Hybrid Bus der Stadtwerke Bamberg
Umweltfreundlicher ÖPNV

Wir werden elektrisch

Seit jeher haben wir bei unserer Busflotte auf niedrigen Schadstoffausstoß geachtet und führen deshalb einen der modernsten Fuhrparks in Bayern. Das Ergebnis einer Machbarkeitsstudien zeigt, dass jetzt die Zeit gekommen ist, einen entscheidenden Schritt nach vorne zu gehen. Über die Brückentechnologie Hybrid werden wir ab 2021 die neue Generation der E-Busse in Bamberg nutzen und die Flotte weiter aufbauen.

Bamberg Stadtansicht aus der Luft

Stadt auf 7 Hügeln

Wir alle lieben das Weltkulturerbe an der Regnitz mit dem imposanten Dom, dem Kloster Michaelsberg und der über der Stadt thronenden Altenburg. Das pittoreske Stadtbild mit dem mittelalterlichen Kern macht es dem ÖPNV aber nicht leicht. Teilweise sind die Straßen eng, außerdem liegen viele Ziele auf einem der sieben Hügen, auf denen die Stadt erbaut wurde. Das was im Vergleich zu anderen Städten mit flacher Topografie zu viel für die erste Generation der E-Busse am Markt.

Hybrid Bus Steckdose zum Strom tanken

Hybrid als notwendige Brücke

Mit unseren drei neuen effizienten und klimaschonenden Citaro Hybrid-Bussen investieren wir langfristig. Mit dem 14-kW-Modul reduziert sich der Kraftstoffverbrauch um bis zuz 8,5 % und wir sparen 36.000 kg CO2 ein. Schon jetzt im Einsatz, bilden sie in wenigen Jahren die Versicherung der E-Flotte, so dass wir alle Linien wie bisher versorgen können. Denn auch mit der neuen Generation an E-Bussen gibt es drei Linien, die dafür ungeeignet sind. Diesen werden und müssen wir mit Hybrid-Techologie bedienen. Drei weitere kommen bis Ende 2020 hinzu. 

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E-Flotte ab 2021

Ab 2021 kann Mercedes-Benz mit dem eCitaro die neue, leistungsstärkere Generation von E-Bussen liefern. Mit Feststoff-Akkus und 60 Prozent höherer Kapazität können große Teile des Busverkehrs der Stadtwerke Bamberg elektrifiziert werden - lediglich drei Linien müssen dann weiter mit Hybridtechnologie aus dem Jahr 2020 bedient werden. 

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Ergebnisse unserer Studie zum Einsatz von Elektrobussen

In der Studie wurden die Fahrpläne der einzelnen Linien, die Umläufe der Fahrzeuge, die benötigten Busgrößen und örtliche Gegebenheiten wie die Bamberger Topografie oder Durchfahrtshöhen von Unterführungen analysiert und die Energiebedarfe mit der Speicherkapazität der Akkus verglichen:

    • In 85 Prozent der Fälle hätte die Batterieleistung nicht für den Tagesbedarf des Busses ausgereicht. Die Akkus hätte tagsüber ein- bis zweimal für mindestens eine Stunde aufgeladen werden müssen.
    • Nur bei 8 von 53 Umläufen wären die Busse bis zum Abend ohne Zwischenbetankung ausgekommen. 
    • Mit den neuen Feststoff-Akkus, mit rund 60 Prozent höhere Kapazität, sind nahezu alle Fahrten in Bambergs elektrisch machbar – nur in 7 von 53 Fällen reicht auch die Leistung der neuen Batteriegeneration noch nicht aus. In diesen Fällen sollen dauerhaft die Hybridbusse zum Einsatz kommen.

    "Diese Technik ermöglicht ganz andere Einsatzszenarien für den ÖPNV in Bamberg als bisher."

    Was kann der neue E-Antrieb?

    Im kommenden Jahr werden von den Busherstellern Akkus mit festen Elektrolyten angeboten werden. Im Gegensatz zu den heute verbauten Akkus mit flüssigem Elektrolyt haben die neuen Festkörperbatterien eine viel größere Ladekapazität.

    Warum fahren wir nicht mit Wasserstoff?

    • Wasserstoff verbraucht bei der Herstellung gewaltige Mengen an Energie, etwa 50 % davon stammen aus Kohle- und Atomkraft.

    • Nur ca. 25 - 35 % der Energie kommen am Ende im Elektromotor an.

    Ein sauberes Duo für unsere ÖPNV-Zukunft: Elektro- und Hybridantrieb

    10 Mio. Fahrgäste

    Was der ÖPNV leistet

    Im Bamberger ÖPNV werden jährlich rund 10 Millionen Fahrgäste komfortablen und ökologisch in 63 Fahrzeugen chauffiert. Die Solo- und Gelenkbusse haben eine tägliche Fahrleistung von bis zu 290 Kilometern und waren im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 2,7 Millionen Kilometer unterwegs. Auf dieser Strecke haben sie über 1,1 Millionen Liter Diesel verbraucht.

    2,7 Mio. km

    In Kooperation mehr erreichen

    Bei der Elektromobilität im ÖPNV kooperieren die Stadtwerke Bamberg mit fünf weiteren kleinen und mittleren bayerischen Verkehrsbetrieben aus Aschaffenburg, Bad Reichenhall, Coburg, Landshut und Passau. Wir möchten Strategien und Herangehensweisen entwickeln, um die E-Mobilität im ÖPNV auch außerhalb der Ballungsräume auf die Straße zu bringen.

    580.000 € Listenpreis

    E-Busse sind doppelt so teuer

    Mit 580.000 Euro ist ein Elektrobus mehr als doppelt so teuer wie ein vergleichbarer Dieselbus (250.000 Euro). Für die ersten sechs E-Busse der Stadtwerke summieren sich diese Mehrkosten auf rund zwei Millionen Euro, die weitestgehend aus Fördermitteln des Bundes und des Freistaats bestritten werden. Zusätzliche Kosten entstehen bei der Schaffung der Ladeinfrastruktur, des Umbaus der Werkstatt sowie der Schulung des Personals.

    Wir e-bewegen Bamberg