Infos zum Hochbehälter Rothof

Sichere Trinkwasserversorgung für die kommenden Generationen

Daten und Fakten zum Hochbehälter

Derzeit gibt es den Hochbehälter Rothof (Baujahr 1956) und den Hochbehälter Wildensorg (Baujahr 1964). Sie sind nicht mehr auf dem Stand der Technik und müssen ersetzt werden. Mit einem neuen Hochbehälter am Rothof wollen die Stadtwerke die Versorgung mit Trink- und Löschwasser in Wildensorg und in der St.-Getreu-Straße zukunftsfähig machen.

Lesen Sie hier alles zur aktuellen Planung und erfahren Sie, warum es keinen besseren Standort gibt: für die Versorgungssicherheit und für die Umwelt.

Darum ist der neue Hochbehälter für die Trinkwasserversorgung so wichtig

  • Sicherung der Versorgungssicherheit der Bewohner im Gebiet mit Trinkwasser in höchster Qualität.
  • Die vorgeschriebenen Löschwassermengen in Wildensorg und der oberen St.-Getreu-Straße werden gesichert. Ohne eine gesicherte Löschwasserversorgung sind in den genannten Gebieten keine Neubauten und auch keine Um- und Anbauten nur noch sehr begrenzt möglich.
  • Verbesserung des Wasserdrucks im Bereich der Wildensorger Hauptstraße
Aktueller Planungsstand

Aus Acker wird Blühwiese

Hier soll der neue Hochbehälter stehen

Der neue unterirdische Hochbehälter soll auf der landwirtschaftlichen Fläche neben dem Rothof entstehen. Bisher wird die Fläche zwischen Linde, Kirschallee und Michelsberger Wald intensiv landwirtschaftlich genutzt; im Sommer steht der Raps mehrere Meter hoch (wie bei der Besichtigung des Bau- und Werkssenats vor Ort gesehen). Der Standort des Hochbehälters liegt ungefähr 120 Meter westlich von dem Naturdenkmal. Gemeinsam mit dem städtischen Naturschutzbeirat wurden die ursprünglichen Planungen an einem Standort nahe der Kirschallee verworfen und weiter nach Westen in den Acker verschoben.

So soll er aussehen

Auf der Ackerfläche wird ein Gebäude mit einem begrünten Pultdach stehen. Der größte Teil des Hochbehälters liegt unterirdisch. Oberirdische Gebäudeteile werden durch einen natürlichen, rund 3 Meter 50 hohen Hügel verdeckt. Heraus schaut nur ein vier mal sechs Meter großes Gebäude, das mit Holz verkleidet wird. Die Stadtwerke pflanzen Bäume und Hecken um das Gebäude, so dass Gebäude und Hügel in einem naturnahen Wäldchen verschwinden. Den Acker rund herum wandeln die Stadtwerke in eine Blühwiese um.

Warum werden die alten Hochbehälter nicht einfach saniert?

Es wurde auch intensiv geprüft, ob die bestehenden Hochbehälter saniert oder an ihren bestehenden Standorten neu gebaut werden könnten. Eine reine Sanierung der bestehenden Hochbehälter ist nicht möglich, da sie zu klein für die zukünftige Trink- und aktuellen Löschwasserbedarfe im oberen Berggebiet und in Wildensorg sind. Eine Sanierung inkl. Erweiterung der bestehenden Hochbehälter ist aus folgenden Gründen ausgeschlossen:

  • Während der Bauzeit wäre die Trinkwasserversorgung nicht gewährleistet.
  • Die in zwei Hochbehältern vorzuhaltenden Wassermengen wären größer, als die Menge in einem Wasserbehälter. Entsprechend wäre der Flächenbedarf für zwei erweiterte Hochbehälter weitaus größer, als der Flächenbedarf eines einzelnen Hochbehälters. 
  • Da sich die Behälter im Wald befinden, müssten hierfür Bäume gefällt werden. Das ist bei dem neuen Standort auf dem Acker nicht notwendig.   
  • Auch das alte Leitungsnetz zwischen dem bestehenden Wildensorger Hochbehälter und dem Wildensorger Friedhof müsste komplett erneuert werden. 
  • Am Ende müssten die deutlich höheren Kosten beim Bau und Betrieb von zwei Hochbehältern auf den Wasserpreis für die Kunden umgelegt werden.
  • Mit der Sanierung des alten Hochbehälters entstünde keine Erhöhung des Wasserdrucks für die Bürger in Wildensorg.

Dieses gilt auch dafür, wenn man an den bestehenden Standorten zwei komplett neue Trinkwasserbehälter bauen würde.

Was spricht gegen einen anderen Standort, z. B. neben dem Sendemast?

Es wurde intensiv geprüft, ob ein Standort nahe dem Sendemast möglich ist. Leider ist dieser Standort mit zwei Grundproblemen verbunden (oberste Grafik):

  • Das Höhenprofil des Geländes: Im Nord-Süd-Verlauf Richtung Wildensorg steigt das Gelände zunächst um rund 5 Meter an und fällt südlich der Linde wieder ab.
  • Felsiger Untergrund ab drei Metern Tiefe erschwert Tiefbauarbeiten erheblich.

Bei einem Neubau nahe dem Sendemast müssten die Leitungen nach Wildensorg in einer Tiefe von bis zu acht Metern verlegt werden (mittlere Grafik), was den Vorgaben für die Planung von Wassernetzen widerspricht. Im Störfall müssten Leitungen erst ausgegraben werden – es wäre keine störungsfreie Trinkwasserversorgung von Wildensorg gewährleistet. Der felsiger Untergrund ab drei Metern bedeutet großer Aufwand beim Bau mit bergmännischem Vorgehen.

Alternative hierzu (untere Grafik): Der Hochbehälter und die Leitung müssten um ca. 5 Meter angehoben werden, damit das benötigte gleichmäßige Gefälle in Richtung Wildensorg gewährleistet ist. Das Gelände muss großflächig mit geschätzt 40.000 Kubikmetern Erde aufgeschüttet werden (magenta-farbener Bereich) – das entspricht über 7.000 Lkw-Ladungen mit einem 18 Tonner.

Hintergrund - Investitionsprojekt 2025

Wasser ist unser Lebensmittel Nummer 1. Damit das Trinkwasser auch für die kommenden Generationen in bester Qualität aus der Leitung kommt, betreiben die Stadtwerke einen Millionenaufwand. Seit 2010 wurden rund viele Einzelmaßnahmen des Zukunftskonzeptes Wasser 2025 erfolgreich abgeschlossen. Herausragende Projekte waren der Neubau des Wasserwerks am Stadtwald und der Neubau des Trinkwasserhochbehälters West unterhalb der Altenburg.

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