Das Elektroauto - für die Stadtwerke Bamberg nur ein Baustein im Mobilitätskonzept der Zukunft
So kommen wir besser von A nach B

Mobilität der Zukunft

Die Innenstadt in der Rush-Hour ist voller denn je. Dabei steht Autofahren im Zuge der Dieselkrise, knapper Ölvorräte und steigender Umweltverschmutzung immer mehr in der Kritik. Neue Mobilitätskonzepte für die Zukunft sind gefragt. 

Wir fragen uns mit Ihnen: Fahren wir in Zukunft elektrisch? Fahren wir vielleicht gar nicht mehr? Oder fahren wir gemeinsam effektiver? Wir zeigen die wichtigsten Konzepte, die die Innenstädte entlasten und Mobilität nachhaltiger machen können.

56,8 

Millionen Autos waren 2018 in Deutschland zugelassen

5400 

PKWs waren davon elektrisch betrieben 

95 mg

CO2 darf ein Neuwagen ab 2021 nur noch ausstoßen 

Elektrisch fahren

E-Mobilität als Zukunftskonzept?

In der Diskussion über “saubere” Autos wird das Elektroauto oft eine Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren genannt.

Angesichts der noch nicht vollständig ausgereiften Akku-Technik und der zur Produktion notwendigen Aufwände ist E-Mobilität noch nicht ausgereift genug, um in Kürze die Verbrennungsmotoren zu ersetzen.Dennoch ist E-Mobilität eine Chance und mit einigem Forschungsaufwand könnte sie bald eine saubere Alternative zum Fahren mit Benzin und Diesel bieten. Sicher ist: Da die Reichweiten von Elektroautos noch nicht allzu groß sind, eignen sich E-Autos bisher vor allem für den Stadtverkehr, z. B. das tägliche Pendeln zur Arbeit. Für alle, denen der Weg mit dem normalen Rad zu lange ist bzw. nicht verschwitzt zur Arbeit kommen möchte, ist vielleicht das E-Bike das Richtige. Weil die motorisierten Räder teuer sind und die Akkus Wind und Wetter nicht mögen, sind sie im Fahrradparkhaus am Bahnhof in der Brennerstraße gut aufgehoben. Hier können Sie auch Ihren Akku geschützt in einem Schließfach laden.

Mehr zum Radhaus

Vor- und Nachteile der E-Mobilität

+ Weniger CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer

+ Mit erneuerbaren Energien betreibbar

+ Die meisten Akkus lassen sich recyceln oder als stationärer Akku weiterbetreiben

- Relativ CO2-Intensive Produktion 

- Noch vergleichsweise wenig verfügbare Ladesäulen

- Derzeit benötigte Rohstoffe für Akkus (z.B. Lithium) sind knapp

Damit der Strom nicht ausgeht

Neue Infrastruktur

Das größte Hindernis, das Menschen davon abhält, ein E-Auto zu kaufen ist nicht der Anschaffungspreis oder die CO2-Bilanz. Vielmehr stört es viele Autofahrer, dass das Aufladen nicht überall möglich ist.

Wer mit dem E-Auto mittlere oder lange Strecken fahren möchte, muss gut planen: Denn nicht überall sind Ladesäulen vorhanden und sogenannte Schnellladesäulen sind noch dünner gesät. Dadurch ist das Aufladen oft langwierig - doch es gibt mögliche Lösungsansätze.

Schnellladesäulen

Tankstellen würden nicht nur Diesel und Benzin anbieten, sondern auch Schnellladesäulen. Denkbar wäre es auch, dass an jedem Parkplatz E-Ladesäulen verbaut sind. In einigen Nachbarländern, z.B. den Niederlanden, ist das mit staatlicher Hilfe schon Realität.

Akku-Wechsel an der Tankstelle

An der Tankstelle müsste man nur kurz warten, bis der Akku getauscht ist und könnte direkt weiterfahren. So würde das Aufladen einfach wie Tanken. Hierzu müsste es aber 1 - 2 Standard-Batterien geben, damit der Wechsel unkompliziert bleibt.

Woher kommt eigentlich der Strom für die E-Mobilität?

Damit E-Mobilität wirklich nachhaltig ist, muss der Strom aus regenerativen Quellen kommen. An den Ladesäulen der Stadtwerke Bamberg in der Kronacher Straße gehen wir mit gutem Beispiel voran.

Die Ladesäulen beziehen den Strom direkt aus der Photovoltaikanlage, die auf dem Dach der Carports angebracht ist. Solche Modelle könnten Schule machen: Dächer von Tankstellen und öffentlichen Einrichtungen könnten den Strom zum Laden der Elektrofahrzeuge selbst produzieren. So entsteht ein dezentrales Netz an Ladestellen, das die Autos mit Strom aus natürlichen.

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Effizienter fahren

Carsharing und mehr

Das Ersetzen von Autos mit Verbrennungsmotoren durch E-Autos ist nur ein Schritt. Damit das Verkehrschaos in Deutschlands Städten geringer und zudem weniger Raum für Parkplätze benötigt wird, müssen langfristig auch weniger Autos in den Städten unterwegs sein.

Ein Ansatz dazu ist das Car-Sharing: Wer gerade ein Auto braucht, mietet eines an einer nahegelegenen Station. Am Ziel angekommen kann man das Auto an einer anderen Station abstellen. So werden gerade auf Kurzstrecken Autos effizienter genutzt: Insgesamt sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs und vor allem werden weniger Parkplätze gebraucht.

Der entstandene Platz kann für öffentliche Einrichtungen z. B. Sitzbänke für Fußgänger, Bepflanzung oder auch für breitere Radwege genutzt werden. So wird die Lebensqualität in der Stadt erhöht, und jeder hat bei Bedarf Zugriff auf ein Auto.

Young woman using tablet while charging the car
Fahren lassen

Selbstfahrende Autos, Flugtaxis und Co

Flugtaxis und Co.

Wem die selbstfahrenden Autos immer noch zu “normal” sind, der kann sich dann mit dem Flugtaxi einfach über die Stadt hinweg an sein Ziel fliegen lassen. Das erste Konzept für ein Flugtaxi wird derzeit getestet und soll 2025 serienreif sein. Das Ziel: Der Flug soll nicht mehr kosten als eine normale Taxifahrt und bis zu 5 Personen sollen darin Platz finden. 

Beide Konzepte sind derzeit noch in der Erprobung und längst nicht ausgereift - aber wer weiß, ob sie nicht in 10 Jahren längst Normalität geworden sind?

Selbstfahrende Autos

Sicher von A nach B mit Hilfe von künstlicher Intelligenz - selbstfahrende Autos sollen deutlich sicherer und weniger “fehleranfällig” als Menschen sein. Auch dadurch ließe sich die Verkehrssituation in Innenstädten entspannen: Denn oft verursacht schon ein einziges zögerndes Auto einen Stau. Selbstfahrende Autos könnten die verstopfte Innenstadt antizipieren und dadurch den Verkehrsfluss effizienter lenken. Weniger Stau bedeutet gleichzeitig auch weniger CO2-Ausstoß, da man insgesamt weniger fährt.

Zusammen fahren

Der Nahverkehr der Zukunft

Eins ist jedoch sicher: Um den Verkehr in den Städten zu reduzieren, weniger CO2 auszustoßen und die Luftqualität zu verbessern, gibt es eine einfache Lösung: Gemeinsam fahren!

Der öffentliche Nahverkehr in Bamberg hat ein dichtes Streckennetz, sodass man schnell von A nach B kommt. Problematischer sieht das oft schon im ländlichen Raum aus. Mögliche Lösungsansätze zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs werden derzeit allerorts diskutiert.

Nahverkehr in Bamberg

Welche Lösungen für die Nahverkehr würden Sie ansprechen?

Finanziert durch Staatsmittel kann jeder kostenlos mit Bus und Bahn fahren. Menschen nehmen in diesem Fall eher eine geringere Flexibilität in Kauf - während das Auto sofort losfährt, muss man auf den Bus u.U. einige Minuten warten. Dafür verursacht dieses Transportmittel keine Kosten und man kann während der Fahrt entspannt bleiben.

Das Prinzip des Anruflinientaxis im großen Stil angewendet. So könnten schneller und häufiger öffentliche Verkehrsmittel fahren und gleichzeitig bleibt das Angebot bedarfsgerecht: Denn ein Bus fährt nur, wenn wirklich jemand mitfährt.

Auf definierten Strecken können führerlose U-Bahnen und autonom fahrende Busse für mehr Flexibilität sorgen. Dadurch steigt die Service-Qualität, weil die Mitarbeiter in der Kundenbetreuung eingesetzt werden können. Gleichzeitig können die Tickets langfristig günstiger und damit für mehr Menschen erschwinglich werden.