese Energie mit einer Wärmepumpe nutzen, z.B. um ihr Haus zu heizen. Fernwärme bringt die Wärme der Erde aus größerer Tiefe in die Stadt. Auf Geothermie setzen wir auf dem Lagarde-Campus.

Wärme 4.0

17 %

der Energie in Deutschland kommt aus regenerativen Quellen (2018) 

1825

wurde die erste Wasserturbine zur Stromgewinnung erfunden. 

50 %

der regenerativen Energie stammt aus Windkraft (2018) 

Wasserkraftwerk Viereth

Energieerzeugung vor den Toren Bambergs

Übrigens: Bei den Stadtwerken Bamberg stellen wir hauptsächlich Energie aus Wasserkraft bereit.

Ein wichtiger Lieferant ist dabei das Wasserkraftwerk Viereth vor den Toren Bambergs, das jährlich rund 30 GWh nachhaltigen Strom für Bamberg und Umgebung produziert.

Mehr darüber lesen Sie hier

Integrierte Energie-, Wärme- und Mobilitätskonzepte

Wo früher mit schweren Maschinen und viel Energie Güter produziert wurden, entsteht überall in der Stadt Bamberg neuer Wohn- und Lebensraum (ERBA, Schaeffler, Megalith, Glaskontor etc). Wir entwickeln dafür nachhaltige Energie- und Verkehrskonzepte. Aktuell erarbeiten wir mit einem Konsortium aus Wissenschaft und Technik für die ehemalige Lagarde-Kaserne ein wegweisendes Strom-, Wärme- und Mobilitätskonzept, das deutschlandweit Beachtung findet.

Zum Projekt

Wir nutzen die strahlende Kraft
der Sonne zur Energiegewinnung.

Solaranlagen in Bamberg

Photovoltaikanlagen in Bamberg

Wir sind überzeugt, dass der Schlüssel zur Energiewende in der dezentralen Erzeugung von erneuerbarer Energie liegt. Deshalb haben wir unsere eigenen Dachflächen und die von Partnern ­­­­– wo ertragreich und möglich –mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Zusätzlich betreiben wir im niederbayerischen Schöfweg eine Anlage. Den Ausbau des Sonnenstroms treiben wir kontinuierlich voran.

Eigene PV-Anlagen in Bamberg

  • Spitzenleistung: 709 Kilowatt
  • Jahresertrag: 685.000 Kilowattstunden
  • CO2 Einparung pro Jahr: 300 Tonnen
  • Spitzenleistung: 216 Kilowatt
  • Jahresertrag: 195.000 Kilowattstunden
  • CO2 Einsparung pro Jahr: 100 Tonnen
  • Spitzenleistung: 180 Kilowatt
  • Jahresertrag: 160.000 Kilowattstunden
  • CO2 Einsparung pro Jahr: 82 Tonnen
  • Spitzenleistung: 108 Kilowatt
  • Jahresertrag: 97.000 Kilowattstunden
  • CO2 Einsparung pro Jahr: 50 Tonnen

In die Dachbahnen des Nebengebäudes wurden bereits vor einigen Jahren PV-Modulen integriert. Dort wurde 2020 eine weitere PV-Anlage installiert, um die vorhandene Dachfläche noch optimaler auszunutzen. Die neue PV-Anlag dient überwiegend der Eigenversorgung des Firmenstandorts. 

  • Spitzenleistung: ca. 170 Kilowatt
  • Jahresertrag: ca. 160.000 kWh, mit einem Eigenstromanteil von ca. 90 %

Vorteile:

  • Erhöhung des selbst regenarativ erzeugten Stromanteils
  • Senkung der Kosten. Kosten für Strom aus eigener PV-Anlage sind gut kalkulierbar und langfristig konstant.
  • Für eigengenutzten Strom aus der PV-Anlage ("Personenidentität" Erzeuger - Verbraucher) fällt nur die reduzierte EEG-Umlage (2,562 ct/kWh) an.

Beteiligung an PV-Anlagen außerhalb Bambergs

  • Spitzenleistung: 622 Kilowatt
  • Jahresertrag: 600.000 Kilowattstunden
  • CO2 Einsparung pro Jahr: 300 Tonnen

6

PV-Anlagen

1737000

 kWh Jahresleistung

822

 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr

Ist Ihre EEG-Anlage bald mehr als 20 Jahre alt?

Betreiber einer nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz geförderten Energieerzeugungsanlage profitieren von gesetzlich garantierten, festen Einspeisevergütungen. Der Gesetzgeber sieht vor, dass diese Art der Förderung nach einer Laufzeit von 20 Jahren ausläuft. Wir  sorgen dafür, dass die Erzeugungsanlage auch nach Auslaufen der Förderung weiterhin profitabel betrieben werden kann. Sprechen Sie uns an.

Ihr Ansprechpartner

Klaus Wagner

0951 77-2305
klaus.wagner(at)stadtwerke-bamberg(dot)de

Volleinspeisung

Wir nehmen den von der Anlage erzeugten Strom zu 100% ab. So generiert die Erzeugungsanlage auch in Zukunft planbare Einnahmen. Wir sichern Ihnen einen festen Preis je eingespeister kWh zu.

Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung

Wir rüsten die Anlage auf Eigenverbrauch um. Den von der Anlage produzierten Strom verbraucht der Kunde selbst. Überschüssigen Strom kaufen die STWB ab. Falls der eigene Strom einmal nicht ausreicht: Den Reststrom bezieht der Kunde über unseren bambergStrom natur zu 100% aus regionalem Ökostrom. Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot. 

Eigenverbrauch und Speicher

Wir rüsten die Anlage auf Eigenverbrauch um und installieren zusätzlich einen Stromspeicher, mit dem der Kunde die erzeugte Energie jederzeit nutzen kann. Überschüssigen Strom kaufen wir ab. Falls der eigene Strom einmal nicht ausreicht: Den Reststrom bezieht der Kunde über unseren bambergStrom natur zu 100% aus regionalem Ökostrom.

Wir nutzen das mächtige Element 
Wind zur Stromerzeugung.

Windparks der Stadtwerke Bamberg

Unsere Beteiligung an Windkraftanlagen

Im Rahmen der Energieallianz Bayern (EAB) investieren wir gemeinsam mit anderen bayerischen Kommunen in erneuerbare Energien. Aktuell sind wir an den Windparks Neutz I und II, Domnitz I und II sowie Zieger mit insgesamt rund 480.000 Euro beteiligt.

Im Lacuna Windpark Bucheck Nähe Gefrees an der Grenze der Landkreise Hof und Bayreuth im oberfränkischen Witzelshofen-Bucheck drehen sich seit Oktober 2015 vier Windräder. Mit einer Leistung von 9.600 Kilowatt versorgen sie pro Jahr circa 6.000 durchschnittliche Vierpersonenhaushalte (22.789 MWh) mit regenerativem Strom. Wir sind daran mit 4,98 Prozent beteiligt. Das entspricht einer Investitionssumme von 230.000 Euro. Diese stammen komplett aus den Mitteln des Stromtarifs bambergStrom natur.

Die Windparks Neutz I und II in Sachsen-Anhalt verfügen über insgesamt zehn Windräder. Die Anlagen sind jeweils 103 Meter hoch, ihre Rotoren haben einen Durchmesser von 92 Metern. Beide Anlagen haben eine Leistung von zusammen 22 Megawatt.

Die Windparks Domnitz I und II in Sachsen-Anhalt bestehen aus insgesamt sechs Windrädern, die je 101 Meter hoch sind. Ihre Rotoren haben einen Durchmesser von 82 Metern. Die Gesamtleistungbeträgt 12 Megawatt. Damit produzieren die Anlagen umweltfreundlichen Strom für etwa 6.500 Haushalte.

Der Windpark Zieger liegt südöstlich von Neumarkt in der Oberpfalz. Er umfasst fünf Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,5 Megawatt. Die Windräder sind 138 Meter hoch. Ihre Rotoren haben einen Durchmesser von 82 Metern. Insgesamt hat das Projekt ein Volumen von knapp 18 Millionen Euro.

4

Beteiligungen an Anlagen

78000

 kWh Jahresleistung

480000

Euro Investition

Wir nutzen unser Know-How für denzentrale kleine und hocheffizente Kraftpakete.

Mikro-Kraftwerke als Trend

Energie mitten in der Stadt produzieren

Ein häufiger Kritikpunkt bei regenerativen Energiequellen ist der Platz, der für Windenergieparks, große Photovoltaik-Anlagen und Biogas-Anlagen benötigt wird. Diesen Raum benötigen wir aber gleichzeitig auch, um die Wohnungsknappheit zu reduzieren und die Versorgung der Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten sicherzustellen.

Wollen wir also den Anteil an erneuerbaren Energien steigern, muss sich die Energiegewinnung nahtlos ins Stadtbild integrieren. Die Lösung: Teilweise weg von großen Anlagen - hin zu Mikro-Anlagen, die je nur wenige Haushalte versorgen können. Viele kleine Anlagen in Wohnortnähe können ebenso gut eine sichere Versorgung gewährleisten wie eine große Anlage fern von der Stadt.

Im Moment befinden sich viele Projekte noch in der Erprobung. Zudem muss die Netzstruktur in Deutschland an diese neuen Gegebenheiten angepasst werden: Anstelle weniger großer Strom-Lieferanten müssen künftig viele kleine Quellen koordiniert werden. Doch Experten sind zuversichtlich, dass dieser Umbruch mit etwas Entwicklungsarbeit gelingen kann.

Effiziente Strom- und Wärmeerzeugung mit KWK

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bedeutet, dass wir in Blockheizkraftwerken mithilfe umweltfreundlicher Brennstoffe wie (Bio-)gas oder Holz Strom erzeugen. Die dabei entstehende Wärme nutzen wir, um unser Bambados zu beheizen und die Gebäude unserer Fernwärmekunden mit grüner Wärme zu versorgen. So sparen wir bis zu 50 Prozent Primärenergie ein.

Mehr erfahren

Wärmeerzeugung am Beispiel Blockheizkraftwerk in Bamberg-Gereuth

1Kein Transport, keine Lagerung
2Extra dicke Lärmschutzwände
3Biogasproduktion aus regionaler Biomasse
4Drei Pufferspeicher á 15.000 Liter
5Wärme und Strom für bis zu 600 Haushalte
6Keine Geruchsbelästigung wie z. B. bei einer Ölheizung
759 % weniger CO2-Belastung pro Jahr (550 Tonnen)

 

Mitte der 90er Jahre wurden die ehemaligen Anbauflächen der Mayerschen Gärtnerei in Flächen für Wohnbebauung umgestaltet. Die Wohnsiedlung Mayersche Gärtnerei entstand.

Von vorn herein war eine ökologische und regenerative Wärmeversorgung mittels eines Nahwärmenetzes zentraler Bestandteil der Erschließungsplanungen.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, vereinbarte der Bauherr, die Joseph Stiftung, eine Kooperation mit den Stadtwerken Bamberg. Die Fernwärme Bamberg GmbH war geboren.

In unmittelbarer Nähe des neuen Wohngebiets wurde 1997 das Heizwerk „Weidendamm“ errichtet, das ihre Kunden mit Abwärme aus dem naheliegenden Müllheizkraftwerk in der Rheinstraße versorgt. Zur Abdeckung der Spitzenlast verfügt das Heizwerk über Heißwasserkessel, die sowohl mit Erdgas als auch mit Heizöl betrieben werden können.

2009 wurde das Versorgungsgebiet der Fernwärme Bamberg GmbH um einen weiteren Versorgungsstrang erweitert. Über eine Fernwärmeleitung in der Europabrücke, die über den Margaretendamm, die Königstraße bis zur Berufsschule II in der Dr.-v.-Schmitt-Straße führt, sind bis heute über 60 Liegenschaften an das Fernwärmenetz angeschlossen. Darunter auch mehrere Hotels, Geschäftshäuser und die Berufschule II.

Über eine eigene Trasse werden auch der Uni-Campus und die Wohnungen, die seit der Landesgartenschau 2012 auf der ehemaligen Industrieinsel, der ERBA, entstanden sind, mit regenerativer Wärme versorgt.

Seit Beginn der 90er Jahre wurde das Versorgungsgebiet der Fernwärme stetig ausgebaut, so dass man im Jahr 2012 aus Gründen der Versorgungssicherheit das Heizwerk „Weidendamm“ um einen dritten Spitzenlastkessel erweitert hat.

Um die Bedeutung der Geschäftsfelder Energieerzeugung, Abwärmenutzung und Wärme im Konzern der Stadtwerke weiter hervorzuheben, wurde die „Fernwärme Bamberg GmbH“ 2017 in die „Stadtwerke Bamberg Wärme und Energieerzeugungs GmbH“ umbenannt. 

Heute beliefern wir 360 Kunden mit Fernwärme. Die Anschlussleistung liegt hier bei über 19 Megawatt.

Im Stadtteil Gereuth betreiben wir seit Oktober 2012 ein Blockheizkraftwerk, das rund 600 Haushalte umweltfreundlich mit Wärme versorgt.

Dazu verwenden wir überwiegend nachhaltig erzeugtes Biogas in Erdgasqualität aus der Region. Auf in Monokulturen angebauten Mais verzichten unsere Lieferanten weitgehend.

Durch einen großen Pufferspeicher lässt sich der zwischen den Hochlastzeiten morgens und abends sowie dem übrigen Tag stark schwankende Bedarf an Strom und Wärme optimal ausgleichen. Es ist kaum noch zusätzliches Erdgas nötig, um Spitzenlasten abzufangen.

Durch das Blockheizkraftwerk haben wir den jährlichen CO2-Ausstoß im Stadtteil Gereuth um 550 Tonnen reduziert.

Die Wärme für unser Freizeitbad Bambados erzeugen wir zum großen Teil im benachbarten Blockheizkraftwerk in Kraft-Wärme-Kopplung.

Das Kraftwerk nutzt den nachwachsenden Rohstoff Holz. Nur in Spitzen schalten wir Erdgas-Heizkessel zu.

Mit dem Blockheizkraftwerk erzeugen wir 65 Prozent der vom Bambados benötigten Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Insgesamt reduzieren wir den CO2-Ausstoß um etwa 80 Prozent. Dies entspricht geschätzten 1.525 Tonnen CO2 im Jahr.

Auf dem Gelände leben viele Familien, mehrere Senioren in WGs und pro Haus eine Familie anerkannter Asylsuchender. Ihr warmes Wasser und Ihre Heizwärme erhalten Sie über das effiziente Heizkraftwerk auf dem Gelände.

Das quartierseigene Blockheizkraftwerk ist gerade mal so groß wie eine Doppelgarage. Seine massive Bauweise und zusätzliche Schallschutzmaßnahmen sorgen dafür, dass kaum Geräusche nach außen dringen. Das Herz der Energiezentrale besteht aus einem effizienten Vier-Zylinder-Motor, der mit Biogas betrieben wird. Er produziert jährlich 350.000 kWh Strom, der ins Netz der Stadtwerke eingespeist wird. Die dabei erzeugte Wärme (1.100 MWh pro Jahr) versorgt die anliegenden Wohnungen mit heißem Wasser für Dusche und Heizung. Höchste Versorgungssicherheit auch in Hochlastzeiten bietet ein zusätzlicher Erdgaskessel. 

Das Wohngebiet an der Dr.-Hans-Neubauer-Straße (ehem. 1860er Gelände) wird mit umweltfreundlicher Wärme aus einem eigenen Blockheizkraftwerk versorgt. Unter Einsatz von Biogas und mit einer elektrischen Leistung von 70 kW und einer thermischen Leistung von 110 kW erzeugt es Strom.

Formulare, Dokumente und weitere Informationen

Downloadportal

5

KWK-Anlagen

65 %

der Energie im Bambados

11196 t

CO2-Einsparung pro Jahr
bei der Wärmeerzeugung mit Biomasse/-methan

Spare in der Zeit, hast du in der Not

Wie Strom gespeichert werden kann

Die Herausforderung, erneuerbare Energiequellen ins Stadtbild zu integrieren, lässt sich also recht einfach lösen. Ein anderes Problem ist jedoch schwerwiegender: Die meisten regenerativen Energien sind nicht rund ums Jahr bzw. Tag und Nacht verfügbar. Mal gibt es tagelange Windstille, dann wieder Sturm. Nachts und im Winter scheint die Sonne seltener. Dennoch haben die Menschen auch während der Windstille und im Winter denselben Strombedarf wie im Sommer oder bei Sturm.

Eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist die Speicherung von Strom. Die bisherigen Speichermöglichkeiten reichen noch nicht, um eine größere Menge an regenerativen Energien zu speichern, weshalb bisher in Spitzenzeiten Strom aus Atomkraft oder fossilen Brennstoffen den Mangel ausgleicht. Zudem wirken derzeitige Speicher oft nur kurzfristig (z.B. über Nacht), nicht aber langfristig (z.B. um im Sommer für den Winter Strom einzulagern). Deshalb ist hier noch viel Forschung notwendig.

Ansätze zur Speicherung von regenerativem Strom

  • Elektrochemische Speicherung: Dieses Prinzip findet bei Batterien Anwendung. Große Akkus könnten Strom zwischenspeichern.
  • Chemische Speicherung: Durch die Umwandlung von Windstrom in Wasserstoff und / oder Methan kann Strom gespeichert werden.
  • Thermische Speicherung: Nicht benötigter Strom erwärmt Wasser. Dadurch kann Heizwärme entstehen oder wieder Strom erzeugt werden.
Strom intelligent verteilen

Smart Meter Technologie

Strom kurzfristig für Nachfragespitzen zu speichern, ist ein Weg. Was wäre aber, wenn das gar nicht nötig wäre? Wenn Nachfragespitzen durch intelligente Geräte abgefangen werden?

Ein sogenannter Smart Meter versucht genau das: Die „intelligenten Zähler“ kommunizieren nicht nur den aktuellen Stromverbrauch direkt an den Stromversorger, sodass eine Ablesung nicht mehr notwendig wird. Sie haben auch den jeweils aktuellen Strompreis (bedingt durch die Nachfrage nach Strom) im Blick und geben dann bestimmten Haushaltsgeräten ein Signal. So läuft die strom-intensive Waschmaschine oder Spülmaschine nur dann, wenn gerade geringe Nachfrage nach Strom besteht.

Doppelter Vorteil: Für den Kunden bedeutet das bares Geld.

Wer in „günstigen“ Zeiten Strom bucht, wird auch weniger zahlen – Für den Anbieter bedeutet das, dass die Netzlast gleichmäßiger verteilt wird. Dadurch ist weniger Speicherung von Strom nötig und die Steuerung des Stromnetzes wird einfacher. Die Stadtwerke Bamberg verwenden bereits Smart Meter in ausgewählten Haushalten und in den kommenden Jahren werden mehr und mehr Kunden umgerüstet.

Mehr über Smart Meter erfahren

Energie sparen

Wie können wir alle unseren Stromverbrauch reduzieren?

Unbestritten eines der effektivsten Mittel, um die Energiewende zu erleichtern, ist es weniger Energie zu verbrauchen. Was nicht gebraucht wird, muss erst gar nicht produziert werden - egal, mit welcher Methode zur Energiegewinnung.

Dabei ist Strom sparen gar nicht so einfach: Denn wir sehen meist nicht, wie viel Strom ein Gerät verbraucht. Dazu geben Smart Meter einen ersten Ansatz. Auch manche Smart Home Geräte können eine intelligente Steuerung vornehmen, um den Stromverbrauch zu minimieren. Das betrifft vor allem die Heizung und Lüftung von Innenräumen.

In Zukunft wird der Energieverbrauch vielleicht noch besser sichtbar und auf einzelne Geräte zurückführbar sein: Testweise wurden solche Detektoren bereits in Smart Metern verbaut. Dann können Sie genau sehen, wo die „Stromfresser“ in Ihrem Haushalt lauern. Vielleicht wollen Sie dann einen Energiespar-Wettbewerb mit Ihren Nachbarn starten?

Tipps zum Energie und Geld sparen

  • Alte Geräte austauschen: Alte Waschmaschinen, Kühlschränke und Spülmaschinen sind oft wahre Stromfresser! Daher lohnt sich die Investition in neue, effiziente Geräte in jedem Fall.

  • Energiesparprogramm: Auch bei der Waschmaschine lässt sich mit einem Energiesparprogramm viel Strom und Wasser einsparen. Waschen Sie nur volle Maschinen, denn ein halb-voller Waschgang benötigt ebenso viel Energie wie eine volle Maschine.

  • Beleuchtung: Tauschen Sie Glühbirnen gegen effizientere LED-Beleuchtung. Da diese Lampen oft auch eine längere Lebensdauer haben, sparen Sie sich das regelmäßige Austauschen der Leuchtmittel und haben den höheren Anschaffungspreis in der mittleren Frist ausgeglichen.

  • Küchengeräte: Apropos Kühlschränke und Tiefkühltruhen: Selbst bei neuen Geräten können Sie eine Menge Strom sparen, wenn Sie diese regelmäßig abtauen. Denn dann funktioniert das Gerät wieder einwandfrei und benötigt weniger Strom.

  • Haushaltsgeräte: Verwenden Sie einen Trockner nur dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt (z.B. weil die Wäsche schnell fertig sein muss). Die Kraft der Sonne trocknet ebenso gut.

  • Standby beseitigen: Schließen Sie Elektrogeräte einfach an Mehrfachsteckdosen mit Ein- und Ausschalter an. So können Sie sicher sein, dass der Standby-Modus aus ist, wenn Sie die Geräte nicht benötigen.

Ihr Ansprechpartner

Klaus Wagner

0951 77-2305
klaus.wagner(at)stadtwerke-bamberg(dot)de