Ökostrom für 4.500 Haushalte: Baubeginn für Photovoltaikanlage in der Südflur

Stadtwerke-Projektkoordinator Johannes Bergen, Dr. Michael Fiedeldey (Stadtwerke-Geschäftsführer), Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier sowie Ulrich Geis, Geschäftsführer der Energieallianz Bayern beim Spatenstich für die PV-Anlage in der Bamberger Südflur

In der Bamberger Südflur haben die Bauarbeiten für Bambergs größte Photovoltaikanlage begonnen. Ab Ende des Jahres soll hier Ökostrom für umgerechnet 4.500 Haushalte produziert werden. Bürgerinnen und Bürger können sich finanziell an dem Millionenprojekt für die Energiewende beteiligen – Zeichnungsbeginn für die „Sonnenscheine“ ist der 1. Juli.

Mit einem symbolischen Spatenstich haben Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier, Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Michael Fiedeldey und Ulrich Geis, Geschäftsführer der Energieallianz Bayern den Startschuss für das Energiewende-Projekt in der Südflur gegeben. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für die Stadtwerke Bamberg ein zentraler Baustein der Energieversorgung von morgen. Bei der Realisierung von Ökostromprojekten kooperieren sie mit der Energieallianz Bayern, einem Verbund aus 49 überwiegend bayerischen Stadtwerken und Energieversorgern. Generalunternehmer beim Bau der Photovoltaikanlage ist das Bad Staffelsteiner Unternehmen IBC Solar, einer der führenden Anbieter von Photovoltaiklösungen. 

Sonnenstrom und Wildkräuter statt Monokultur
Auf der Fläche entlang des Rhein-Main-Donau Kanals haben die Stadtwerke bisher mit einer großen Pappelplantage Biomasse für die Strom- und Wärmeerzeugung gewonnen, unter anderem für das Passivhaushallenbad Bambados. Mit Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage wird die regenerative Energieausbeute im Wasserschutzgebiet auf über zwölf Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr gesteigert. Die mehr als 17.000 Solarmodule werden auf einer Unterkonstruktion aus Edelstahl montiert, welche sicherstellt, dass der Trinkwasserschutz gewährleistet ist. Unter den Solarmodulen wird eine Saatenmischung mit heimischen Wildkräutern ausgebracht. Die 12 Hektar große Fläche soll mit Schafen beweidet werden, die die kontinuierliche Grünlandpflege übernehmen und den Einsatz von Maschinen sparen. Dabei dienen die Modulreihen den Schafen als Witterungsschutz und Schattenspender.

Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen
Bürgerinnen und Bürger können sich finanziell mit bis zu 10.000 Euro an dem Klimaschutzprojekt beteiligen; eine Beteiligung ist aber auch schon ab 500 Euro möglich. Die Laufzeit des Nachrangdarlehens beträgt 10 Jahre, die Auszahlung der Zinsen in Höhe von 2,65 Prozent erfolgt jährlich im September. Die Zeichnung der so genannten „Sonnenscheine“ ist am 1. Juli ausschließlich online über die Webseite www.stadtwerke-bamberg.de/suedflur möglich, auf der es heute schon für interessierte Darlehensgeber weitere Details gibt. Die Stadtwerke gehen von einer hohen Nachfrage aus; bei der Vergabe gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, kommt zuerst zum Zug.

 

Mehr erfahren

Zurück zur Startseite

 

BU: Offizieller Spatenstich für Bambergs größte Photovoltaikanlage in der Südflur, mit der künftig Ökostrom für 4.500 Haushalte gewonnen wird. Von links nach rechts: Stadtwerke-Projektkoordinator Johannes Bergen, Dr. Michael Fiedeldey (Stadtwerke-Geschäftsführer), Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier sowie Ulrich Geis, Geschäftsführer der Energieallianz Bayern.